Von Grünkohl, Kasseler und Kohlwurst


Machen Sie sich auf die kulinarische Reise entlang dem „Grünkohläquator“. Die Linie zwischen „Grünkohlessern“ und „Nicht-Grünkohlessern“ verläuft vom südlichen Münsterland über Westfalen/Ostwestfalen-Lippe OWL, Hannover, Magdeburg. Darunter können sie mit der „Oldenburger Palme“ wenig bis gar nichts anfangen. Das Mahl gestern Abend verlief nach klassisch Friesisch-Ostwestfälisch-Lippischen Regeln. Grünkohl mit „erstem Frost“, heimische Sennekartoffeln, geräuchertes Kassler, frische und geräucherte Kohl- wurst von Pieper.

Deftig, kräftig. Grünkohl, Kohlwurst und Kassler

Nach alter friesisch-westfälischer Tradition wurden dem kleinhehackten krausen Kohl mit dem leicht süßlichen Geschmack noch Haferflocken und Zwiebeln beigegeben.
Es ist angerichtet

Zum „boßeln„, dem Nationalsport Ostfrieslands mit den Kugeln, konnte man sich angesichts der vorgerückten dunklen Stunde zwar nicht hinreissen lassen….
Zu dunkel für Boßelspiele

… frönte aber ausführlich dem anderen elementaren Bestandteil jeden Boßelsports, dem  „Friesengeist“ von Behn aus Eckernförde:
Herrlich: entzündeter Friesengeist

Der Spruch dazu ging mehr oder weniger unleicht über die Lippen:

Wie Irrlicht im Moor
flackerts empor
lösch aus, trink aus
genieße leise
auf echte Friesenweise
den Friesen zur Ehr
vom Friesengeist MEHR
Rüm haart – klaar kiming                                                                                        (Friesischer Wahlspruch: Weites Herz – klarer Horizont)

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