Rom. Aufgerollt.

Ungewöhnliche Dimension: Die sieben Meter lange "Tabula peutingeriana" in der Dalheimer Sonderausstellung "Macht des Wortes. Benediktinisches Mönchtum im Spiegel Europas". Foto: LWL/Tillmann

Sie ist knapp sieben Meter lang und nur 34 Zentimeter breit, und doch zeigt sie das gesamte römische Reich: Eine antike Straßenkarte steht am Dienstag, 8. November, im Mittelpunkt des Werkstattgesprächs „Dalheimer Kunst-Stück“ im ehemaligen Kloster Dalheim (Kreis Paderborn), dem LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. Die Dalheimer Sonderausstellung „Macht des Wortes. Benediktinisches Mönchtum im Spiegel Europas“ zeigt einen rund 300 Jahre alten Nachdruck der nach Konrad Peutinger, einem ihrer Besitzer, benannten „Tabula Peutingeriana“.
Die Karte verzeichnet 555 Ortsangaben und 3.500 weitere geografische Besonderheiten des römischen Reichs, viele bis heute bekannt. Das Original der Karte stammt aus der Spätantike. Sie war ursprünglich aus zwölf Pergamentblättern zusammengeklebt und wurde zur Aufbewahrung aufgerollt. Im 12. Jahrhundert wurde sie vermutlich in der berühmten Schreibstube des Benediktinerklosters auf der Bodenseeinsel Reichenau kopiert. Das Original ging verloren. (LWL)
 

Blog per E-Mail folgen

Aktuelle Artikel

Menü schließen