Sehnsucht in die Ferne

Internationaler Design-Preis für Droste-Ausstellung

Ausschnitt der Wanderausstellung „Sehnsucht in die Ferne. Reisen mit Annette von Droste-Hülshoff“. Foto: BOK+Gärtner GmbH

Havixbeck (lwl). „Ich bin wirklich begeistert von dieser innovativen Ausstellung, die Literatur lebendig und interaktiv auf höchst anregende Weise präsentiert. Ich gratuliere den Ausstellungsmachern zu dieser mit zahlreichen ungewöhnlichen Ideen gespickten Ausstellung, die sich diese ehrenvolle Auszeichnung verdient hat“, sagt die LWL-Kulturdezernentin und Vorsitzende der Droste-Stiftung Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Das Konzept mit großdimensionierten Pop-Up-Büchern, die die Besucher in Landschaften hineinziehen, und dem innovativen Höhepunkt des „Ich-Orts der Poesie“, einer multimedialen Gedichtinszenierung mittels einer Virtual Reality-Brille, habe als Gestaltungsidee sofort überzeugt.

Die Wanderausstellung „Sehnsucht in die Ferne. Reisen mit Annette von Droste-Hülshoff“ hat nun den „iF-Design-Award 2018“ gewonnen. Zuletzt war sie auf der Burg Hülshoff bei Havixbeck (Kreis Coesfeld) zu sehen. Die nächsten Stationen sind Brakel im Kreis Höxter (Mai-August 2018), Meersburg am Bodensee (August 2018 – Februar 2019), Schloss Homburg im Oberbergischen Kreis (März 2019 – Juli 2019) und Paderborn (Juli 2019 – Dezember 2019).

Die beiden Partneragenturen DBCO GmbH und BOK+Gärtner GmbH aus Münster hatten sich mit der Gestaltung unter 6.400 Bewerbern aus 54 Ländern durchgesetzt. Die Ausstellung, die 2017 auf der Wewelsburg (Büren) ihre erste Station hatte, wurde auf Initiative der LWL-Literaturkommission für Westfalen gemeinsam mit dem Droste-Forum e.V., dem Kreismuseum Wewelsburg und den Städten Paderborn und Brakel entwickelt und umgesetzt.

 

So nah am Licht: Lesung in Münster

Autorin Sabine Kalbus bringt uns die Engel näher.

In der Münsteraner Praxisgemeinschaft Neue Wege liest Sabine Kalbus aus ihrem Buch „So nah am Licht“. Sie erzählt von ihren Erlebnissen mit Engeln und Lichtwesen, die sie seit einer schweren Krankheit in jungen Jahren sehen und spüren kann.

Die Lesung findet am 17. Dezember 2017 um 16 Uhr statt.

Praxisgemeinschaft Neue Wege
Südstraße 20
48153 Münster
Telefon: 0251-747 90 53
Eintritt: 12 Euro

Die Plätze sind begrenzt, daher bittet Sabine Kalbus um rechtzeitige telefonische Anmeldung.

Gönnt Euch ein Stündchen Entspannung, Ruhe und Zeit abseits der Hektik der Weihnachtsplanungen.

 

OWL – Weißer Fleck der verpackungsfreien Supermärkte?

Naja, fast. Gäbe es da nicht in Lage den Bio-Hof Brinkmann. Seine „Speisekammer“ ist eine Mischung aus Café und Bioladen. Zum Sortiment gehören Obst, Gemüse, Antipasti, Brotaufstriche, Milchprodukte und einiges mehr.

Auch in Paderborn werden wir fündig. Im Dörener Weg 72 bietet Kern-Idee biologisch erzeugte Lebensmittel unverpackt an.

Ein wenig über den Tellerrand hinaus geblickt, gibt es in Münster mit „Natürlich unverpackt„, ein sehr modernes Geschäft, das wohl kaum Lebensmittel-Wünsche offen lässt.
In Osnabrück verbindet „Tara – Unverpackt genießen„, den Charme eines Tante-Emma-Ladens mit dem Sortiment eines Supermarktes.

Angesichts des ständig wachsenden Berges an Plastikmüll (der übrigens nur zu einem winzigen Bruchteil von Plastiktüten verursacht wird) stellt sich die Frage nach dem Sinn dieses Trends der verpackungsfreien Supermärkte gar nicht erst.

Aber wie kauft man denn eigentlich ohne Verpackung ein?

Ganz einfach. Der Kunde bringt seine eigenen Behälter mit. Das können Gläser, Dosen oder Stoffbeutel sein. Diese Behältnisse werden vor dem Einkauf abgewogen und mit einem Sticker versehen, der das Eigengewicht angibt.

Wer einmal keine Behälter dabei hat, bekommt wiederverwendbare Papiertüten oder kann sich bei den von anderen Kunden zurückgelassenen Behältern bedienen.

Befüllt wird aus sogenannten Bulk Bins oder aus Säcken mittels einer Schaufel. Obst und Gemüse liegen unverpackt in Körben aus.

Auch flüssige Hygieneprodukte können ganz einfach in eigene Flaschen abgefüllt werden. Interessant ist die Zahnpasta in Tablettenform.

In der Regel sind alle Produkte eines verpackungsfreien Supermarktes bio-zertifiziert. Versteht sich eigentlich von selbst.

Die Vorteile des verpackungsfreien Einkaufs, festgehalten von „Natürlich unverpackt“ aus Münster:

  • Der Konsument kauft bewusster ein.
  • Der Konsument spart Verpackungsmüll und schont die Umwelt.
  • Der Konsument bekommt hochwertige Produkte.
  • Der Konsument kauft nach Bedarf ein und kann die Menge selbst bestimmen.
  • Der Konsument wird nicht wie in anderen Supermärkten von unnützen „Kauf-mich-Angeboten“ verführt und spart unterm Strich Geld.“

Weiße Flecken sind dann wohl noch Bielefeld, Gütersloh, Herford, Höxter und Minden. Wäre schön, wenn das bald anders würde.

Ideen made in OWL

Impressionen und Inspirationen vom Bielefelder Designgipfel.

Wer individuelle und möglichst noch handgemachte Produkte liebt, ist auf dem Bielefelder Designgipfel in der Stadthalle an der richtigen Adresse.

Ob bei Schmuck, Kleidung, Dekorationsartikeln, Papeterie oder Lederwaren, der Ideenreichtum der Aussteller ist begeisternd, die neuen Styles und liebevoll designten Details grandios.

 

Frau Luther zum Beispiel ist ein Bielefelder Label, das sich auf Doubleface-Dreieckstücher spezialisiert hat. Durch das feste Material lässt sich das Tuch perfekt in Form bringen. Auf dem Foto sehen Sie die Namensgeberin des Labels Stephanie Luther mit einigen ihrer Kreationen.

 

Der gebürtige Ostwestfale Dennis Lohmann kam eigens von Leipzig nach Bielefeld  und stellte seine innovativen Papierfiguren zum Selberbasteln vor. Die detailgetreuen Bastelbögen gibt es unter paperesk.com.

