St. Georg in Brockhagen

An der Brockhagener Straße: St. Georg, ein Bau der Weserrenaissace

Überquert man auf der Brockhagener Straße die Gütersloher, sieht man bald hinter dem Verkehrskreisel die evangelische Pfarrkirche St. Georg. Wohl kaum jemand weiß, was es mit dieser recht mächtigen Kirche auf sich hat, steht der Name dieses Ortsteils von Steinhagen doch eher für die Future-Parade, die von 1997 bis 2004 (da wurde sie nach Bielefeld auf den Bahnhofsboulevard verlegt)  hier nach Art der so tragisch geendeten Love-Parade organissiert und hatte sehr regen Zuspruch. Das ganze Dorf mit seinen knapp über 3000 Einwohnern feierte damals mit. Jetzt freuen sie sich eher auf die Advents- und Weihnachtsgottesdienste in St. Georg. Innen ist die Kirche eindrucksvoll. Mit mächtigen Strebepfeilern im verputzten Saalbau wurde sie zwischen 1752 und 1754 errichtet. Den älteren Westturm mit seinem Spitzhelm datiert man auf  1568. Die Schallöffnungen am Turm im Bereich  der Glocke sind mit eindeutigen Elementen der  Weserrenaissance verziert. Der Altar stammt aus dem Jahr 1675 und hat zwei Altargemälde in Öl auf Holz, die Abendmahl und Auferstehung darstellen. Bei der Orgel aus dem Jahr 1661 ist man sich bis heute nicht sicher, ob sie vom Bielefelder Orgelbaumeister Hans Henrich Reinking stammt.

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