Ohne Knut war früher Lametta irgendwie anders

Da kommt zusammen, was zusammen gehört

Ein blaugelb schwedisch angehauchtes Möbelhaus am Bielefelder Südring wirbt ja im TV mit „Knut“. Jenem Tag, an dem angeblich in Schweden, Norwegen und Finnland die Weihnachtsbäume nur so aus den Fenstern fliegen. So, wie die meisten Artikel des Schwedenmöblers nicht aus Schweden kommen ist auch „Knut“ ein Marketinggag. In den skandinavischen Ländern feiert man zwar „Tjugondedag“ – St. Knuts-Tag – aber der Hintergrund ist eher kein verkaufstechnischer. Es ist der 20. und letzte Tag der Weihnachtszeit und wird am 13. Januar gefeiert, indem feierlich Kerzen, Weihnachts-schmuck und die letzten Süßigkeiten entfernt werden. Dann wird er aus der Wohnung befördert. Wozu man relativ selten das Wohnzimmerfenster im 3. Stock nimmt. Gewidmet ist  der Tag Knut IV., dem Heiligen, König von Dänemark.  Behauptet wird, dass König Knut IV. die Anordnung gegeben habe, die Weihnachtszeit auf 20 Tage zu verlängern und dass der Tag deshalb so genannt wird.

Die meisten Leute stellen ihren abgeliebten Baum schon jetzt an die Wegekreuze, wo die Landjugenden sie unter „feierlichen“ Gesängen und viel Weizenkorn mit Cola dann per Traktor und Anhänger abholen.

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