 

Stylischer Ohrschmuck kam aus Verl. Ivonne Gehle präsentierte außerdem ihre handgemachten Taschen und Accessoires. Donner-Littchen, was für schöne Sachen.

 

Scheinbar Ausgedientes aus Metall und anderen Werkstoffen wird durch den Alfelder Künstler Otfried Faul zu neuem Leben erweckt. Genial seine oben abgebildete Schlüsselschüssel.

 

Friedas Werkstattladen ist mittlerweile über die Grenzen Bielefelds hinaus für ungewöhnliche Geschenkideen bekannt. Auf dem Designgipfel zeigt sie wortwitzige Postkarten für viele Gelegenheiten. Die Diplom-Grafikdesignerin und Inhaberin Nicole Köhring gibt darüber hinaus Siebdruckkurse.

 

Lampenkreationen für Kaffeetanten, Leseratten und sonstige Liebhaber origineller Lichtquellen brachte Ute Grundmann aus „Frau Grundmanns Ideenreich“ in Verl mit.

 

Aus Münster kam Susanne Heinemann mit ihren Kleinodien, nämlich unkonventionelle Schmuckkreationen aus verschiedensten Materialien, hier auf dem Foto eine Serie aus originell geformten Mantelknöpfen.

 

 

Schon fast beim Verlassen des Designgipfels erblickten wir den Stand von Martina Mruck. Sie fühlt sich den schönen Worten verbunden und zeigt sie auf Holz, Leinwand oder Papier. Ihre liebevollen Wortkreationen machen warm ums Herz. Eines ihrer Bilder wollte unbedingt mit in unsere Redaktionsräume.

 

Der nächste Bielefelder Designgipfel findet am 4. und 5. November 2017 statt.

red dot für „Marsch, marsch ins Beet“

Detmold (lwl). Die Sonderausstellung „Marsch, marsch ins Beet“ im LWL-Freilichtmuseum Detmold ist mit dem „red dot design award“ ausgezeichnet worden. Für die hohe Qualität wurde das Münsteraner Architekturbüro DBCO dem international renommierten Designpreis in der Kategorie „Communication Design 2014“ ausgezeichnet. Die Ausstellung im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist noch bis zum 31. Oktober zu sehen.

Das Konzept der interaktiven Beschilderung mit beweglichen Elementen, so wie hier im Garten des Valepagenhofes, hat die Jury überzeugt. Foto: LWL/DBCO
Das Konzept der interaktiven Beschilderung mit beweglichen Elementen, so wie hier im Garten des Valepagenhofes, hat die Jury überzeugt. Foto: LWL/DBCO

Die 24-köpfige internationale Jury hat dieses Jahr mehr als 7.000 Projekte bewertet. Überzeugt hat bei „Marsch, marsch ins Beet“ vor allem das Konzept der interaktiven Beschilderung mit beweglichen Elementen, das sowohl junge Familien als auch Menschen bis ins hohe Alter anspricht. Die Sonderausstellung ist komplett im Freien inszeniert und steht im Dialog zu den historischen Gärten des Museums. Sie informiert über das Gärtnern, alte Gemüsesorten und Nutzgärten.

Prämierte LWL-Ausstellungen
Bereits dreimal wurden LWL-Ausstellungen mit dem red dot design award ausgezeichnet. Nach Ausstellungen im LWL-Museum für Archäologie in Herne 2007 für „Klima und Mensch“ und 2011 für die Dauerausstellung im Kloster Dalheim erhielt nun Europas größtes Freilichtmuseum in Detmold den renommierten Preis.

red dot design award
Der red dort design award gilt als der weltweit renommierteste und größte Designwettbewerb. Seit 1954 zeichnet das Design Zentrum Nordrhein-Westfalen herausragende Entwürfe mit dem „roten Punkt“ als international anerkanntes Qualitätssiegel aus. Die prämierten Arbeiten werden im red dot design museum in Essen ausgestellt, das die weltweit größte Sammlung zeitgenössischen Designs beherbergt.

Ab 2015: Jakobsweg von Bielefeld nach Wesel

Münster (lwl). In Westfalen wird es ab Frühjahr 2015 einen weiteren durchgehenden Weg der Jakobspilger nach historischem Vorbild geben. Nach vier Strecken (von Osnabrück nach Wuppertal, von Marburg über Siegen nach Köln, der Trasse des alten Hellwegs von Höxter nach Bochum und der Route von Minden nach Soest) wurde im vergangenen Jahr ein Weg von Bielefeld über Münster nach Wesel wissenschaftlich erforscht. Nun wird der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) den letzten Weg in Westfalen für die Öffentlichkeit aufbereiten und als rund 200 Kilometer langen Pilgerweg ausschildern lassen, wie LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschhoff-Thale am Dienstag (6.5.) in Coesfeld mitteilte. 

In Münster kreuzen sich bald zwei Wege an der Lambertikirche.
In Münster kreuzen sich bald zwei Wege an der Lambertikirche.

Über 80 Interessierte fanden sich im Coesfelder Rathaus ein, um sich über die neue Wegstrecke der Altertumskommission beim LWL zu informieren. Die Altertumskommission hofft auf Mitwirkende, die sich um die Pilger kümmern werden, ihnen beispielsweise Unterkünfte anbieten und Stempelstellen einrichten. 

Rüschhoff-Thale kündigte für das Frühjahr 2015 einen Pilger- und Wanderführer der Ost-West-Verbindung an den Rhein an (zirka 14 Euro, auch für Radwanderer). Der Führer werde den historischen Weg, die über 1.000 Jahre alte Tradition der Pilgerreise nach Santiago de Compostela (Spanien) und viele Sehenswürdigkeiten entlang der Trasse in Westfalen beschreiben. Neben ausführlichem Kartenmaterial werden zudem pilgergerechte Unterkünfte und Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten nachzuschlagen sein. Gleichzeitig mit dem Buch wird auch eine begleitende Web-App abrufbar sein. So können sich technikbegeisterte Pilger nicht nur von der Ausschilderung, sondern auch von ihrem Smartphone über den Weg leiten lassen. 

Der Wanderweg ist das Ergebnis der Forschungen der Altertumskommission für Westfalen, die der LWL mit jährlich 38.000 Euro finanziert. Hinzu kommt in diesem Jahr eine Förderung durch die Sparkassen Westmünsterland und Münsterland-Ost in Höhe von insgesamt 32.500 Euro.

Bildstock am Pilgerweg im Kreis Warendorf.
Bildstock am Pilgerweg im Kreis Warendorf.



Die Trasse
Die Trasse von Bielefeld nach Wesel (vom Startpunkt an der Nicolaikirche in Bielefeld über den Jostberg, Steinhagen, Brockhagen, Marienfeld, Harsewinkel, Greffen, Bad Sassendorf, Warendorf, Telgte, Münster, Tilbeck, Schapdetten, Nottuln, Darup, Kloster Gerleve, Coesfeld, Hochmoor, Velen, Borken, Raesfeld, Kloster Marienthal nach Wesel) werde jetzt den Gemeinden vor Ort vorgestellt und bis zum Frühjahr 2015 mit der charakteristischen Jakobsmuschel (europaweit gelb auf blauem Grund) ausgeschildert, erläuterte Projektleiterin Ulrike Steinkrüger. In Wesel findet der Weg Anschluss an den bereits ausgeschilderten Weg entlang des Niederrheins bis nach Köln, wie Projektleiter Christoph Boddenbergvom Landschaftsverband Rheinland (LVR) berichtete. Damit wird der Pilgerweg ab 2015 von Bielefeld quer durch Deutschland und andere europäische Länder bis nach Santiago durchgehend ausgeschildert sein. 

