Zu Besuch in Silvia Pollmanns „Leopoldstaler Hof“

Repro einer Postkarte von 1922. Damals "Gasthof zum Bahnhof". Heute "Leopoldstaler Hof"

Es ist eine der schönsten und zugleich geschichtsträchtigsten Gegenden von Ostwestfalen-Lippe. Horn-Bad Meinberg, Ortsteil Leopoldstal. Silvia Pollmann, Hotelmeisterin und resolut-gestandene Chefin des „Leopoldstaler Hof“ erzählt uns aus ihrer lippischen Heimat und der langen Tradition des seit 1997 von ihr geführten unweit des Leopoldstaler Bahnhofes gelegenen Hotel-Restaurants.

Silvia Pollmann

„Wissen  Sie eigentlich, wie der Lipper Kaffee kocht? Er kocht Wasser und hängt eine Kaffeebohne darüber. Das Ganze stellt er in die Sonne. Wenn die Sonne den Schatten auf das heiße Wasser wirft, ist der Kaffee fertig“. Silvia Pollmann lacht herz- lich und serviert dann einen richtig guten, heißen, schwarzen Kaffee und erzählt von der Zeit, als ihre Eltern 1967  den bereits 1902 als Gasthof erbauten Bau an der Leopoldstaler Straße übernahmen. Es war die „Belle Epoque“ und viele Wanderer besuchten gerne den nahe bei Steinheim gelegenen Velmerstot, den höchsten Berg des Eggegebirges mit – je nach Standort – seiner „lippischen oder preußischen Bergkuppe“. Oder wie heute noch die mystischen Externsteine oder das Hermannsdenkmal.

Ein Bild des Leopoldstaler Architekten Hans Winter von 1967

Eigentlich wollte Silvia nach dem Gymnasium in Detmold Reiseverkehrskauffrau werden. Aber es kam mangels Lehrstelle anders. Sie lernte Hotelfachfrau im Schwarzwald und machte in Husum ihre Meisterin. Was hat das familiär geführte große Haus der gestandenen Fachfrau zu bieten? Vielfältiges. So gibt es eine rustikalere Stube mit lippischen Anklängen und alten Fotografien, ein elegant eingedecktes Restaurant, einen hellen Wintergarten und eine im sonnigen Sommer sicher einladende Terrasse.

Das Restaurant und der Wintergarten
Küchenchef Dieter Wolf in seinem Reich

Küchenchef ist seit 1997 Dieter Wolf, aber Silvias Mutter hilft in Zeiten großen Betriebs auch nach 30 Jahren als Köchin noch aus. Auf der reichhaltigen Speisekarte stehen natürlich verschiedene Variationen köstlicher Schnitzel – wir konnten uns davon überzeugen. Aber auch der saisonalen Küche ist man mit Wild und Hirsch aus den Lippischen Wäldern zugetan und Fisch von Scholle bis Seeteufel nicht abgeneigt. Feinschmecker dieser Richtung können im Leopoldstaler Hof ebenso ihrem Geschmack frönen, wie es die vegetarische Richtung gibt.

Schnitzel. So saftig wie sie sein müssen und ausgezeichnete Pommes frites

Nur kleiner Hunger? Oder einfach nur ein gut gezapftes Bier? Oder im Sommer Kuchen und Eis? Kegeln auf zwei Kegelbahnen? Auch das bietet der Leopoldstaler Hof.

Kegeln in lustiger Runde? Kein Problem auf zwei hauseigenen Bahnen

Parktplätze gibt es genügend und Kegelspiele haben wir hier. Wenn Sie also demnächst mal durch Leopoldstal durch Richtung Bad Driburg fahren, achten Sie in Blickweite des Bahnhofs ( übrigens Endpunkt des Hermannsweges) rechterhand auf  dieses historische Gebäude.

Der Leopoldstaler Hof

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