Es gibt sie noch. Die großen alten Marken „Made in OWL“

Backin von Dr. Oetker

Ca. 15 Gramm Backpulver „Backin“ enthält das Tütchen von Dr. Oetker aus Bielefeld. Ausreichend „für ein Pfund Mehl“. Apotheker Dr. Oetker hatte 1891 die Revolution der hausfraulichen Backkunst  im Hinterzimmer der Bielefelder Aschoffschen Apotheke erfunden. „Backin“ im Tütchen gibt es bis heute. Diese Erfindung und ein cleveres Händchen mit Werbung, Marketing und Chuzpe bekannter Personen der Inhaberfamilie machten daraus einen Weltkonzern.

Melitta aus Minden. Lange Zeit der Inbegriff von Filterkaffee

Es ist wohl immer noch der Inbegriff für „guten Filterkaffee“: Melitta. Der Firmenname geht zurück auf Melitta Bentz aus Dresden, die 1908 mit einem Stück Filterpapier und einem gelochten Messingtopf den unbekömmlichen Kaffeesatz filterte. Im gleichen Jahr wurde er unter der Nr. 347895 beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin als Gebrauchsmuster eingetragen. Daraus entwickelte sich rund um Kaffee und Haushalt der heute ebenfalls weltbekannte Konzern „Melitta“, der 1929 von Dresden nach Minden zog.

Miele-Repräsentanz. "Unter den Linden", Berlin Bild: Miele-Pressearchiv

Spricht man mit Amerikanern über Haushaltsgeräte, so verbinden sie mit „Miele“ aus Gütersloh sozusagen „den Benz unter den Staubsaugern“ mit diesem Namen.  Aber auch die anderen Haushaltsgeräte aus dem Konzern haben immer noch einen „sagenhaften“ Ruf. Sind allerdings auch an der Spitze der Preisskalen angesiedelt.  Weltweit über 16.000 Mitarbeiter beschäftigt dieses am 1. Juli 1899 von Carl Miele und Reinhard Zinkann in Herzebrock gegründete Unternehmen. Zunächst baute der damals noch kleine Betrieb Milchzentrifugen,  ab 1900 dann Buttermaschinen. Aus ihr entstand im gleichen Jahr die erste Waschmaschine.

Die Staubsauger mit dem exzellenten Ruf werden seit 1927 gebaut. Aber auch Fahrräder und Motorräder gehörten zeitweise zum Produktionsprogramm. In vierter Generation leiten die Familien Miele und Zinkann heute die Geschicke. Mit der Repräsentanz auf Berlins Prachtboulevard „Unter den Linden“ besitzt man eine stark besuchte Präsentation der Marke.  Auch das Miele-Werksmuseum in Gütersloh ist einen Besuch wert.

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