Ralf Wigand: Schockdiagnose Krebs – Teil 1

Allein im Jahr 2014 gab es in Deutschland schätzungsweise 476.000 Krebsneuerkrankungen, davon etwa 249.000 bei Männern und 227.000 bei Frauen. Am häufigsten betroffen sind Brust, Darm, Prostata und Lunge. Bislang können die bundesweiten Neuerkrankungen nur geschätzt werden, weil noch nicht aus allen Bundesländern flächendeckende, vollzählige Daten übermittelt werden. Für 2018 wird mit einem weiteren Anstieg der Zahlen gerechnet. Momentan erkrankt jeder zweite Mann und jede zweite Frau im Laufe des Lebens an Krebs. Den Betroffenen droht eine düstere Perspektive mit den Optionen Operation, Bestrahlung und Chemotherapie.

livinginowl: Was raten Sie betroffenen Menschen?

Ralf Wigand: Viele Betroffene geraten verständlicherweise nach der Diagnose „Krebs“ in einen Schockzustand. Jeder hat in seinem Familien- und Freundeskreis dieses Szenario schon mindestens einmal erlebt. Viele stellen sich dann die Frage „warum gerade ich“? In einer Kombination aus Angst, Hilflosigkeit und fehlendem medizinischen Wissen legen viele Betroffene dann gläubig und ohne jeglichen Zweifel ihr Leben in die Hände der Onkologie. Allerdings sollte man als Patient  absolut sicher sein, dass medizinisch notwendige Dinge im Fokus stehen und nicht wirtschaftliche Interessen. Eine operative Entfernung eines Tumors ist in vielen Fällen vertretbar, aber häufig wird der Patient danach zum Spielball der medizinischen Leitlinien. Die medizinischen Leitlinien der Onkologie werden nicht selten unter Mitwirkung der Pharmaindustrie vorgegeben. Hält ein Onkologe sich an diese Leitlinien, kann er ohne juristische Konsequenzen Krebspatienten „palliativ“, nicht selten ohne jegliche Aussicht auf Erfolg, therapieren. Als palliative Therapie bezeichnet man eine medizinische Behandlung, die nicht auf eine Heilung einer Erkrankung abzielt, sondern bestenfalls den Verlauf verzögern kann. Mit geschulten rhetorischen Phrasen wie z.B., „unsere Erfolge werden immer größer“, „wir haben eine erfolgversprechende neue Studie“ und dem beliebten Satz „da gibt es etwas völlig neues aus Amerika“ wird nicht selten den Betroffenen eine völlig sinnlose Therapie schmackhaft gemacht.

livinginowl: Wirkt denn palliative Therapie lebensverlängernd?

Ralf Wigand: Es gibt nach meinen Erkenntnissen keine seriöse Studien, die eine lebensverlängernde Wirkung der Chemotherapie bei nicht heilbarem Krebs eindeutig belegen. Jeden Tag versterben in Deutschland ca. 300 Menschen nicht an den Folgen der Krebserkrankung, sondern an den Folgen der Chemotherapie. Bis zum heutigen Tag sind nennenswerte Erfolge einer Chemotherapie nur bei Lymphdrüsenkrebs, Hodenkrebs und Kinderleukämie gegeben. Laut einer vor einigen Jahren durchgeführten anonymen Befragung  würden weit über 90% aller befragten Ärzte keine Chemotherapie bei sich oder der eigenen Familie zulassen. Medizinisch fragwürdig ist meiner Ansicht nach auch der postoperative Einsatz der Chemotherapie. Mit völlig haltlosen Sprüchen wie z.B „ falls noch Krebszellen übriggeblieben sind“ wird an erster Stelle Frauen nach überstandener Brust-Operation eine prophylaktische Chemotherapie „empfohlen“. Meiner Meinung nach überleben die „prophylaktische Chemotherapie“ langfristig nur diejenigen Frauen, bei denen der Tumor vorher zu 100% entfernt wurde. Viele Frauen leiden zudem nachträglich an den nicht unerheblichen, langanhaltenden Nebenwirkungen. US-Wissenschaftler am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seatle fanden schon im Jahr 2012 heraus, dass Chemotherapie das körpereigene Protein WNT16B freisetzt. Dieses Eiweiß forciert eindeutig Krebswachstum und Metastasierung. Es ist daher nicht auszuschließen, dass eine „prophylaktische Chemotherapie“ nicht nur sinnlos ist, sondern sogar Krebswachstum fördert.

