Walpurgisnacht an den Externsteinen

 

P1040184 Telekom entdeckt Externsteine

Unser ostwestfälischer Brocken sind die  Externsteine, wo sich heute, wie jedes Jahr in der Nacht zum 1. Mai,  ein schillerndes Völkchen tummeln wird. Hexen, Esoteriker, Druiden und Wünschelrutengänger können hier tanzen, musizieren oder was immer sie in dieser schönen Natur zu tun lieben. Praktisch wäre allerdings ein fliegender Besen. Der Parkplatz vor den Externsteinen wird nämlich geschlossen sein.

Aller guten Dinge sind drei

Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte hat Arminia Bielefeld es ins Halbfinale des DFB-Pokals geschafft. Heute Abend geht es nun gegen den VfL Wolfsburg, immerhin Platz 2 der Bundesligatabelle.

Wer keine Karten ergattert hat, kann sich das Spiel in der ARD anschauen oder im CinemaxX auf der Großleinwand. Anstoß ist 20.30 Uhr.

Living in OWL drückt unseren Jungs die Daumen!!!

Video: Julian Zreik

Traurigkeit, die jeder kennt

Mohnblume Living in OWL

Man weiß von vornherein, wie es verläuft.
Vor morgen früh wird man bestimmt nicht munter.
Und wenn man sich auch noch so sehr besäuft:
Die Bitterkeit, die spült man nicht hinunter.

Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund.
Und angefüllt ist man mit nichts als Leere.
Man ist nicht krank. Und ist auch nicht gesund.
Es ist, als ob die Seele unwohl wäre.

Man will allein sein. Und auch wieder nicht.
Man hebt die Hand und möchte sich verprügeln.
Vorm Spiegel denkt man: „Das ist dein Gesicht?“
Ach, solch Falten kann kein Schneider bügeln!

Vielleicht hat man sich das Gemüt verrenkt?
Die Sterne ähneln plötzlich Sommersprossen.
Man ist nicht krank. Man fühlt sich nur gekränkt.
Und hält, was es auch sei, für ausgeschlossen.

Man möchte fort und findet kein Versteck.
Es wäre denn, man ließe sich begraben.
Wohin man blickt, entsteht ein dunkler Fleck.
Man möchte tot sein. Oder Gründe haben.

Man weiß, die Trauer ist sehr bald behoben.
Sie schwand noch jedes Mal, so oft sie kam.
Mal ist man unten, und mal ist man oben.
Die Seelen werden immer wieder zahm.

Der eine nickt und sagt: „So ist das Leben.“
Der andre schüttelt seinen Kopf und weint.
Wer traurig ist, sei’s ohne Widerstreben!
Soll das ein Trost sein? So war’s nicht gemeint.

Erich Kästner

Smalltalk

ALEXANDER GRAF VON SCHÖNBURG liest 
am Montag, 04. Mai 2015, 19.30 Uhr
im „Gräflicher Park Hotel & Spa“ Bad Driburg

Foto: Benno Kraehahn
Foto: Benno Kraehahn

Sokrates’ Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ ist die zentrale philosophische Erkenntnis der Menschheit. Wie recht er hatte! Doch das Leben lässt sich meistern, auch wenn man mal nicht den wirklichen Durchblick hat. Solange Sie in der richtigen Situation das Richtige sagen.

Nach zwanzig Zeilen ist der Ratgeberteil des Buches abgehakt. Dann erklärt Alexander Graf von Schönburg mit Witz und Verve alles Wichtige über die Kunst des stilvollen Mitredens. Als Experte für alle Fragen des stilvollen Auftritts lautet sein dringender Rat: Halten Sie sich an die geeigneten Themen! Ob Gottesteilchen, der neue Tarantino oder die Paradoxien des Buddhismus: Wer Smalltalk beherrscht, vermag auch die auswegloseste Gesprächssituation glamourös und mit Stil zu bestehen. Alexander Graf von Schönburg liefert eine charmante Handreichung für die Kunst des kleinen Gesprächs – Smalltalk, die Königsdisziplin der Konversation – und zugleich ein heiteres Glossar der Gegenwart. Er zeigt: Smalltalk ist als Kulturtechnik kaum zu überschätzen.

