Sie geben der Welt die Klinken in die Hand

Sie geben der Welt die Klinke in die Hand: FSB aus Brakel Bild: Modell 1004 aus Bronze

In einem Editorial der Zeitschrift „AD Architectural Digest“ aus dem Condé Nast Verlag schrieb die Chefredakteurin Margit J. Mayer im Oktober 2010:

„Wäre ich ein chinesischer Wirtschaft-Napoleon, ich würde Afrika meinen Generälen überlassen (Rohstoffe kann jeder) und einen Studienaufenthalt bei Wuppertal oder Bielefeld planen.  Aber presto“.

Presto? Das entspräche nicht der ostwestfälisch-lippischen Mentalität. Hier muß es gründlich sein. Darf ruhig auch auf dem Weltmarkt im Anspruch ganz oben stehen. Aber richtig laut darüber reden? Nein.

FSB – Franz Schneider Brakel – geht einen eigenen Weg, wenn es um die Klinken aus dem 1881 im Sauerland gegründeten und 1909 nach Brakel bei Bad Driburg gezogenen Unternehmens geht. Dabei ist die ebenso klare wie eindeutige Formen-sprache auch heute noch ein richtungsweisendes Synonym für innen-architektonische Leistungen der Region OWL.

Allein das Studium der Webseiten des Unternehmens macht Spaß, wenn man sich für Dinge, die ihren Wert behalten, erwärmen kann. Schön wäre es, könnte man mehr Unternehmen aus OWL dafür ein wenig begeistern, den Pelz nicht nur nach innen zu tragen, sondern manchmal einen Ärmel herausschauen zu lassen. Es würde der Region, die beileibe nicht nur aus Tourismus, grünen Hügeln und fließenden  Wassern besteht, gut tun.

Wie heißt es doch in dem eingangs erwähnten Editorial:

„Nicht die Provinz ist der Feind, sondern provinzielles Denken“

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.