„Zwartbont“ überwiegt auf den Wiesen von OWL

Egal welche Farbe. Sie sind einfach neugierig

Von den über 1,3 Millionen Rindern in NRW muhen etwa 350.000 im Regierungsbezirk Detmold. Also OWL. Ob es mehr schwarz-weiße oder „bunte“ gibt, wissen wir nicht ganz genau. Es muß aber im 18. Jahrhundert sehr erstaunte Landwirte gegeben haben. Sie stellten nämlich fest, daß die schwarz-weiß gefleckten Rinder auf den Weiden an Nord- und Ostseeküste eine höhere Milchleistung als die binnenländischen Kühe hatten. Diese gezielt reinrassig in Ostfriesland und Friesland gezüchteten Rinder hatten einen derartig guten Ruf, daß die Leute weite Wege in Kauf nahmen, um diese Kuh – niederländisch „zwartbonte“ (schwarzbunte) – zu bekommen. Hier in OWL – nach dem Regierungsbezirk Münster die zweitstärkste Rinderregion Nordrhein-Westfalens – sieht man aber auch andere Färbungen auf den sattgrünen Weiden.

Rotbraun ist auch angesagt

Über 8000 Jahre begleiten die tierischen Rindviecher nun schon die Menschheit. Liefern Milch, Fleisch, Felle. Unsere überwiegend „Schwarzgescheckten“ haben sich aufgrund ihrer Anlagen hier allerdings durchgesetzt und die Mehrheit auf den Weiden. Die Natur variiert aus Anpassungsgründen immer wieder Musterung und Farbe von Lebewesen. Die in der Evolution entstandenen schwarzweißen Wild – und Haustiere haben den Menschen aber immer schon stark angezogen. In Selektion und Zucht wurde diese Färbung ein stabiles Merkmal von Haustieren.

Hier muht es nur "zwartbont"

Je weiter man in den Süden Deutschlands kommt, desto mehr setzt sich allerdings das rotbraun im Fell durch.  Urlauber im Alpenland werden das bestätigen können. Auch das sanfte Läuten der Glocken an den dortigen Rinderhälsern haben wir hier nicht, weil unsere Weiden abgezäunt sind und Rinder somit – meist – hier nicht verloren gehen.

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