Audrey fuhr heimlich mit

Die Legende sagt, dieser Mercedes habe Audrey Hepburn gehört
Die Legende sagt, dieser Mercedes habe Audrey Hepburn gehört

Die Legende sagt, am Pfingstmontag habe Koch-Doyen Ernst-Heiner Hüser auch eine kleine Träne an seinen ersten Film „Frühstück bei Tiffany´s“ mit der so zierlichen Audrey Hepburn verdrückt. Sie sei nämlich Besitzerin dieses Mercedes 190 SL gewesen. Eine schöne Geschichte, die da unter den vielen Besuchern am Museumshof Senne angesichts der Auberge Le Concarneau und des Gasthofes Buschkamp kursierte. Den Chronisten hätte es nicht sehr gewundert, wenn der Herr der Kräuterküche eine Gedächtnisrunde für Audrey mitgefahren wäre.

Sehr gut besucht war das Oldtimertreffen am Museumshof Senne
Sehr gut besucht war das Oldtimertreffen am Museumshof Senne

Pfingstmontag trifft sich hier wieder altes Blech

Museumshof Senne. Pfingstmontag bei Ernst-Heiner Hüser. Mekka der Blechschönheiten

Ach ja. Im letzten Jahr gab es unweit des Flughafens Windelsbleiche schöne Bilder von Walter, Mäuschen, Ernst-Heiner und dem Buschkamp….. Und alle sind wieder ein Jahr älter.

Von Walter, Mäuschen, Ernst-Heiner und dem Buschkamp

Mäuschen (FIAT Topolino 500B vom 1948)

Mäuschen (Fiat „Topolino“ von 1948), jenes knuffige italienische Gefährt  von Ulrich und Claudia Stönner aus Osnabrück stand hüben. „Walter“, jener knuffige Typ Audi Super 90 (der Vierringler, der die Ingolstädter Marke rettete) von Neal Hodkingson und Gabriele Krüsmann drüben.

Walters Steckbrief

Mäuschen ahnte tief in ihren Trommelbremsen, wo „Walter“ stand. Aber das zwischen ihnen stehende Handwerkerhaus Johann im Kampe von 1820 ließ dann doch die sehnsuchtsvollen Blicke irgendwie abprallen.

Walter Audi Super 90

Ernst-Heiner Hüser, der begnadete Koch und „Macher“ des Museumshofes Senne mit seinem historischen Gasthaus Buschkamp, dem Buschkamp-Keller und dem Feinschmeckertreff Auberge le Concarneau versuchte zwar, sich ständig vermittelnd zwischen Walter und „Topolino“ einzuschalten, ja ihm gelang sogar zeitweilig die Methamorphose, aber letztlich klappte die Vermählung von Signorina „Mäuschen“ Fiat und Herrn „Walter“ aus Bayern dann doch nicht.

Der methamorphierte Ernst-Heiner Hüser

Lassen Sie mich schnell einflechten, worum es überhaupt ging. Veranstaltungs-leiter Manfred Elges (Automobil-Club Bielefeld e.V. im ADAC) und Buschkamp-Zampano Hüser hatten das 13. Oldtimer-Treffen in und um den Historischen Museumshof Senne mit seinem Ensemble zu begehen. Alle, alle kamen. Nicht nur „Walter“ und Mäuschen.

Fast entwischt er dem Ordner

Immerhin gab es ja heuer wieder den Gigantenkampf zu erinnern zwischen Rudolf Carraciola (Mercedes) und Reinhold Dürkopp (Dürkopp) auf der Teuto-Rennstrecke vom 25. Mai 1924 über 31 Kilometer von Windelsbleiche über den Teutopass am Stillen Frieden zurück zum Gasthof Eickelmann (nahe der heutigen B68 nach Schloß Holte). Dieser Teilnehmer hier mit GT-Kennschild nahm es fast zu wörtlich und raste scheinbar einem Eingangsordner davon. Achten Sie bitte auf die Gesichtsausdrücke.

Manta. Noch ohne Fuchschwanz

Ein Manta schlich sich ins Parkgeviert. Noch fehlten Fuchsschwanz und die berühmte „Platte“…

Wäsche bei Hüsers

… Tischwäsche wäre reichlich gewesen. Hüsers hatten extra gewaschen…

Treckergilde im Wald

… die Piloten der Sonderklasse „Alte Trecker“ aus Bielefeld-Ummeln zogen dagegen ein bäuerliches Picknick im Sennebuchenwald mit Steinhäger und Westfälischem Schinken aus Versmold vor…

Quattrocabrio mit Schnullerhalter

… allerdings entging ihnen bei diesem ausschweifenden Gelage die Flucht des zweijährigen Piloten des geländegängigsten Gefährtes von allen …

Wo er die Windeln schwingen wollte

… magisch zogen ihn Jazz und Boogie unweit der alten Remise an …

Jaguar E

.. die Mutter soll später zu Protokoll gegeben haben, der Sprössling aus Windelsbleiche – der sich als eine „sie“ entpuppte – habe nur mal das Holzlenkrad und die Pedale  des noch „echt britischen Jag“ ausprobieren wollen und sei beim Zurücksetzen leicht am „Herrlichen Herforder“ hängen geblieben.

Schon ab Werk Oldtimer: Morgan

Der Buschkamp-Tag soll tief in der Nacht mit einer Ode an den Auto-Union-Piloten und einzigen Bielefelder Sieger eines Grand Prix 1939 im französischen Reims, dem hier gebürtigen H.P. Müller, bei einem kleinen Pfannenhäppchen von Ernst-Heiner Hüser ausgeklungen sein.

Ob der Buschkamp-Maitre da noch an Morgan dachte?