Ganz oben ist OWL. Räumlich gesehen

OWL. Eine grobe Handskizze

Immer wieder tritt man mit der Frage an uns heran: „OWL? Ihr tragt das doch in Eurem Namen. Was ist das eigentlich?“. Gut, versuchen wir eine Beschreibung und Deutung. OWL Ostwestfalen-Lippe ist deckungsgleich mit Nordrhein-Westfalens nordöstlichem Regierungsbezirk Detmold. Mit den sechs Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke, Paderborn und der kreisfreien Stadt Bielefeld. Entlang der Autobahn A2 findet sich ein „Städteband“, das sowohl Einwohnermäßig als auch von der Bebauungsdichte her Schwerpunkte mit den Oberzentren Bielefeld und Paderborn, Mittelzentren und vielen Städten neben ausgedehnten ländlichen, schwach besiedelten Gebieten Akzente setzt.

Ostwestfalen-Lippe OWL ist zunächst einmal keine historisch so gewachsene Region, sondern enstand 1947 als Regierungsbezirk, nachdem sich das Land Lippe für die Zugehörigkeit zu Nordrhein-Westfalen entschieden hatte. Aus dem Zusammenschluß mit Ostwestfalen entstand die Region Ostwestfalen-Lippe. Abgekürzt OWL. 65 Jahre besteht dieser Begriff also in diesem Jahr. Und immer noch ist seine Benutzung keine Selbst- verständlichkeit in der Region. Zwar gibt es vielfältige Bemühungen, diese Abkürzung mit Leben zu erfüllen. Aber „OWL“ bedeutet nun mal im Englischen „Eule“. Die Industrie und Wirtschaft allgemein, sofern sie nicht in ganz engen Orts- oder Stadtgrenzen agiert, ist gedanklich weiter und spricht in ganz vielen Netzwerken über „Standort OWL“. Die Palette reicht von der „Bio-Tech-Region OstWestfalen Lippe e.V.“  über „it´s OWL“ bis zu „zig-owl„, in dem die regionalen Gesundheitseinrichtungen über die Kreisgrenzen hinaus zusammenarbeiten.

Apropos „Kreise“. Jeder macht sein eigenes Ding, obwohl es mit „OWL-Marketing“ ja ein Gemeinschaftsunternehmen der Kreise, der kreisfreien Stadt Bielefeld und der Wirtschaft  gibt.  Dennoch: Auch nach 65 Jahren ist das „Wir in OWL“-Gefühl nicht so ausgeprägt wie in anderen, künstlich entstandenen Regionen. Der Kreis Güterloh z.B. ist jetzt mit einem Internet-Portal tätig geworden, das „Lust auf den Kreis Gütersloh“ machen soll. Auf seine grünen Ecken, auf Kunst und Kultur, starke Unternehmen, Freizeit mit Familie und Menschen mit Engagement. „Das gilt auch ausdrücklich für Menschen, die bereits im Kreis Gütersloh leben“, heißt es dort.

Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der pro Wirtschaft GT des Kreises Gütersloh sagt dazu:
„Als Einzelkämpfer kommen wir nicht weit. Darum rufen wir die Unternehmen und Bürger im Kreis Gütersloh dazu auf, die Botschaften weiterzutragen, sich mit dem neuen Internetportal zu vernetzen und stolz auf den Kreis Gütersloh zu sein. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir den Kreis Gütersloh noch weiter nach vorne bringen.“  Weitere Aktionen für den „ErfolgsKreis-GT“ sind geplant.

Schön und gut. Aber „Living in OWL“ ist das eher nur in einem westlichen Teil Ost- westfalen-Lippes. Lebensgefühl – „Living“ – wie wir es bewußt nennen, ist weitaus mehr. Wir arbeiten daran, Menschen hierzulande nicht nur das Gefühl zu geben, in einem starken Kreis zu leben sondern in einer der stärksten und landschaftlich schönsten Regionen Deutschlands. Jährlich fahren auf den Autobahnen und Bahnstrecken Millionen durch die Region. Hindurch. Die Zahl derer, die sich gezielt oder ungezielt anschauen, wo Hermann der Cherusker steht, was die „Porta Westfalica“ bedeutet, was Rilke hier auf Gut Boeckel machte, warum die Kunsthalle Bielefeld über die Region hinaus Bedeutung hat, ist weitaus geringer als sie sein könnte.

„Living in OWL“ ist das Lebensgefühl einer in jeder Hinsicht starken Region. Wir zeigen es und schreiben darüber.

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