Römerreste?

Römisches Kriegswerkzeug. Hastig zurückgelassen?

Es liegt in einem lichten FichtenEichenBuchenmischwäldchen. Scheinbar hingelehnt an ein Bäumchen. Leichte Brandspuren zieren das runde Rad. Bei Tacitus, dem römischen Geschichtsschreiber, der in unserer Gegend wohl sowas wie ein „embedded journalist“ gewesen sein muß, lesen wir über unsere Gegend:

Tacitus, der als einziger eine, wenn auch sehr vage Beschreibung von der Lage des Schlachtortes gibt, berichtet davon, dass der Heereszug des Germanicus 15 nach Chr. von der Ems aus, und was zwischen den Flüssen Ems und Lippe lag verwüstend, bis zu ‚den Äußersten der Brukterer‘ (einem Germanen­stamm) vorrückte. In der Nähe (haud procul) war der saltus teuto­burgiensis, der Teutoburger Wald, in dem die Gebeine der Gefallenen liegen sollten. ‚haud procul‘ beschreibt eine Entfernung von etwa drei bis vier Stunden, wobei offen bleibt, ob diese zu Fuß oder ander­weitig, z. B. auf einem schiff­baren Fluss, zurück­gelegt wurde.

Kein Wort also von zurückgelassenem Kriegsgerät. Rückfragen bei unseren historischen Museen in Bielefeld, Paderborn, Detmold und Minden brachten auch keine neuen Erkenntnisse.

Dann ließen wir die römischen Reliquien  doch per Lastkahn, Lastwagen und kräftigen Germanen zu einem Gelehrten schaffen. Seine Expertise fiel vernichtend aus:

„Ich muß Sie leider enttäuschen. Das sind eher bayerische Reste. Das Rad deutet auf die Herkunft aus einem Siemens-Kabelwerk hin“. Siemens? 

Nehmen wir das zur Kenntnis. Aber wir suchen weiter!

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