Jugend "keine Pfeifen", aber zum Teil auf dem Weg in "Kleinbürgerlichkeit"

Hurrelmann: "Asymmetrisches Aufeinanderprallen von Generationenklischees"

Professor Dr. Klaus Hurrelmann war bis zu seiner Emeritierung 2009 einer der bekanntesten Lehrenden an der Universität Bielefeld für Sozial- und Gesundheits- wissenschaften und ist seit 2009  als Senior-Professor an der Hertie School of Governance in Berlin tätig.  Seine wichtigsten Arbeitsgebiete sind die Bildungs- und Gesund- heitsforschung mit konkreten Problemstellungen zur Entwicklung von Schule, Familie, Kindheit und Jugend. An den letzten drei Shell-Jugendstudien 2002, 2006 und 2010 (TNS Infratest Sozialforschung, u.a. Bielefeld) war er als Mitglied des Leitungsteams beteiligt.
Die Studie 2006 trug den Titel „Eine pragmatische Generation unter Druck“ . Jetzt lautet die Kernaussage der 16. Shell Jugendstudie: „Eine pragmatische Generation behauptet sich“.  Shell Deutschland Oil GmbH läßt seit 1953 von unabhängigen Wissenschaftlern untersuchen, wie Jugendliche von 12 bis 25 Jahren ihr Leben und ihre Zukunftsaussichten beurteilen und welche Werte ihnen wichtig sind. Anhand einer repräsentativen Stichprobe von 2500 Jugendlichen in Deutschland entsteht ein breites und tiefenscharfes Portrait der jungen Generation. Durch die Wiederholung der Studie im Vierjahresrhythmus ist es außerdem möglich, die historischen Veränderungen nachzuzeichnen.
Prof. Dr. Klaus Hurrelmann (Bild: Universität Bielefeld)

Der ehemalige Bielefelder Professor kommt mit seinen Co-Autoren (u.a. Dr. phil. Gudrun Quenzel) zu der Ansicht, die heutige Jugend ohne Spitzenausbildung entwickle sich in Richtung Kleinbürgerlichkeit. Die „spießige Komponente“ resultiere aus der finanziellen Unsicherheit des Nachwuchses, der den sozialen Stand seiner Eltern halten wolle.
Die komplette 16. Shell-Jugendstudie findet sich hier.

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