Von Lemgo, Hexen und alter Pracht

Inschrift am Ballhaus (Tanzhaus) von Lemgo, Marktplatz

Auf Schritt und Tritt Hanse. Auf Schritt und Tritt 16. und 17. Jahrhundert. Die Stadt Lemgo ist wie eine lebende Ausstellung dieser Zeit. Man muß nicht nach Rothenburg ob der Tauber fahren.

Lemgo Altstadt

1190 vom Edelherrn Bernhard II. zur Lippe gegründet, war die Stadt am Schnittpunkt zweier wichtiger Handelswege des Mittelalters die größte und bedeutendste Stadt Lippes, die ihre Zugehörigkeit zur Hanse zu nutzen wußte. Der  30jährige Krieg schadete der Stadt sehr und erst im 19. Jahrhundert erholte man sich davon. Erhalten geblieben ist Lemgo eine fast einmalige Architektur, da der 2. Weltkrieg die Stadt mit seinen Bombardements weitgehend verschonte. Viele Sehenswürdigkeiten prägen das Stadtbild.

Das Hexenbürgermeisterhaus

Darunter auch das „Hexenbürgermeisterhaus„. Seinen Beinamen erhielt es das  zwischen 1565 und 1571 von Kaufmann Hermann Kruwel und seiner Ehefrau Lisbeth Fürstenau erbaute mit größte und repräsentativste Bürgerhaus,  durch Bürgermeisters Hermann Cothmann (1629-1683), der es im 17. Jahrhundert kaufte. Seinem „Namen“ machte er sich und damit dem Haus in den grausamen Hexenprozessen.

Reich geschmückte Rathausapotheke

In Lemgos Gassen heißt es zwar, auf den gepflasterten Straßen aufpassen, aber Blicke nach oben lohnen sich allemal. Wie hier an der an der linken Seite des Rathauses gelegenen Alten Rathausapotheke.

Rathaus am Marktplatz

Ein prachtvolles Ensemble am Lemgoer Marktplatz. Aufgenommen in die sogenannte UNESCO Liste 1 der Weltkulturerbe. Besonders kostbare Steinmetzarbeiten finden sich am sogenannten „Apothekenerker“ und dem Laubengang.

Kramerstraße mit Geschäften, Speis und Trank

Sehr schade, so viele leerstehende, ehemals alteingesessene Geschäftslokale zu sehen. Aber das gibt es leider nicht nur in der Alten Hansestadt Lemgo.

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