Start des Jakobswegs in Bielefeld.
Start des Jakobswegs in Bielefeld.

Der entstehende Pilgerweg ist nach Angaben von Steinkrüger weitgehend an historisch belegte Wegführungen angelehnt. Steinkrüger: „Wir haben Reste von Hohlwegen gefunden, die sich durch die schweren Fuhrwerke ins Gelände eingegraben hatten. Ein besonders schönes Teilstück werden Pilger zukünftig in Darup durchqueren. Auch ehemalige Galgenstandorte und Landwehrdurchlässe sind beispielsweise Zeugnisse der alten Wegetrasse.“ 

Dass auch tatsächlich Pilger diesen Weg benutzten, zeigt zum Beispiel das im 15. Jahrhundert auf dem Jostberg in Bielefeld bestehende Franziskanerkloster. Dessen Brüder hatten sich der Versorgung der Pilger zum dort verehrten Heiligen Jodokus, aber sicherlich auch durchreisender Pilger zu anderen Zielen verschrieben. In vielen Städten bestanden Herbergen oder Hospitäler, in denen durchreisende Pilger unterkommen konnten, so z. B. in Bielefeld, Marienfeld, Warendorf und Coesfeld. Mit der alten Jakobikirche aus dem 12. Jahrhundert und einer Jakobi-Bruderschaft im 16. Jahrhundert zeigt die Stadt Coesfeld eine besondere Tradition der Verehrung des Apostels Jakobus d.Ä

 

Das Tilbecker Mordkreuz ist ein Wegeindikator.
Das Tilbecker Mordkreuz ist ein Wegeindikator.

Das Projekt wolle die mittelalterlichen Wege und die Spuren der Jakobspilger in Westfalen möglichst genau rekonstruieren, so die Vorsitzende der Altertumskommission, Dr. Aurelia Dickers: „Es gab für die Pilger in Westfalen und anderswo keine eigenen Wege, im Gegenteil: Sie suchten aus Angst vor Überfällen stark frequentierte, bekannte Trassen.“ 


Die Geschichte der Jakobspilgerwege
Die Pilgerfahrt zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren im über 2.000 Kilometer entfernten nordspanischen Santiago de Compostela hat eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückgeht. Man versprach sich die Heilung von Körper und Seele als Lohn für den Besuch der Kultstätte. 

Pilgerweg bei Marienfeld.
Pilgerweg bei Marienfeld.



Seit dem 10. Jahrhundert kamen aus ganz Europa Pilger, Männer und Frauen aus allen Schichten, nach Spanien, zu Fuß oder zu Pferd. Als Beleg und Erkennungszeichen diente die Jakobsmuschel, die jeder Pilger in Santiago erstehen konnte und deutlich sichtbar an der Kleidung oder Umhängetasche trug. 

„Seit einigen Jahren erlebt die Pilgerfahrt eine Renaissance, nicht erst, seit TV-Stars wie Hape Kerkeling sich auf den Weg machten: 2004, also zwei Jahre vor Erscheinen des Bestsellers „Ich bin dann mal weg“, zählte man in Santiago rund 180.000 registrierte Pilger“, so die Vorsitzende der Altertumskommission. Im Jahr 2010, ebenfalls einem heiligen Jahr, in dem der 25. Juli auf einen Sonntag fiel, waren es sogar 270.000. Bereits 1987 hatte der Europarat dazu aufgerufen, die Jakobspilgerwege in Europa zu erforschen. 1993 erklärte die UNESCO den spanischen Teil des Weges, den „Camino Francés“, zum Weltkulturerbe.

Über Jakobspilger, die aus Westfalen stammen, sei insgesamt nur wenig bekannt, so die Forscherin Ulrike Steinkrüger. Bekanntester westfälischer Pilger ist Bischof Anno aus Minden, der sich in den Jahren 1174 und 1175 auf den Weg nach Santiago de Compostela machte, das damals als Pilgerort gleichrangig neben Rom und Jerusalem stand.

Das offizielle Symbol zur Kennzeichnung der Jakobswege.
Das offizielle Symbol zur Kennzeichnung der Jakobswege.



Durch eine Pilgerreise konnten Verbrecher auch ihrer Strafe entgehen, wenn ein Gericht sie dazu verurteilte. „Bettler, Räuber und Steuerhinterzieher im Pilgergewand haben zusammen mit den Strafpilgern die Pilgerfahrt im Laufe der Zeit in Verruf gebracht. Jakobsbrüder wurden vielerorts mit Gesindel gleichgestellt. In Herford, einer wichtigen Sammelstation für Pilger in Westfalen, soll die Jakobikirche 1530 wegen der Jakobspilger, die den Status für ihre Zwecke ausgenutzt haben, geschlossen worden sein“, erläuterte Steinkrüger. Für mittellose Menschen war jedoch eine Pilgerreise oft die einzige Möglichkeit, die Heimat zu verlassen. Wohlhabende konnten das Pilgern auch delegieren und einen Berufspilger mieten.

Fotos und Text: LWL

 

Der Hitler-Clan

Bielefelder Autor veröffentlicht Verschwörungs-Thriller im Dan-Brown-Stil

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Robin von Weikersthal liefert Diskussionsstoff mit seinem Roman „Der Hitler-Clan“

„Mein Leben ist definitiv nicht so spannend“, antwortet Autor Robin von Weikersthal auf die Frage nach den autobiographischen Zügen seines Romans „Der Hitler-Clan“. „Gott sei Dank“, ergänzt er mit einem Lachen. Gut, damit wäre das geklärt. Robin von Weikersthal ist also kein leiblicher Nachfolger von Adolf Hitler, wie der Held in seinem Thriller „Der Hitler-Clan“.

„Rein marketingtechnisch wäre es allerdings sicher keine schlechte Idee, das zu behaupten. Die Story ist aber wirklich rein fiktiv, obwohl die historischen Fakten schon gut recherchiert sind“, sagt Robin von Weikersthal. Doch tatsächlich gibt es so einige Parallelen zwischen dem Autor und dem Protagonisten Nicolas von Lorenz. Sicher kein Zufall, dass Nicolas und Robin Juristen sind und im wunderschönen Münster wohnen. „Das macht die Recherche leichter“, erklärt Robin, der trotz seines jungen Alters schon viel rumgekommen ist. „Die Orte, an denen der Roman spielt, kenne ich alle ganz gut.“ Und das sind immerhin neben den europäischen Schauplätzen: Chicago, New York, Melbourne und Singapur. Als Nebenschauplatz findet aber auch die Geburtsstadt des Autors – Bielefeld – zumindest am Rande Erwähnung.