2016 wurde in Deutschland unfreiwillig eine „sechsjährige, placebokontrollierte Studie“ beendet. Diese „Studie“ empfinde ich als schallende Ohrfeige für die Verfechter der Chemotherapie.

livinginowl: Von welcher Studie sprechen Sie?

2016 wurden mehr oder weniger zufällig die Schandtaten eines Bottroper Apothekers aufgedeckt.  Aus reiner Geldgier hat er 6 Jahre lang die chemotherapeutischen Wirkstoffe der in seiner Apotheke hergestellten Infusionen gestreckt, oder sogar Infusionen ohne jeglichen medikamentösen Wirkstoff an mehrere onkologische Zentren im Ruhrgebiet geliefert. Aufgedeckt wurde dieser Betrug von seinem Buchhalter, der sich das Verhältnis von Wareneinkauf und Millionen Euro Rendite nicht länger erklären konnte, oder wollte. Es stellt sich für mich wohl berechtigterweise die Frage nach der Kompetenz der betroffenen Onkologen. 6 !! Jahre lang wurden insgesamt 90.000 Infusionen mit wenig oder sogar ohne Wirkstoff geliefert und keinem Onkologen ist der Betrug aufgefallen. Da bekanntermaßen weder Arzt noch Patient wissentlich involviert waren, erfüllt diese „Therapie“ die Kriterien einer Doppelblindstudie. Es sei an dieser Stelle noch bemerkt, dass in diesen 6 Jahren die Überlebensquoten in den besagten Krebszentren erstaunlich hoch und weit über dem Bundesdurchschnitt lagen! Diese Tatsache könnte ein Beweis dafür sein, dass ein Teil der Krebspatienten ohne Chemotherapie durchschnittlich deutlich länger überleben.

livinginowl: Wozu würden Sie Patienten mit der Diagnose Krebs raten?

Jeder Patient sollte sich nach der schulmedizinischen Beratung eine zweite, alternative Meinung einholen. Anhand von belegbaren Fakten muss der Patient danach selbst über seinen zukünftigen Weg entscheiden. Es gibt bei Krebs in der Naturheilkunde nicht das alleinige Wundermittel, aber es gibt einige seriöse alternative Heilverfahren mit zum Teil spektakulärer Wirkung. Allerdings zählen in der Naturheilkunde selbst zahlreich dokumentierte Heilerfolge nicht als Beweis einer Wirksamkeit. Die Schulmedizin fordert Studien, die sie selbst nie erbringen musste. Seitdem die Chemotherapie vor vielen Jahrzehnten zugelassen wurde, werden immer nur „alte Hüte“ mit „neuen Hüten“ verglichen. Überleben durch eine alte Chemo-Kombination 2 von 1.000 Betroffenen, in der neuen Variante 3 von 1.000 Betroffenen, wird dieses (mathematisch richtig!) dem Patienten euphorisch als 50% höhere Heilungschance verkauft.

In der nächsten Ausgabe:     Schockdiagnose Krebs Teil 2 – die alternativen Möglichkeiten

 

2 Gedanken zu &8222;Ralf Wigand: Schockdiagnose Krebs – Teil 1&8220;

  1. Das Horrorgespenst ‚Krebs‘ wurde uns jahrzehntelang so erfolgreich in die Köpfe gehämmert, dass diese Diagnose allein schon (aus psychischen Gründen) praktisch das Todesurteil ist. Wer sich nicht zuvor schon schlau gemacht und damit erkannt hat, dass ‚Krebs‘ bloß eine Schimäre und leicht vermeidbar ist, hat, so tragisch das auch ist, kaum eine Chance.
    In diesem Sinne:
    paradise your life!

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