Hermanns großer Fuß in Detmold


In Originalgröße: Kopie eines Fußes des Original-Hermannsdenkmals gegenüber dem Landestheater in Detmold

Ob die Sage von Hermann dem Cherusker und jener im Halbdunkel der Geschichte sich abspielende Schlacht gegen die Römer sich in den Wäldern um Detmold abspielte, ist bis heute umstritten. Dennoch zieht das Hermannsdenkmal bis heute jedes Jahr Hunderttausende zu jenem Denkmal, das den Cheruskerfürsten zeigt. 1838 wurde nach Bauplänen von Ernst von Brandel der Grundstein auf der Grotenburg oberhalb Detmolds gelegt.


Lippisches Landestheater, Detmold

Mehr Informationen:


http://www.hermannsdenkmal.de/index.php?id=595

http://www.landestheater-detmold.de/

25 Jahre Filmhaus Bielefeld und „Nachtansichten“

Am morgigen Samstag gibt es in Bielefeld ab 18 Uhr die zehnten „Nachtansichten“. Wieder erstrahlt die Stadt in magischem Licht, treten Künstler auf, öffnen Museen, Galerien und Kirchen bis 1 Uhr in der Nacht ihre Pforten. Das Filmhaus Bielefeld zeigt auf einer Großleinwand am Alten Rathaus (Niederwall) filmische Reportagen aus den beteiligten Museen und Galerien und ihren Aktivitäten.

Das Filmhaus Bielefeld e. V., Verein zur Förderung der Film- und Medienkultur in Ostwestfalen-Lippe, wurde 1982 von unabhängigen Film- und Videomachern der Region gegründet. Der Verein hat zweihundert Mitglieder, die die Geräte und Einrichtungen des Filmhauses zur Produktion nutzen und denen die Vereinsstruktur zur Zusammenarbeit abseits der großen Filmmetropolen eine große Hilfe ist. Darüber hinaus verfügt das Filmhaus seit 1985 auch über ein eigenes Kino, das „Lichtwerk„, das von Anfang an auch für die Präsentation der hier ansässigen Filmschaffenden zur Verfügung steht.

Die Filme zu den Nachtansichten sind auch auf der Videoplattform „Vimeo“ zu sehen: http://vimeo.com/user6881289/videos

Brackweder Spargelinstitution seit Jahrzehnten

Brackweder Spargelhof Krüger

Natürlich kann man jetzt in OWL Spargel in neckischen Büdchen entlang der Straßen kaufen. Aber was ist das schon gegen „Absolute Frische“, einen netten Plausch und obendrauf noch ein paar wirklich gute Rezepte für die Köstlichkeit, die einmal „königlich“ war? Ein Spargeleinkaufserlebnis dieser Art bekommt, wer den Hinweisschildern „Brackweder Spargelhof“ am Bielefelder Südring folgt und an der Kreuzung gegenüber IKEA in den Sunderweg einbiegt. Da man in diesem kleinen Weg ohnehin nur langsam fahren kann, trifft man bald auf ein weiteres Hinweisschilder und steht im geräumigen Innenhof mit der romantischen Remise, die als Verkaufsraum dient.


Sympathische Brackweder mit dem „absoluten Spargel-Gen“ (von links): Senior Friedrich-Wilhelm Krüger und das Ehepaar Simone und Detlef Krüger mit den Söhnen Frederic und Henrik

Jetzt in der Saison herrscht Hochbetrieb auf dem Spargelhof, dessen Spuren bis in das Jahr 1340 verfolgt werden können. Wie das damals so üblich war, wenn männliche Erben fehlten, heiratete 1895 ein Krüger ein und sicherte den Fortbestand des Anwesens. Seniorchef Friedrich-Wilhelm Krüger schließlich – herrlich die vielen kleinen Geschichten, die er so sympathisch erzählen kann – begründete 1964 den Spargelanbau auf dem Hof, der Generationen von Brackwedern und Quellern mit dem köstlichen Gemüse beliefert hat und beliefert. Heute bewirtschaftet die Familie fast 6 Hektar auf Feldern, von denen eines sogar richtig romantisch im waldreichen Naherholungsgebiet Patthorst nahe Steinhagen liegt.

Auf dem Brackweder Spargelhof
Spargel stechen – waschen – nach Größen sortieren – in Kisten verpacken. Viel Arbeit für viele Hände hinter den Kulissen.

Wer ein wenig Bammel vor der Arbeit des Spargelschälens hat, dem kann auf der hauseigenen Schälmaschine für einen kleinen Obulus maschinell in Minutenschnelle geholfen werden: sauber, exakt und mit ganz wenig Abfall.

Aber nicht nur weißen und grünen Spargel bauen die Brackweder an, sondern auch Erdbeeren, Getreide und Kartoffeln. „Besonders freuen wir uns auf den Herbst mit einer reichen Auswahl unserer Kürbisse“, sagt Detlef Krüger, wenn der romantische Hof mit den formenreich-attraktiven Früchten geschmückt sei. Da kämen sogar viele, „nur um zu fotografieren“. Obwohl die Krügers nicht nur viele Spargelrezepte „abseits der Klassik mit Schinken, Rührei, jungen Kartoffeln und brauner Butter“ parat halten geben sie doch einen Tip für die vielen Spargelfreunde, die sich mal in historisch-gemütlicher Runde z.B. im Restaurant „Zur Linde“ im Gütersloher Stadttteil Isselhorst (auf halbem Wege zwischen Steinhagen und Gütersloh) verwöhnen lassen möchten. Aber dazu demnächst mehr.

Brackweder Spargelhof
Simone und Detlef Krüger
Sunderweg 46 33649 Bielefeld
Telefon 0521/446417

Magischer Ort: Böckstiegel-Haus in Werther-Arrode

Größter Sohn der kleinen Stadt Werther ist Peter-August Böckstiegel. Neben August Macke und Wilhelm Morger ist der in seinem Geburts-und Elternhaus in Arrode 1889 geborene und 1951 gestorbene Maler, Grafiker und Bildhauer der herausragendste Vertreter des rheinisch-westfälischen Expressionismus.

Das Böckstiegel-Haus ist fast ganzjährig nach vorheriger Anmeldung und Termin-vereinbarung über Tel. 05203-3297 im Rahmen einer fachkundigen Führung zu besichtigen.

Mehr Informationen:

Böckstiegel-Haus
Schloßstraße 111
33824 Werther

www.boeckstiegel-haus.de

Magische Orte Bielefelds

2012 feiert der Botanische Garten Bielefelds am Fuße des Johannisberges sein Hundertjähriges. Jetzt um diese Jahreszeit bietet das in Hanglage unterhalb eines Fachwerkhauses mit vielen Wegen und verwunschenen Blicken angelegte städtische Kleinod ein Fest für die Augen. Gärtnern und Gartenliebhabern bieten die botanischen Erläuterungen an den meisten Gewächsen Anregungen und Informationen.Zu erreichen ist er, wenn man gegenüber dem Bethel-Eck in die Haller Straße einbiegt und Richtung „Dr. Oetker Welt“ fährt, diese aber rechts liegen läßt. Gleich hinter Brücke über den Ostwestfalen-Damm sieht man dann bereits die Schilder „Botanischer Garten“ und „Johannisfriedhof“, wo es ausreichend Parkplätze gibt.