Robin1Ganz so langweilig scheint das Leben des Autors demnach nicht zu sein. Robin hat während seines Studiums für viele namhafte Firmen als Fotomodell vor der Kamera und auf dem Laufsteg gestanden und ist heute Rechtsanwalt in Münster. Ganz nebenbei, aber über viele Jahre ist sein Debütroman entstanden. Und wie kam es zu der Idee? „Ehrlich gesagt, war ich überrascht, dass dieses Thema noch nie in Romanform aufgegriffen wurde. Die Frage, ob es leibliche Nachfolger von Adolf Hitler gibt, fand ich sehr spannend und so ist nach und nach das Buch entstanden.“

Ganz aus der Luft gegriffen ist diese Überlegung nicht und es gibt zahlreiche Wissenschaftler, die sich mit dieser Materie auseinandergesetzt haben. Zwar kommen alle Historiker zu dem Ergebnis, dass Hitler weder einen unehelichen Sohn in Frankreich noch sonst irgendwelche Kinder hatte, aber ganz ausschließen kann niemand diese Annahme.

Der 1985 verstorbene Franzose Jean-Marie Loret hat bis zu seinem Tod behauptet, der leibliche Sohn von Hitler zu sein. Und erst 2012 gab es neue Indizien, die diese These bestätigten: Militärunterlagen, die Hitlers Unterhaltszahlungen an Lorets Mutter Charlotte beweisen sollten. Daraufhin warf das US-Magazin Time die makabere Frage auf, ob die Nachfahren nicht Anspruch auf Tantiemen aus dem Buch „Mein Kampf“ hätten.

Im „Hitler-Clan“ entdeckt ein junger Rechtsanwalt, dass er der Enkel von Adolf Hitler ist. Von der katholischen Kirche verfolgt, bringt ihn das unfassbare Familiengeheimnis in große Gefahr. In einem unglaublichen Geflecht aus Intrigen und Machtspielen kämpft der junge Mann gegen seine eigene Familie und das Buch gipfelt in einem fulminanten Finale.

Geschickt sind die historischen Begebenheiten und die wahren Theorien um Hitlers vermeintliche Nachkommen in die fiktive Geschichte eingebunden und der Leser kommt nicht umhin, sich ganz eigene Gedanken zu diesem Thema zu machen. Wer insofern Interesse hat, selbst zu recherchieren, findet im Anhang des Buches weitergehende Literaturhinweise.

„Der Hitler Clan“
Robin von Weikersthal
302 Seiten, Telescope Verlag
EAN: 9783941139121
ISBN: 3941139126
€ 14.95

Wer zu spät kam…

… hat bis zum 22.12.2013 immer noch die Chance, sich das Abendseminar von Robert Betz: „Entspannt statt ausgebrannt“ online anzusehen.

Robert Betz 1

Wer ihn lieber live erleben möchte, kann das heute Abend in Münster. In der Halle Münsterland hält er den impulsgebenden Vortrag: „Mach Dein Leben zu einer Erfolgsgeschichte“ Tickets gibt es an der Abendkasse.

Sehen wir uns dort?

„Mach dein Leben zu Deiner Erfolgsgeschichte“

Wie könnte ein Jahr schöner zu Ende gehen, als sich mit einem Vortrag von Robert Betz auf die kommenden Feiertage, und – noch wichtiger – auf das neue Jahr einzustimmen?

Robert Betz Living in OWL

Gute Nachricht. Am 18.12.2013 gastiert er in Münster mit dem Vortrag

„Mach dein Leben zu deiner Erfolgsgeschichte!“

„Viele Menschen strengen sich an, sind fleißig und erzeugen dennoch Enttäuschungen und Mangelzustände in ihrem Leben, ob auf ihrem Bankkonto, im Berufsleben, in ihrer Partnerschaft oder im Körper und verurteilen sich dafür. Jeder Mensch besitzt in sich die Kraft, ein erfülltes und erfolgreiches Leben in einem gesunden Körper zu erschaffen, das von Freude, Fülle und Leichtigkeit gekennzeichnet ist. Was sich in unserem äußeren Leben zeigt, ist der Spiegel unserer Innenwelt. Wir erschaffen von innen nach außen, durch die Qualität unserer Gedanken, Gefühle, Worte und Handlungen, die wir meist unbewusst in die Welt schicken und hierdurch unerwünschte Zustände im Außen erzeugen. Dieser Vortrag zeigt an vielen Beispielen auf, wie wir wahren und dauerhaften Erfolg und ein erfülltes Leben erschaffen können, unabhängig von unserem Alter.“

Das ist doch mal ein sinnvoller Vorsatz für das neue Jahr!

Der Diplom-Psychologe und Bestsellerautor Robert Betz begeistert mit seinem Vortrags- und Seminarprogramm in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg jährlich über 50.000 Menschen. Sein Buch „Willst du normal sein oder glücklich?“ ist ein Bestseller.

Veranstaltungsdetails:

Datum:  Mittwoch 18.12.2013

Ort:       Messe & Congress Halle Münsterland, Albersloher Weg 32, 48155 Münster

Zeit:      19.30 – 22.30 Uhr: Vortrag „Mach dein Leben zu deiner Erfolgsgeschichte!“

Eintritt:   € 25,00 pro Vortrag zzgl. VVK-Gebühr

Tickets: www.robert-betz.com

Ökologische Dämmung zum Einblasen oder Verlegen

Die Zahlen sprechen für sich. Laut „KfW Bankengruppe“ gelten derzeit 24 Millionen Wohneinheiten in Deutschland als energetisch sanierungsbedürftig und im letzten Jahr entstand 40 % des gesamten Energieverbrauchs im Wohnungsbestand. Sicherlich ist es kein Geheimnis mehr, dass Energiesparen bedeutet, den Wert von Immobilien zu erhöhen, Kosten zu senken und die Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden zu steigern. Bauwerke zu dämmen, ist ein probates Mittel für diese Aufgabe, so kann ein Energieverlust um rund 20 % reduziert werden.

So geeht's
So geht’s

Die anfängliche Dämmungseuphorie nach der Verkündung der sog. ‚Energiewende‘ ist mittlerweile einer differenzierten Betrachtung gewichen. Auf die Idee, z.B. Schmuckfassaden oder Fachwerkhäuser mit Außendämmung zu belegen, kommen glücklicherweise nur wenige und es ist auch klar, dass Bauwerke verschiedene energetische Ertüchtigungsmaßnahmen verlangen. Andere Themen im Dämm-Zusammenhang werden allerdings noch viel zu wenig gesehen. Sind die eingesetzten Materialien unbedenklich für die Gesundheit? Wie ist die Energiebilanz der Rohstoffe? Wachsen diese nach und kann man sie wiederverwerten? Wird die Dämmung vor dem Einbau um die halbe Erde transportiert?

 Ökologische Dämmung.

