Mit Hans-Jörg „Hansi“ Dunker „Am Osterfeuer“

Nicht nur daran erkennt man den Maitre: Bestickung auf der Kochjacke.

Hans-Jörg Dunker (Jahrgang 1967), den man meist nur „Hansi“ ruft, hatte illustre Stationen in der weiten Welt absolviert, bevor er 1992 zu seinem Vater Heinz in das Restaurant „Am Osterfeuer“ in Herfords  Hellerweg 35 zurück kam. Nach der Ausbildung im „Maritim“ in Bad Salzuflen, kochte er im Landhaus Stricker auf Sylt, „Victorian“ und Hilton in Düsseldorf, „Marriott Marquis“ New York und schließlich im Jefferson-Hotel in Washington D.C.  2000 übernahm er in vierter Generation der überaus gastlichen Familie dann den Marschallstab als Herr über Küche und Restaurant.

So haben es die Dunkers schon gehalten, als August Friedrich Dunker und seine Anna heirateten und die Bäckerei Dunker in der Altstätter Feldmark 162 eröffneten. Fünf Söhne und eine Tochter gingen aus der Ehe hervor. Sohn Heinrich heiratete eine Margarethe und zusammen übernahmen sie die Bäckerei, eröffneten 1954 eine Gaststätte und erweiterten sie durch einen Festraum. Nach der neu gebauten gleichnamigen Siedlung erhielt die Gaststätte den Namen „Am Osterfeuer“.  So heißt sie bis heute. Die Familiengeschichte spinnt sich weiter. Der 1940 geborene Sohn Heinz übernahm 1966 mit Ehefrau Rosemarie „Rosie“ die Bäckerei. 1967 kam „Hansi“ Dunker zur Welt, 1971 Schwester Michaela. Im gleichen Jahr übernahmen Heinz und Rosie auch die Gaststätte und erweiterten um eine Kegelbahn, der noch zwei weitere folgten.

Der Kreis schließt sich. Hans-Jörg hatte vorsichtig seine international gesammelte Erfahrung in die gutbürgerliche Erfahrung in die gutbürgerliche Küche seiner Mutter und Großmutter eingebracht.

HJ Dunker (Bild: Mönks) Mit freundlicher Genehmigung

Die  Speisekarte ist den westfälischen Wurzeln verbunden, hat aber auch mediterrane Einflüsse. Als Mitglied des VereinsWestfälisch genießen hält der Weitgereiste die traditionelle westfälische Küche für so lecker und vielseitig, dass es schade sei, diese Quelle nicht zu nutzen. So findet man dann eben auf seiner Speisekarte das Filet vom Weideochsen mit Stampf- kartoffeln neben Steinbutt und Jakobsmuschel in Hummer- schaum mit Champagnerrisotto. Seinen Gästen gefällt das „Am Osterfeuer“ und nicht nur die strengen Kritiker des Gault Millau verliehen ihm 13 Punkte. Michelins „Bib Gourmand“ konnte ebenfalls Dunkers Küche nicht widerstehen.

Die Karten sind fein für fast jeden Geschmack zusammengestellt und können online abgerufen werden. Ob man das eigentliche Restaurant wählt, der romantischen Atmos- phäre des Kaminzimmers „erliegt“, mit bis zu 120 Gästen im großen Saal feiert oder im

Stilvoll. Das Kaminzimmer im "Am Osterfeuer" Bild: Privatbesitz HJ Dunker

Sommer auf der Gartenterasse sitzt. Stets spürt man, was dieses traditionsreiche Haus ausmacht: Man „kümmert“ sich nicht nur, man „ißt, trinkt und feiert bei Freunden“.

„Wir machen grade unsere letzten Gänse und erfüllen damit einen besonderen Wunsch“ lächelt Hansi Dunker, als wir in der kleinen aber feinen Küche seine Mitarbeiter beim Vorbereiten veritablen Federviehs erblicken. Und was plant er sonst? „Jetzt verabschiede ich mich in einen kleinen Karnevalsurlaub nach Düsseldorf. Aber danach sprechen wir über Feines vom Wild wie zum Beispiel Reh und Bärlauch. Es geht bald los“.

Hans-Jörg Dunker. Wir werden Sie beim Wort nehmen!

Restaurant „Am Osterfeuer“ Hans-Jörg Dunker
Hellweg 35 32052 Herford
Tel. 05221 70 210 Fax 05221 70 240
Mi – Sa ab 18 Uhr So 12 – 14 Uhr und ab 18 Uhr
oder nach Vereinbarung
Fragen Sie nach den Kochkursen und dem Catering.

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