Herfords Pöppelmann baute den Zwinger leider in Dresden

Hanse, Barock und das Heute: Herford

„Wenn Du Weinrichs Bruchbude liest, guck mal, was die haben“. Weinrich? Bruchbude? Meinte sie das, was man andernorts in Deutschland „Kiosk“, „Wasserhäuschen oder“Büdchen“ nennt? Es dämmerte langsam zur frühen Morgenstunde. „Weinrichs Bruchbude“  ist der Altstadtladen der Herforder Schokoladenfabrik Weinrich. Hier im Bermudadreieck aus früherer Bedeutung der alten, um 789 gegründeten  Hansestadt (ab 1342), dem Stolz einer ehemals freien Reichsstadt und  der heutigen Bedeutung in der Region hinter Bielefeld, Paderborn, Minden und Detmold kann man also Schokolade „ab Werk“ kaufen. Der Laden hatte ebenso noch zu wie der Tapasverkäufer schräg gegenüber.

Fachwerk trifft Klassik

Seit der Eröffung des Museums MARTHa (Architekt: Frank O. Gehry) wirbt Herford auch mit dem Slogan: „Mittelalter trifft Moderne“. Tatsächlich trifft man in der 65000-Einwohner-Stadt auf Spuren der Hanse, des Barock, viel Fachwerk und Klassizismus. Die bekannteste in Herford geborene Persönlichkeit ist der Architekt und Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann (1662 – 1736), der Erbauer des Dresdner Zwingers.

Klassisches Herford

Nicht auszudenken, wenn Pöppelmann den Zwinger nicht in Dresden sondern an Werre, Aa oder Stadtgraben gebaut hätte. Dann hießen die heutigen Attraktionen der Kreisstadt nicht nur Brax, Ahlers, Bugatti, Weinrich oder MARTHa und der ICE nach Hannover hielte wohl auch am Bahnhof.

Noch bis 18. September sind in Herford im „Herforder Orgelsommer“ machtvolle Klänge zu hören, wenn in Herfords Kirchen  Werke des großen Komponisten und Pianisten Franz Liszt gespielt werden, dessen Geburtstag sich zum 200. mal jährt.  Das Programm ist hier herunterladbar.

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