Nachhaltige Dämmstoffe sind noch extrem unterrepräsentiert, so wird meist zu erdölbasierten Produkten gegriffen. Einem Vortrag des Münchener „Forschungsinstitut für Wärmeschutz“ von 2012 zufolge, entfallen bei den eingesetzten Materialien 53 % auf mineralische Stoffe,
30 % auf EPS-Hartschaum, 5 % auf PUR-Hartschaum, 6 % auf Polystyrol-Extruder-Schaumstoff und 1 % auf leichte Dämmplatten. Zusammengerechnet ist das 95 % Dämmstoffanteil, der nicht nachhaltig ist!

Dabei gibt es mittlerweile genug naturgemäße Alternativen – z.B. aus Flachs, Hanf, Wiesengras, Schafwolle, Getreidegranulat, Sisal, Jute, Kokus oder Holzfasern. Zellulose wiederum hat hier einen Marktanteil von rund 30 %. Auch die Münsterländer Firma „H2 Therm“ hat sich darauf spezialisiert und vertreibt zwei Produkte, die gesundheitlich unbedenklich, wiederverwertbar, umweltfreundlich hergestellt und aus nachwachsenden Rohstoffen sind.

Ein „FSC-zertifizierter“ (s.u.), skandinavischer Hersteller liefert hierzu weißen Zellstoff, der in der Hygieneindustrie auch als Vorstufenprodukt unter dem Namen „CTMP“ (Chemo-Thermo-Mechanischer-Pulp) verwendet wird. Das Material besteht aus Holzstücken, die mit Lauge und Dampf geweicht und gemahlen sind. Es ist sehr hautfreundlich und kommt u.a. auch für Servietten, Tischtücher, Windeln oder Verbandmaterial zum Einsatz. Da liegt es nah, bei „H2 Wood“ von der ‚Kuschelwolle’ für die ganze Familie zu sprechen. 

„H2 Wood“.

Die Zellstoffflocken werden in komprimierter Form in Säcken á 14 kg geliefert. Eine Maschine mit spezieller Düse bläst das Material mittels Druckluft in Bauwerkhohlräume ein. Dieses Verfahren spielt vor allem für die nachträgliche Dämmung von Dachböden, in Holzständerausfachungen, für Zwischensparrendämmung oder bei Gewölben seine Vorteile aus. Vorbereitungsarbeiten braucht es hierzu kaum und der Transport etlicher Pakete in Schrankgröße zum Einsatzort gehört der Vergangenheit an. Stattdessen sorgt ein flexibler Schlauch dafür, dass durch wenige Bohrlöcher der Dämmstoff an sein Ziel gelangt.

List & Label Report

Zulassung: ETA – 12/0487.

Wärmeleitfähigkeit: Lambda d = 0,039 W/(m.K).

Material: Zellstoff.

Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl: DIN EN 12086 µ = 1.

Brandklasse: D-s2,d0 nach EN 13501-1.

Inhaltstoffe: Holzfaser, Ammoniumphosphat (wg. Brandschutz).

Anwendungen: DZ DI WAB WH.

„H2 Feeling Wood“.

Während „H2 Wood“ zum Einblasen konzipiert wurde, stellt „H2 Feeling Wood“ die ökologische Alternative zu herkömmlichen Dämmmatten dar. In den Maßen 40/60/80/100 x 625 x 1000 mm sind sie sehr leicht zu verarbeiten und bergen keine gesundheitlichen Risiken wie z.B. Hautreizungen oder die Gefahr von krebserregenden Fasern. Alle weiteren Eigenschaften sind ähnlich mit denen von „H2 Wood“.

Zulassung: Z – 23.15-1656.

Wärmeleitfähigkeit: Lambda = 0,040 W/(m.K).

Material: Zellstoff.

Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl: DIN EN 12086 u = 1.

Baustoffklasse: nach DIN 4102 = B2.

Inhaltsstoffe: Holzfaser, Bindefaser, Ammoniumphosphat (wg. Brandschutz).

Anwendungen: DZ DI WH WI.

Technische Spezifika.

Die o.g. technischen Daten von „H2 Wood“ und „H2 Feeling Wood“ sprechen für sich. Mittlerweile sind die Eigenschaften von nachhaltigen Dämmstoffen ihren mineralischen oder chemischen Mitbewerbern ebenbürtig. In manchen Themen können sie sogar zusätzlich punkten. So verbessert sich das Raumklima, denn die Feuchtigkeit wird besser gebunden und wieder abgegeben. Ein Hitze- und Schallschutz geschieht automatisch mit.

Ökologische Zertifizierung.

„H2 Wood“ und „H2 Feeling Wood“ sind mit dem „FSC und Rainforest Alliance Certifikat“ ausgestattet. Die vergebende Organisation ist der weltweit führende Zertifizierer von nachhaltiger Waldwirtschaft nach dem Standard des „Forest Stewardship Council“ (FSC). Nicht nur der Aufwuchs von Hölzern wird kontrolliert, sondern auch die Lieferkette von Ursprungsort bis zum Endverbraucher. Neben der Umweltverträglichkeit spielt auch das soziale Engagement eine Rolle bei der Zertifizierung. Nach eigenen Angaben hat die „Rainforest Alliance“ mittlerweile 3.323 Unternehmungen und 76.943.787 Hektar Waldfläche in 78 Ländern geprüft und beurkundet.

Kontakt:

Bernd Brinkmann

H2 Therm UG

Hüttruperstr.185

48268 Greven

Tel: +49 (5209) 9194574

Mobil: +49 (160) 6719883

Fax: +49 (5209) 9194130

Internet: www.h2-therm.de

Email: brinkmann@h2-therm.de

Text und Fotos: H2 Therm

carpeTdiem – Teppiche zum Meditieren

Rainer Arndt zwischen dem magischen Zeichen der Vollbringung und Mitsu Domoe
Rainer Arndt zwischen dem magischen Zeichen der Vollbringung und Mitsu Domoe

Yin/Yang, Om, Utchat, die Reiki- oder Tierkreiszeichen, verarbeitet in Teppichen verschiedener Farben und Größen. Das bietet der Münsteraner Rainer Arndt auf der My Way an. Zu finden gleich hinter dem Eingang auf der linken Seite.

Starkes Symbol: Engel in der Abendsonne
Starkes Symbol: Engel in der Abendsonne

Tatort Bielefeld

Nicht nur Münster hat ein kriminelles Pflaster, oh nein! Bielefeld kann da durchaus mithalten.

Mit „Tod an der Sparrenburg“ und „Campusmord in Bielefeld“ schrieb das Autorenduo Lisa Glauche und Matthias Löwe zwei Krimis mit Spannung, Witz und viel Bielefelder Lokalkolorit. Beide Bände sind im Pendragon-Verlag erschienen.

Lisa Glauche und Matthias Löwe Foto: Löwe
Lisa Glauche und Matthias Löwe
Foto: Löwe

Lisa Glauche wurde 1980 in Oldenburg geboren. Sie studierte Philosophie und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, lebt seit 2007 in Berlin und arbeitet dort als freiberufliche Texterin.
Matthias Löwe wurde 1964 in Löhne geboren. Er studierte in Bielefeld und wohnte dort auch – mit Unterbrechungen – von 1985 bis 1998. Nach einigen Lehrtätigkeiten in der Bundesrepublik und den Niederlanden ist er seit 2003 Professor für Mathematik in Münster.

