Elfen, Trolle und Feen

Es gibt sie nicht nur auf Island, sondern vereinzelt auch in OWL. Elfen, Trolle und Feen. Wir Menschen werden ihrer nur sehr selten ansichtig. Zwei allerdings zeigten sich uns und ließen sich sogar fotografieren:

Troll

Neunzig Prozent der Einwohner Islands halten die Existenz von Elfen für möglich, über die Hälfte glauben fest an sie.

… noch ein Troll

Das Bauministerium Islands beschäftigte zeitweise sogar einen Volkskundler, der sich vor dem Beginn von Straßenbauarbeiten um Elfen-Häuser kümmern musste. Zu oft war es schon vorgekommen, dass vertriebene Elfen den ganzen Zeitplan durcheinanderbrachten. Planierraupen funktionierten auf einmal nicht mehr, oder es kam zu häufigen Unfällen auf der Baustelle.

Mehr interessante Dinge über Elfen auf Island können Sie hier lesen.

Dalheimer Sommer: „Der Liebeswahn“

Lichtenau-Dalheim (lwl). Jubiläumsjahr für den Dalheimer Sommer: Seit 20 Jahren holt das renommierte Kulturfestival Musik und Theater ins Kloster Dalheim (Kreis Paderborn), heute Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.

Gefährliche Liebschaft: Rebecca Martin (Mezzosopran), Marie Friederike Schöder (Sopran) und Jakob Huppmann (Countertenor) nehmen ihr Publikum mit in die Unterwelt. Foto: LWL/Tillmann
Gefährliche Liebschaft: Rebecca Martin (Mezzosopran), Marie Friederike Schöder (Sopran) und Jakob Huppmann (Countertenor) nehmen ihr Publikum mit in die Unterwelt.
Foto: LWL/Tillmann

Zur Jubiläums-Spielzeit bietet das Festival seinen Gästen mit „Der Liebeswahn“ eine Sommer-Oper auf dem Land. Sänger und Schauspieler rund um das Orchester der hochkarätigen „Batzdorfer Hofkapelle“ eröffnen den „Dalheimer Sommer“ am Freitag (29.7.) um 19 Uhr mit rasanten Werken aus Georg-Friedrich Händels jungen Jahren in Rom. Unter Anleitung des Marchese Franceso Maria Ruspoli (Schauspieler Utz Pannike), dem damals wichtigsten weltlichen Mäzen der Stadt, wird der illustre Künstler- und Gelehrtenzirkel „Academia dell’arcadia“ im historischen Dalheimer Schafstall mit Witz und Ironie zu neuem Leben erweckt. Das Publikum wird Teil der Szene und kann die Handlung mitbestimmen. „Klingt intellektuell“, sagt der musikalische Leiter der Inszenierung Stephan Rath, „macht aber Spaß.“

Die Premiere der Oper „Der Liebeswahn“ findet am Freitag (29.7.) um 19 Uhr im Kloster Dalheim statt, drei weitere Aufführungen folgen: Samstag (30.7.) um 16 Uhr (15 Uhr Einführung), Samstag (6.8.) um 19 Uhr, Sonntag (7.8.) um 16 Uhr (15 Uhr Einführung).

Veranstalter des Festivals sind die Stiftung Kloster Dalheim und der Verein der Freunde des Klosters Dalheim e.V.

Karten gibt es unter Telefon 05292 9319-224, unter http://www.dalheimer-sommer.de oder an der Abendkasse.

 

Leuchtpunkt im Wald – der Aronstab

Beim Spaziergang fallen sie zurzeit ins Auge, kleine Stängel mit roten Beeren am oberen Ende – Farbkleckse auf dem Grün des Waldbodens.

Aronstab

Es handelt sich um den Aronstab, eine Pflanze, die zunächst recht unscheinbar aussieht. Im Frühjahr bildet sie dunkelgrüne Blätter, in deren Mitte – einem Kerzendocht gleich – ein brauner Kolben aufragt. Erst zum Ende des Sommers entwickeln sich die Beeren, die außer für Vögel – hoch giftig sind.

Was es mit dieser bizarren Pflanze sonst noch so auf sich hat, ihr besonderes Verhältnis zu Insekten und ihre Heizfunktion, erklärt dieser interessante Artikel im Focus.

 

 

Zarte Schönheit am Ackerrand

Blue Flax Flowers, Linum usitatissimum

Mit ihren fragilen, pastellfarbenen Blüten ist der Leinsamen eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Sie ist Heilpflanze und Rohstoff zugleich. In grauer Vorzeit wurde Leinsamen – auch Flachsbeere genannt – zur Herstellung von Stoffen und Seilen genutzt. Später haben Ärzte die heilsame Wirkung dieser Wunderpflanze entdeckt. Geschwüre, Darmträgheit und sogar Sonnenbrand wurde mit dem Samen behandelt. Hildegard von Bingen (1098 – 1179) entdeckte die schmerzstillende Wirkung von Umschlägen mit Leinsamen.

