Klettern und Kontraste am Johannisberg

Zwangsarbeitermahnmal am Johannisberg

Man schlägt die Richtung „Park Inn“ am Bielefelder Johannisberg ein. Die kurvenreiche neue Straße öffnet sich auf der weiten Hochebene über der größten Stadt von OWL.  Gußeiserne Bänder quer durch den Straßenlauf lassen einen anhalten. Sie symbolisieren, wo einst die Baracken der Zwangsarbeiter standen. Wir lesen die Inschriften: „… genau hier stand die Baracke der Zwangsarbeiter der Dürkopp AG“. Weitere große Unternehmen der Stadt werden genannt. Wir stehen vor dem Mahnmal, das an einen der vielen schrecklichen Teile des Dritten Reiches erinnert.

Mahnmal für die Zwangsarbeiter im III. Reich

Noch sperren Bauzäune das weite Gebiet ab. Weiter oben hallt fröhliches Lachen durch das Tal: Der Bielefelder Klettergarten hat eine größere Gruppe junger Leute zu einer Kletterpartie durch den Stangen- und Seilewald animiert.

Johannisberg: Bielefelder Klettergarten

Sicher wird es Stimmen geben, die nicht einverstanden sind mit der unmittel- baren Nachbarschaft Mahnmal und Klettergarten.  Aber werden Mahnmale nicht erst dann zu wirklichen „Mahn“-malen, wenn sie ein lange verschwiegenes trauriges Kapitel still und einprägsam dokumentieren?

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