Protagonisten in beiden Bänden sind der gemütliche und zeitweise unter nächtlichen Fressattacken leidende Bielefelder Privatier Bröker und der junge Hacker Gregor. In „Tod an der Sparrenburg“ lösen sie ihren ersten Fall, den überraschenden Tod eines Bankdirektors und Nachbarn Brökers. Schnell findet Bröker heraus, dass dessen plötzliches Ableben nicht, wie die Polizei annimmt, auf einem Herzinfarkt beruht. Mit viel detektivischem Spürsinn sind er und Gregor schon bald dem Täter auf der Spur.

Der zweite Fall „Campusmord in Bielefeld“ führt an die Universität Bielefeld. Dort wird der Sohn eines Professors tot aus dem Schwimmbecken geborgen. Bröker wird Zeuge und folgt wieder seiner Intuition. Auf eigene Faust ermittelt er mit Hilfe seiner Mitbewohner Gregor und Ulf und entdeckt so sehr schnell ein düsteres Familiengeheimnis.

Beide Bücher sind spannend und erfrischend zu lesen. Und wenn darin von Johannisberg, „Alm“, Ratscafé, Obersee, Wunderbar oder Niederwall die Rede ist, hat jeder Bielefelder diese Orte vor dem inneren Auge.

Frage an Matthias Löwe: Macht Bröker weiter?

Wir sind gerade bei der Ideenfindung. Der nächste Krimi könnte in Milse oder auf dem Siegfriedsplatz spielen. Ich könnte mir auch einen Fußball-Arminen-Krimi vorstellen. Aber auf jeden Fall muss Bröker nächstes Mal in ein Nagelstudio. Die gibt es in Bielefeld ja wie Sand am Meer.“

Na, darauf freuen wir uns jetzt schon!

Reichsabtei-Denkmal Herford

Das Herforder Reichsabtei-Denkmal

Es steht zwischen dem Herforder Münster und der alten Markthalle und hinterläßt immer wieder Fragen. Wolfgang Knorr hat das Herforder Reichsabtei-Denkmal 1998 erschaffen. Auf der Webseite von Dieter Linnemann heißt es dazu: „14 Basaltsäulen stehen für die 14 hochadeligen Stiftdamen an deren Spitze, in Richtung Münster und Rathaus die hohe Frau von Herford, die Äbtissin, den Bürgermeister der Stadt auf den Schoß trägt. Die Äbtissin hat ein Buch in ihrer Hand, die aufgeschlagene Seite zeigt den Grundriss der Abtei, der Bürgermeister hält in seinen Händen das Rathaus (Herford hat als eine der ersten Städte in Deutschland das Bürgermeisteramt eingeführt) daneben noch die Jakobi- und die Johanniskirche. Am Fuße der Skulptur winden sich Schlange und anderes Gewürm als Symbol des Bösen, das bei der christlichen Gründung der Stiftes durch Waltger erst überwunden werden musste. Weil Stift und Stadt Herford nur unmittelbar dem Papst und dem Kaiser unterstanden, sind deren Insignien der Äbtissin und dem Bürgermeister gegenüber dargestellt“. Gestiftet hat die Skulptur übrigens Heinrich Wemhöner.

farbenfreunde: Buntes zum Kuscheln

Beim Betreten des Showrooms der Firma farbenfreunde in Bad Oeynhausen weiß man sofort: hier ist der Name Programm. Kissen, Decken und Bademäntel in leuchtenden Farben soweit das Auge reicht. Und alles aus dem Wohlfühlstoff Nicky.

Kuschelkissen in Fabenvielfalt.
Alle Fotos dieses Berichts: farbenfreunde

Sandra Kirschner ist die Inhaberin der seit 2007 bestehenden Firma. „Alles begann mit meinem Lieblings-Nickypullover“, erzählt sie uns von den Anfängen. „Als ich dieses kuschelige Material in den Händen hielt, wurde die Idee geboren, hochwertige Wohnaccessoires aus Nickystoff herzustellen.“

Sandra Kirschner

Begonnen wurde mit Kissen und Decken, die in vielen verschiedenen Größen erhältlich sind. Später wagte sich Sandra Kirschner auch an Homewear wie Bademäntel und Hauskleider. Der Stoff wird aus Deutschland, Italien und der Türkei bezogen. Genäht wird in ausgesuchten deutschen Nähereien. „Nickystoff ist schwierig zu nähen, aber wir legen größten Wert auf eine gute Verarbeitung unserer Ware. Und natürlich hat alles das Siegel Öko-Tex 100.“

Und diese beeindruckende Farbenvielfalt? „Tja, noch schöner als einfach nur blaue Kissen, sind eben Kissen in smaragd, ocean, aqua, sommerpetrol, winterpetrol, denim, hellblau melange und kornblume – und richtig spannend wird es, kombiniert man sie mit lavendel, orchidee, himbeere, rubin, espresso, feige, erbse oder pistazie.“ lacht Sandra Kirschner und man merkt, dass sie hier ganz in ihrem Element ist.

41 Farben sind im Programm. Von Zeit zu Zeit fallen einige heraus, um durch neue modernere Farben ersetzt zu werden. Sandra Kirschner geht da ganz nach ihrer Intuition, die sie noch nie getäuscht hat.

Gekuschelt wird immer, und so ist es kein Wunder, dass die samtigen Erzeugnisse gut ankommen. Zu haben sind sie in modernen Bettenhäusern, Wohn-Interieur-und Kindermöbelgeschäften sowie im eigenen Online-Shop. Im hiesigen Bereich führen

Peters Design GmbH, Rinteln,
Hewu-Design, Harsewinkel,
Vor dem Esche, DUO Schenken & Wohnen und Mamacocon, alle drei in Münster
Impressionante in Warendorf und
IdeenRaum Kirrwald, Paderborn

die bunten Artikel der Firma farbenfreunde.

Auch kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: Wie wäre es denn mit witzigen Eierwärmern für den fröhlich gedeckten Tisch oder einer molligen Wärmflasche für die kühlen Mainächte?

farbenfreunde GmbH
Zum Markt 4
32549 Bad Oeynhausen
Telefon: 05731-1563149
Fax: 05731-1536513
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Bielefelds „Geniale“ unter den zehn Besten Deutschlands

Genial, die Geniale. Bild: Bielefeld-Marketing

Bielefeld gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Stadt der Wissenschaft FINALE“. Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft zeichnete das Bielefelder Science-Festival GENIALE als eines der zehn besten Projekte aus. Damit liegt das Oberzentrum gleichauf mit Städten wie Bremen, Münster oder Karlsruhe, die es ebenfalls unter die Top Ten geschafft haben.