Die in der Leinsamenschale enthaltenen Schleimstoffe wirken zugleich schmerzstillend, abführend und beruhigend. Pharmakologen konnten auch nachweisen, dass die Ballaststoffe im Leinsamen gegen verschiedene Krebsarten schützen können. Und täglich ein Löffel Leinöl beugt dem Herzinfarkt vor. Ebenfalls nachgewiesen ist die Wirkung der Linolsäure bei Hauterkrankungen.

Vielseitig einsetzbar ist diese alte Heilpflanze. Das sagt auch schon der lateinische Name: Linum Usitatissimum (vielfältig nutzbar).

 

Foto: fotolia

 

Ein Sommer voller Stockrosen

stockrosen Living in OWL

Wie kaum eine andere Blume verkörpert sie den Hochsommer. Und erinnert uns an Urlaube in Dänemark, wo man sie vor fast allen Häusern bewundern kann. Eigentlich ist der Name Stockrose irreführend: Die Stockrose ist kein Rosen-, sondern ein Malvengewächs. So gesehen ist der ebenfalls gängige Name Stockmalve zutreffender. Wie auch immer: es heißt, die Stockrose soll die Lieblingspflanze von Johann Wolfgang von Goethe gewesen sein. Und sie gehört zu einem Bauerngarten ganz einfach dazu.

Es gibt sie von Weiß über Hellrosa, kräftigem Pink bis hin zu Schwarzrot (Alcea rosea Nigra). In Gelb ist sie auch zu haben, wenn auch seltener als in den rosaroten Tönen.

Die einfache Stockrose ist zweijährig, das heißt sie wird im Spätsommer ausgesät und blüht dann im nächsten Sommer.

Lateinischer Name: Alcea rosea
Familie: Malvengewächse
Aussaatzeit: September/Oktober
Keimdauer: 2-3 Wochen
Standort: Beet, Wiese, vor Hauswänden oder Zäunen
Pflege: pflegeleicht, mag aber Sonne
Witterungsbeständigkeit: Die Stockrose benötigt Wärme und sollte vor Wind geschützt werden. Im Herbst sät sie sich neu aus, so dass aus den Samen im nächsten Jahr neue Pflanzen werden.
Boden: Durchlässig bis lehmig, mäßig trocken, mittlerer bis hoher Nährstoffgehalt
Dünger: Stickstoffhaltiger Dünger ist für Stockrosen am besten – aber nur im Frühjahr. Später nicht mehr düngen.
Blütezeit: Juni-Oktober

Foto: Martina Chmielewski – Fotolia.com

Mal wieder Kind sein

Ein-großer-Mensch-ist-derjenige,-der-sein-Kinderherz-nie-verliert_web

Auf dem Spielplatz schaukeln, ein Schokokuss-Brötchen essen, Seifenblasen machen, sich ganz tief in den Sand einbuddeln lassen, daran glauben, dass Sternschnuppen Wünsche erfüllen, in Gummistiefeln durch Matsch und Pfützen laufen, einen Schneeengel erschaffen, mal wieder etwas zum ersten Mal tun. Kaum zu glauben, was das für Energien frei setzt.

Und damit Ihr daran denkt, dass es nie zu spät ist, die Welt neu (oder wieder) zu entdecken, gibt es diese  Postkarte.

Peter Vennebusch, der Macher des Ostwestfälischen Wortschatzes, hat eine  Serie von 25 einzigartigen „Wortschätzen“ mit den Themen Glück, Liebe, Weisheit, Freundschaft, Mut und Dankbarkeit kreiert. Living in OWL wird jede Woche eine davon vorstellen.

Erhältlich sind sie im Schöne-Dinge-Shop.

Sommer

blaue blüte

Ihr singt von schönen Frühlingstagen,
Von Blütenduft und Sonnenschein,
Ich will nichts nach dem Frühling fragen,
Nein Sommer, Sommer muss es sein.

Wo alles drängt und sich bereite 
Auf einen goldnen Erntetag,
Wo jede Frucht sich schwellt und weitet
Und schenkt, was Süsses in ihr lag.

Auch ich bin eine herbe, harte,
Bin eine Frucht, die langsam reift.
O Glut des Sommers, komm! Ich warte,
Dass mich dein heisser Atem streift.

(Gustav Falke 1853-1916, deutscher Schriftsteller)

Foto: Franz-Josef Kohstall