Es war wieder so weit: Grünkohl

Der erste Frost ist drüber – Grünkohlzeit

Aufmerksame Leser von Living in OWL werden sagen: „Hach. Der Küstennebel vor einem Jahr. Rüm hart – klar kimming aus rauen Kehlen. Das Service, der Grünkohl, die Würste – das kennen wir doch“. Klar, es begibt sich ja auch immer um diese Zeit, das ein formidables Grünkohlessen „mit allem Drum und Dran“ angesetzt ist.

Früher war Grünkohl ein arme-Leute-Essen. Heute ist er eine norddeutsche Spezialität. Besonders in Oldenburg und Bremen darf der Grünkohl von November bis Februar nicht fehlen. Oldenburg krönt jedes Jahr den Oldenburger Kohlkönig. Da wollen wir doch im kleinen Rahmen keinesweg zurückstehen.

Die Grünkohl-Saison beginnt, wenn der erste Frost über die Felder gezogen ist. Denn kriegt der grüne Kohl jenen Geschmack, weil Zuckergehalt ansteigt. Auch lockert der erste Frost die Blattstruktur und macht den Kohl bekömmlicher.

Grünkohl enthält viele gute Nährstoffe. Da ist Kalium, von dem schon 100 Gramm der grünen, krausen Blätter 490 mg enthalten. Auch der Kalziumgehalt ist Klasse: 2 mg pro 100 Gramm Kohl. Dazu kommen die Vitaminie A und C.

Wenn man frischen Grünkohl zubereitet, bleibt am Ende nicht viel übrig. Die die Strünke werden entfernt und der Kohl sinkt beim Garen in sich zusammen. Für zwei Portionen Grünkohl braucht ein gutes Kilo Frischware. Grünkohl riecht bei der Zubereitung etwas unangenehm, was durch die Schwefelverbindungen kommt, die beim Kochen freigesetzt werden.

Zwar schmeckt der Aufgewärmte vielen besser, hat aber in diesem Zustand einen hohen Nitritgehalt. Das im Grünkohl enthaltene Nitrat wird beim langsamen Abkühlen und erneuten Aufwärmen in Nitrit umgewandelt. Also nicht zu häufig zum aufgewärmten Kohl greifen oder besser frisch zubereiten. Ungedüngter Grünkohl aus Öko-Anbau hat meist weniger Nitrat, als Kohl aus konventionellem Anbau.

 

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