Der Garten im Winter – Zaubernuss (Hamamelis)

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn

Die Zaubernuss gehört zu den schönsten im Winter blühenden Gehölzen. In dieser dunklen Jahreszeit ist sie der absolute Blickfang im Garten. Außergewöhnlich sind die Blütenblätter, die an Lametta erinnern, feine Fäden in gelb, orange oder rot. Die Blüte an sich ist kaum als solche zu erkennen. Eigentlich sieht man nur diese kleinen Fädchen, die mit ihrer intensiven Farbe im blütenarmen Januar besonders hervortreten.

Zaubernüsse wachsen recht langsam, höchtens 50 cm im Jahr. Ausgewachsen können sie bis zum 5 Meter hoch werden. Neben der Blütenpracht im Winter ist auch das bunte Herbstlaub sehenswert. Der Standort sollte wegen des breiten Wuchses gut gewählt werden. Ein dunkler Hintergrund macht ich bei gelb blühenden Pflanzen besonders gut.

Bei der Zaubernuss, auch Hamamelis genannt, handelt es sich um eine traditionelle Heilpflanze. Rinde und Blätter wirken besonders stark zusammenziehend und entzündungshemmend. Daher wird sie häufig zur Wundbehandlung eingesetzt und ist Bestandteil zahlreicher Cremes und Salben.

Zaubernuss
Zaubernuss (Hamamelis) mit gelben Fäden

Steckbrief Zaubernuss:

Pflanzenname lateinisch: Hamamelis
Pflanzenfamilie: Hamamelidaceae (Zaubernussgewächse)
Wuchsform: sparrig, breit ausladend
Blüte: leuchtend, quastenartig am kahlen Zweig
Blütezeit: ab Januar
Blätter: eiförmig, oberseits glänzend
Boden: mäßig nährstoffreich, feucht, kalkfrei, nicht völlig austrocknen lassen
Topfpflanzung: möglich
Pflege: pflegeleicht, wenn der Standort stimmt
Krankheiten: widerstandsfähig
Standort: Sonne bis Halbschatten
Vermehrung: Absenker
Winterhärte: Blüten überstehen strengen Frost
Wuchshöhe: 3 – 5 m
Verwendung: Steingarten, Gartenkübel, Terrasse, Staudenrabatten
Bemerkung: Blüte bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (bis zu – 10°C), ist eine botanische Rarität.

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