Im Detail liegt oft die Schönheit

Der Apothekenerker am Lemgoer Rathaus

Die Region OWL ist reich an prachtvoll mit Schnitzereien verzierten Häusern. Ob Fachwerkhaus oder steinerner Bau, die Bürger damals wußten ihren Reichtum schon zu zeigen. Wie sich das äußerte, mußten die Lippischen Fürsten aus Detmold erfahren, als sie ihr Residenzschloß Brake nicht in den Mauern der Hansestadt Lemgo bauen durften und kurzerhand vor die Stadtmauern gesetzt wurden. Heute noch zeugen viele Details an Bauten in der Lemgoer Altstadt von dem damaligen Reichtum. Direkt am weitläufigen Marktplatz ist der Apothekenerker des Rathauses ein Beispiel für den Stolz der reichen Hansekaufleute.

Detail am Fachwerkrathaus in Schwalenberg

Was die adeligen Bauherren an ihren Schlössern von Steinmetzen umsetzen ließen, das war für die Bürger die Schnizzkunst der Bildhauer. In der Altstadt von Wiedenbrück beispielsweise gibt es ganze Straßenzüge und Plätze mit sehr gut erhaltenen „geschnitzten Bidern“ an den Fachwerkhäusern.

Fachwerkhaus von 1621 in Wiedenbrück

Living in OWL wird im Frühjahr mit einer Serie von Reportagen über die schönen, geheimnisvollen oder romantischen Landstriche der Region beginnen. Dieser Mixtur aus der Wehrhaftigkeit des Mittelalters, der Weltoffenheit der Renaissance oder der verspielten Leichtigkeit des Rokoko und Bauten der Moderne: Alles ist hier zu finden und das „Lob der Heimat“ ist stolz in eine Sandsteinplatte des Brakeler Rathauses gemeißelt. Hier geht es zwar um „Brokel“. Aber es wäre kein Problem, nahezu jede Stadt und Gemeinde von Ostwestfalen-Lippe da einzusetzen.

"O Brokel Du Bist Erenprys; Wo Findt Men Dynes Gliken? In Düdschland So Ne Stad Ni Is; Se Mött Dy Olle Wyken." Hochdeutsch: "O Brakel du bist Ehrenpreis; Wo findet man deinesgleichen? In Deutschland gibt es nicht noch so eine Stadt; Sie müssen dir alle weichen."

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