„Der Preis ist ein Ritterschlag für dieses ungewöhnliche Format, dem es gelungen ist, Wissenschaft und Stadtgesellschaft zusammenzubringen“, freut sich Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH. Bereits 2008 hatte Bielefeld Marketing eine Förderung in Höhe von 720.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung als „Leuchtturm für das Reise- und Innovationsland NRW“ erhalten – das GENIALE Konzept war geboren. In der aktuellen Juryentscheidung hatte der Stifterverband die Originalität der eingereichten Projekte, ihren Bezug zur Stadt, die Bürgerbeteiligung und das vorhandene Netzwerk von Kooperationspartnern bewertet. „Der Erfolg der GENIALE in diesem Wettbewerb ist ein Ansporn dafür, auch weiterhin auf unkonventionelle, neue Formate der Wissenschaftskommunikation zu setzen“, sagt Johanna Leuner, Projektleiterin im Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing GmbH, die den Wettbewerbsantrag formuliert hat.

Mit der Auszeichnung erhält das Wissenschaftsbüro ein Preisgeld von 50.000 Euro – eine erste Finanzspritze für die GENIALE 2014, die vom 8. bis zum 16. August im Rahmen des Jubiläumsprogramms geplant ist. Am 4. Juni präsentiert sich Bielefeld auf der Preisverleihung in der „Stadt der Wissenschaft 2012“, Lübeck, und nimmt vor Ort die Auszeichnung entgegen.

Am Finalwettbewerb des Stifterverbands konnten sich nur Städte beteiligen, die sich seit 2005 bereits einmal als „Stadt der Wissenschaft“ beworben hatten. 2010 hatte Bielefeld den zweiten Platz gemacht. Für den Finalwettbewerb hatten 23 Städte insgesamt 31 Projekte eingereicht, die besten zehn fördert der Stifterverband mit jeweils 50.000 Euro. Lübeck trägt in diesem Jahr als letzter Gewinner den Titel „Stadt der Wissenschaft“.

Die Landlust wächst und wächst

Bauernhof in der Renovierung

Wer aufmerksam übers ostwestfälisch-lippische Land fährt, entdeckt mehr ehemalige Bauernhöfe in der Renovierungsphase als früher. Es ist zwar noch keine gewaltiger „Run“ auf das offene grüne Land auszumachen, aber Makler sprechen bereits von einer „Tendenz“. In diesem Zusammenhang ist die Meldung erstaunlich, die Zeitschrift „Landlust“ habe im I. Quartal mit 1.010.873 verkauften Exemplaren sogar das Magazin „Der Spiegel“ übertroffen. „Landlust möchte mit ehrlichen Mitteln die Leser ansprechen und inspirieren“, kommentiert Ute Frieling-Huchzermeyer, Chefredakteurin Landlust die aktuelle Auflagenmeldung. „Dieses Ergebnis bestätigt unsere journalistische Idee und die Kraft der Marke Landlust.“

Dem ist nichts hinzuzufügen. Hat „Living in OWL“ doch ähnliche Ziele. Beschränkt sich aber nicht nur auf „Landlust“ und ländliche Themen.

ZDF beweist: Bielefeld gibt es doch

Zur besten Sendezeit im ZDF: Die Bielefeld-Verschwörung

Mamma Mia, war das gestern Abend im ZDF eine Klamotte im Stile von „Kottan ermittelt“. Der Münsteraner Antiquar und Detektiv Wilsberg ermittelt zum Thema „Bielefeld? Gibt es nicht“. Nach Irrungen und Wirrungen und einer Irrfahrt durch das Nirwana namens Lämershagen (Gehört zu Bielefeld-Stieghorst)

Im Bielefelder Sennesand-Nirwana

schließlich und endlich die Erlösung:  Manni und Ecki stehen definitiv im Rathaus der Stadt Bielefeld. Siehe Türbeschriftung. Es gibt die Stadt also doch.

Im Bielefelder Rathaus: Manni und Ecki

Jetzt haben sie nur noch den lukrativen Blitzer auf der A 2 am Bielefelder Berg.

Weiberfastnacht und der Bär brummt

Achten Sie auf das beste Stück Ihres Mannes!

Stellen Sie sich vor, Ihr Mann schleicht auf Socken nach oben, brummt was von „Schatz. War in Rietberg, Stukenbrock, Bielefeld, Münster, Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln„. Aus dem Augenwinkel sehen Sie: „Sein bestes Stück ist ja nur noch halb so lang“. Dann, ja dann, ist er unter die Räuberinnen geraten. Die, die Scheren an der Männer beste Stücke anlegen. Ratz, fatz sind sie nur noch halb so lang (also 18 statt 36 cm) und des Mannes Würde ist entscheidend gestutzt.  Fragen Sie sich nicht, was er heute in Köln gemacht haben könnte?

Italienische Momente in Schleppers Ehemaligem

Nur eine Montage: Italienischer Moment in grünweißrot

Pasta. Pizza. Grana Padano. Ab Ende August sorgt eine Filiale der weltweit mit 60  Filialen vertretenen Restaurantkette „Vapiano“ im ehemaligen Gebäude des Sportartiklers Schlepper am Bielefelder Niederwall (gegenüber dem Alten Rathaus) für weitere italienische Momente in der Leineweberstadt. Münster und Osnabrück haben sowas ja schon und positiv getestet haben wir es auch. Betreiben wird es ebenfalls der aus Ennigerloh im Kreis Warendorf stammende Bonner Joachim Rehkämper zusammen mit Ehefrau Dijana. Das Konzept ist einfach, schnell und von guter Qualität. Die Gäste bestellen an verschiedenen Stationen Salat., Pizza, Pasta, Dolci und Getränke, bekommen es auf eine Chipkarte gespeichert, holen selbst ab und bezahlen schließlich an der Kasse am Ausgang.

Hier ein heimlicher Handy-Schuß aus der Frankfurter Filiale (Hanauer Landstraße):

Vapiano-Filiale Frankfurt

Westfalen-Blatt bald in Münsterscher Hand?

Bekannter Schriftzug: Westfalen-Blatt

Das in der Bielefelder C.W. Busse Holding erscheinende „Westfalen-Blatt“ ist zwar mit eine Auflage von 118.423 Stück die weitaus kleinere Tageszeitung (Neue Westfälische NW: über 200.000 Auflage) der Region, könnte aber bald in der münsterländischen Hand der Aschendorff Medien (Westfälische Nachrichten, Münster) sein. Das Bundeskartellamt hat jedenfalls „grünes Licht“ für eine Fusion gegeben. Dann entstünde mit weit über 300.000 Auflage neben der NW ein weiterer Zeitungsriese, der Münsterland und die Gegend Bielefeld, Paderborn, Höxter, Kreis Gütersloh dominiert. Ob es der medialen Vielfalt bzw. journalistischen Meinungsvielfalt guttun würde, sei einmal dahingestellt. Jedenfalls sind Aschendorffs bekannt für „Straffungen und Synergienutzungen“.

Artistik als Weihnachtsgeschenk

Weihnachtsgeschenk Varieté

Gutscheine an Weihnachten zu verschenken, scheint der große Trend zu sein. Auch für das Varieté – Theater GOP. in Bad Oeynhausen wird in den üblichen Medien per Papier-Beilage dafür geworben. GOP.deluxe mit einem 2-Gänge-Menü und Getränken gibt es für zwei Personen ab 115 Euro.  Das GOP. gibt es nicht nur in Bad Oeynhausen sondern auch Hannover, Essen, Münster und München.

