„Mehr Licht“. Oder: Geheimnisse der Pflanzenvorzucht

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn

Immer wenn der Frühling naht, möchten viele Gartenfreude lieber heute als morgen tätig werden. Da im Freiland jetzt nur wenig möglich ist, ist das Vorziehen von Pflanzen im Haus angesagt. Für eine gute Entwicklung müssen jedoch einige Grundvoraussetzungen gegeben sein.  Selbstverständlich müssen keimfähiges Saatgut, entsprechendes Substrat und Feuchtigkeit vorhanden sein. Weniger bekannt ist, dass kräftige Sämlinge sich nur entwickeln, wenn Temperatur und Licht im richtigen Verhältnis stehen. Die nötige Keimtemperatur ist im Haus vorhanden, bzw. regelbar. Für das notwendige Licht wird fast immer der Platz auf der Fensterbank gewählt. Nach der entsprechenden Keimdauer freut man sich über die aufgehende Saat und das rasante Wachstum. Wenn aber statt kräftiger gesunder Pflanzen nur lange, blasse zum Umfallen neigenden Sämlinge  wachsen, hat etwas Entscheidendes gefehlt.

Die jungen Pflanzen benötigen ein bestimmtes Verhältnis zwischen Temperatur und Licht. Die Temperatur passt meistens, aber wenn dann nicht im erforderlichen Umfang Licht zur Verfügung steht, strecken sich die Pflänzchen danach und bilden überlange Triebe aus.  Viele Sämlinge keimen im Freiland ca. Frühlingsanfang. Die Tageslichtdauer am 21.März beträgt zB. in Bielefeld 12:16 Stunden. Würde am 01. Februar ausgesät, beträgt die Tages-lichtdauer nur 9:06. Stunden, es fehlen also 3:10 Stunden.

So zieht man im richtigen Licht Tomaten vor Bild: Jürgen Hahn

Die Abhilfe bestehen somit darin, entweder später mit der Aussaat zu beginnen, die Sämlinge an einen kühleren Platz zu stellen, oder für mehr Licht (Pflanzenleuchten) zu sorgen.

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