U1_978-3-87134-787-0.indd„Es nimmt für Alexander von Schönburgs Buch über die ‚Kunst des stilvollen Mitredens’ ein, dass es den Smalltalk nicht als Handwerk der Vertreter, Verkäufer und Kundenberater lehrt. Dies ist glücklicherweise kein Ratgeber nach den Regeln des Genres. … Er plaudert lieber und entfaltet im Smalltalk mit sich selbst das Ideal einer freundlichen, absichtslosen Konversation, eines Spiels, in dem alle gewinnen. In diesem Spiel entscheidet nicht das Thema, sondern die Angemessenheit der Züge. Frech, elegant, schmeichelnd darf man sein, auch überraschend, aber nie überfallend. Man soll durchaus provozieren, aber niemanden vor den Kopf stoßen. Wenige Maximen gewähren denkbar größte Freiheit. Im Grunde ist alles erlaubt, sofern es nicht langweilt oder das Gespräch erstickt: ‚Alles was man sagt, muss Raum für Gegenrede bieten’.“ (Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 11.01.2015)

ALEXANDER GRAF VON SCHÖNBURG

Der Bruder von Gloria von Thurn und Taxis, Alexander von Schönburg, hat unter anderem für „Die Zeit“, die „Vanity Fair“ und die „Vogue“ geschrieben. Er war Redakteur der „FAZ“ und Chefredakteur von „Park Avenue“, seit 2009 ist er Mitglied der „Bild“-Chefredaktion. Seine Bücher „Die Kunst des stilvollen Verarmens“ (2005), „Das Lexikon der überflüssigen Dinge“ (2006) und „Alles, was Sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“ (2008) waren Bestseller. Alexander von Schönburg lebt mit seiner Familie in Berlin.

VORVERKAUF

Der Eintrittspreis für die Lesung beträgt im Vorverkauf 10 Euro, an der Abendkasse 3 Euro mehr (außer Mitglieder der Diotima Gesellschaft). Schüler/Studenten haben freien Eintritt bei Vorlage ihres Ausweises. Karten können an den bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden:

  • Buchhandlung Saabel, Lange Str. 86, Bad Driburg, Tel. 05253 4596
  • Bad Driburger Touristik GmbH, Lange Str. 140, Bad Driburg, Tel. 05253 9894-0
  • Gästeservice Center im Gräflichen Park, Bad Driburg, Tel. 05253 95 23700
  • Buchhandlung Linnemann, Westernstr. 31, 33098 Paderborn, Tel.: 05251 28550

Oder schicken Sie eine E-Mail an info@diotima-gesellschaft.de

Das gallische Dorf

Die Bielefelder "Alm", aus der Luft fotografiert von Hartmut Lampart
Die Bielefelder „Alm“, aus der Luft fotografiert von Hartmut Lampart

Wer sagt: „Ich komme aus Bielefeld“ bekommt oft Spott zu hören. Das Image der Stadt schwankt zwischen langweilig, provinziell und hässlich. Manch einer behauptet gar: „Die Stadt existiert nicht!“ Doch jetzt ist sie wieder in vieler Munde, seit dem historischen Einzug ihres Fußballklubs Arminia ins Halbfinale des DFB-Pokals. Früher spielte der Verein in der Bundesliga, aktuell reicht es nur für die dritte Liga. Und nun also die Runde der letzten vier, ein Spiel gegen Wolfsburg, live im Fernsehen. Eine Stadt fühlt sich endlich wahrgenommen. Eine Stadt, die wenige wirklich kennen.

Dieser Text ist Teil eines lesenswerten Berichts in der WELT.