Impuls: Wenn Schulen mehr wären als Stundenpläne

Hedwig Bonensteffen

Was wäre, wenn Schulen nicht nur Orte des Lernens wären, sondern Orte der Begegnung?

Räume, in denen junge Menschen nicht ausschließlich Lehrstoff aufnehmen, Fragen gestellt bekommen, auf die die Antwort bereits genormt ist, sondern eigene Fragen stellen dürfen. Fragen ans Leben. Fragen an sich selbst. Fragen an die Zukunft.

Der Mensch im Mittelpunkt

Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich heute erstaunlich allein. Manche ziehen sich zurück, verweigern den Schulbesuch oder tragen ihre Gedanken mit sich aus, ohne jemanden zu finden, der wirklich zuhört. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil ihnen oft ein Gegenüber fehlt, das ihre Interessen teilt.

Eine Schule könnte mehr sein als ein Gebäude mit Klassenzimmern. Sie könnte ein lebendiger Treffpunkt werden, zum Austausch über alles, was den Einzelnen gerade bewegt.

Ein Ort, an dem Erfahrungen zwischen Generationen weitergegeben werden.
Ein Ort, an dem Fähigkeiten entdeckt werden dürfen.
Ein Ort, an dem nicht nur der Lehrplan zählt, sondern auch der einzelne Mensch.

Vielleicht braucht es dafür keine große Bildungsrevolution. Vielleicht genügt manchmal schon ein offener Raum, Zeit für Gespräche und Erwachsene, die bereit sind zuzuhören.

Denn wenn junge Menschen erleben, dass ihre Interessen ernst genommen werden, entsteht etwas, das kein Lehrbuch vermitteln kann: Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten.

Und wer weiß. Vielleicht beginnt genau dort die Wirklichkeit von morgen.

Alles ist möglich.

Eure Hedwig

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