Steinhagen. Das Schnapsdorf

Steinhäger

Gleich hinter dem Bielefelder Ortsteil Brackwede-Quelle liegt das Örtchen Steinhagen. Mit knapp über 20.000 Einwohnern ist es ein beliebter Wohnort, leicht erreichbar für in Bielefeld oder Gütersloh Tätige. Es liegt idyllisch am Südhang des Teutoburger Waldes und ist vor allem durch ein stark Alkoholhaltiges Getränk bekannt geworden: Steinhäger. Die mit Wacholder aromatisierte Sprituose wurde seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert  von zeitweise bis zu 20 Hausbrennereien hergestellt. Die berühmteste war bzw. ist die Firma Schlichte, deren zeitweise bis zu 3000 Mitarbeiter dem Ort mit ihrer Arbeit relativen Reichtum eintrugen. Heute stellen noch zwei Brennereien den Steinhäger her: Schwarze-Schlichte in der ehemaligen Brennerei H. C. König und die Brennerei Zum Fürstenhof Robert H. Günter, eine Tochter der Brennerei Kisker im benachbarten Halle.

Typisch für Steinhäger ist seine längliche Flasche aus braunem Steinzeug. Seit 1989 ist Steinhäger durch eine EU-Verordnung eine geschützte geographische Herkunft-bezeichnung, darf also nur in Steinhagen gebrannt werden.

Obwohl das Hauptwerk „Am Pulverbach“ längst abgerissen und einer Neubausiedlung gewichen ist, sind Teile der ehemaligen Fabrik – direkt an der Brockhagener Straße – Denkmalgeschützt und werden von Kleingewerbe und dem „Schlichte-Werksverkauf“ bevölkert.

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