Von Grünkohl, Kassler und Kohlwurst

Brassica oleracea convarietaet acephala varietaet sabellica = Gruenkohl

Machen Sie sich auf die kulinarische Reise entlang dem „Grünkohläquator“. Die Linie zwischen „Grünkohlessern“ und „Nicht-Grünkohlessern“ verläuft vom südlichen Münster- land über Westfalen/Ostwestfalen-Lippe OWL, Hannover, Magdeburg. Darunter können sie mit der „Oldenburger Palme“ wenig bis gar nichts anfangen. Das Mahl gestern Abend verlief nach klassisch Friesisch-Ostwestfälisch-Lippischen Regeln. Grünkohl mit „erstem Frost“, heimische Sennekartoffeln, geräuchertes Kassler, frische und geräucherte Kohl- wurst von Pieper.

Deftig, kräftig. Grünkohl, Kohlwurst und Kassler

Nach alter friesisch-westfälischer Tradition wurden dem kleinhehackten krausen Kohl mit dem leicht süßlichen Geschmack noch Haferflocken und Zwiebeln beigegeben.

Es ist angerichtet

Zum „bosseln„, dem Nationalsport Ostfrieslands mit den Kugeln, konnte man sich angesichts der vorgerückten dunklen Stunde zwar nicht hinreissen lassen….

Zu dunkel für Bosselspiele

… frönte aber ausführlich dem anderen elementaren Bestandteil jeden Bosselsports, dem  „Friesengeist“ von Behn aus Eckernförde:

Herrlich: entzündeter Friesengeist

Der Spruch dazu ging mehr oder weniger unleicht über die Lippen:

Wie Irrlicht im Moor
flackerts empor
lösch aus, trink aus
genieße leise
auf echte Friesenweise
den Friesen zur Ehr
vom Friesengeist MEHR

Rüm haart – klaar kiming                                                                                        (Friesischer Wahlspruch: Weites Herz – klarer Horizont)

Herzebrock-Clarholz

Clarholz an der B64

Bereits 1665 wurde die Postkutschenverbindung von  Münster nach Paderborn nach Kassel eingerichtet. Sie ist der Vorgänger der heutigen Bundesstraße 64. Im 18. Jahrhundert war sie eine der wichtigsten Postverbindungen in Westfalen. Damals baute man auch zur Erleichterung des Kutschenverkehrs einige Postdämme, die aber später im Zuge der Flurbereinung vollständig beseitigt wurden.

Seit 1886/87 liegt die Strecke der Warendorfer Bahn im Abschnitt Telgte-Rheda-Wiedenbrück neben der Bundesstraße. Von Brakel bis Höxter ist es die Eggebahn, die häufig direkt neben der B 64 verläuft.

Bestimmt wird die Doppelgemeinde Herzebrock-Clarholz von mächtigen geistlichen Bauten: Die um 1900/1901 neugotisch erweiterte Pfarrkirche St. Christina aus dem späten 15. Jahrhundert, das Prämonstratenserkloster Clarholz  sowie die 1803 säkularisierte Benediktinerrinnenabtei Herzebrock.

Ehemalige Benediktinerrinenabtei

Kirche, Gebäude, alte Linden und Buchen und sehr schön restaurierte Klostergärten strahlen Ruhe und Abgeschiedenheit aus, obwohl die lärmige B 64 nur einen Steinwurf entfernt ist.

Einfache barocke Formen im Klosterhof Herzebrock

Man vermutet eher ein westfälisches Herrenhaus denn eine ehemalige Bene- diktinerabtei. Im Obergeschoss des Hauses hatten die Chorherren ihren Schlaf- saal. Nach der Säkularisation war das Gebäude Pfarrhaus und ist seit 1975 auch  Pfarrgemeindezentrum.

Bedeutendstes Zeugnis der klösterlichen Zeit ist die 1705/1707 in der barocken Bauphase unter Probst Elbert von Kückelsheim errichtete Propstei. Über die Freitreppe und durch das reich verzierte Portal kommt man in das Vestibül. Im sehenswerten Kapitelsaal finden seit einigen Jahren auch standesamtlichs Trauungen statt.

Ehemalige Benediktinerinenabtei

Am OWL-Tellerrand: Münster

Münster. Die Arkaden des Prinzipalmarktes

Es vergeht ganz sicher kein ZDF-Krimi, in dem der krautige Münsteraner Privatdetektiv und Antiquar Georg Wilsberg nicht die Kurve zum Nachbarn Ostwestfalen-Lippe kriegt. Gespielt vom Westfalen Leonhard Lansink ermittelt er in der kafkaesken Atmosphäre Münsters und irgendwann lohnt sich immer das ostwestfälisch-lippische Warten auf  „den Bielefeld-Satz“. Irgendjemand knallt dann etwas raus, was mit dem Oberzentrum von OWL, der doch ein Stück größeren und letztlich bedeutenderen Stadt Bielefeld zu tun hat. Mal trägt jemand ein durchlöchertes Straßenschild „Bielefeld 63 Kilometer“ unterm Arm, mal geht es um den Bielefelder Hauptbahnhof.

Aber „richtige“ OWLs haben den Konter schon auf den Lippen, anspielend auf die immer noch am Turm von St. Lamberti hoch über dem Stadtmittelpunkt Prinzipalmarkt hängenden eisernen Körbe der sogenannten „Wiedertäufer“, deren Königreich nicht einmal ein Jahr dauerte: „Bielefelder hatten es nicht nötig, gefolterte Leute in Körben auszustellen“.

Die Körbe der Wiedertäufer an St. Lamberti

Allerdings muß der nachbarliche Neid zugeben, daß Münster durchaus die knapp 60 Kilometer über die schier nicht enden wollende Warendorfer Straße oder „außen rum“ über die Autobahn wert ist. Ein Bummel über den (prallvollen) Prinzipalmarkt gehört besonders zur Weihnachtszeit fast schon zum Pflichtprogramm. Vergessen sei auch nicht die bekannte Westfälische-Wilhelms-Universität. Mit über 36.000 Studenten die fünftgrößte Deutschlands und Hauptsitz immerhin im Kurfürstlichen Barockschloß, das ein in unserer Gegend durchaus bekannter Baumeister namens Johann Conrad Schlaun (z.B. Bauten in Rietberg)  1767 bis 1787 erbaute.

MuensterCastleAtNight Bild: Creative Commons Lizenz

Mit jenem derartigen Ereignis können wir in OWL allerdings absolut nicht dienen:

Der Westfälische Frieden

Er beendete mit den Verträgen von Münster und Osnabrück 1648 den Dreißigjährigen Krieg. Da sind die kleinen Sticheleien zwischen Münster und Bielefeld schon damals vorausschauend abgegolten worden.  Münster kriegte die höheren Kirchen mit den Körben, Bielefeld die Sparrenburg. Da kann man wenigstens richtig sitzen oder stehen und runtergucken.