Ralf Wigand: Chronische Borreliose – heilbar oder nicht heilbar?

Der Bielefelder Heilpraktiker über die verschiedenen Stadien dieser „Volksseuche“ und deren Heilungschancen

Die Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt, ist eine Infektionskrankheit, welche durch die sogenannten Borrelien-Bakterien hervorgerufen wird. Übertragen werden die krankmachenden Bakterien überwiegend durch Zeckenbiss. Die jährliche Infektionsrate in Deutschland beläuft sich auf geschätzte 60.000 – 100.000 Neuinfektionen. Man spricht bei der Borreliose von einer Multi-Systemerkrankung, da gleichzeitig mehrere Organe befallen werden. Am häufigsten davon betroffen sind das Nervensystem, Herz, Augen, Gelenke und die Haut. Der älteste und wohl prominenteste Borrelien-Wirt war vor ca. 5.500 Jahren der Gletschermann „Ötzi“. In forensischen Untersuchungen wurden in seinem Körper Borrelien nachgewiesen.

livinginowl: Was sollte man im Falle eines Zeckenbisses machen?

Ralf Wigand: Gerade Menschen, die sich beruflich oder privat häufig in der Natur aufhalten, sollten sich mehrmals täglich auf Zecken-Befall absuchen. Die Borrelien befinden sich im Magen der Zecke und werden wohl erst Stunden nach dem Befall übertragen. Eine rechtzeitige Entfernung der Zecke könnte eine Infektion verhindern. Jeder Betroffene sollte die Einstichstelle über mehrere Tage beobachten. Bei 60% aller Borrelien-Infektionen bildet sich an der Einstichstelle die sogenannte „Wanderröte“. Diese optisch sichtbare Röte gilt als Nachweis einer Borrelien-Übertragung. Allerdings zeigt sich bei den restlichen 40% trotz möglicher Borrelien-Übertragung keine Verfärbung an der Einstichstelle.

Stadium 1  kann man eine Übertragung schulmedizinisch nachweisen?

Es macht wenig Sinn, bei erfolgtem Zeckenbiss in Panik zu verfallen. Viele Betroffen, die von der Übertragung etwaiger Borrelien-Bakterien subjektiv nichts mitbekommen haben, zeigen weder akute Symptome noch bekommen sie zukünftige gesundheitliche Probleme. Ein gut funktionierendes Immunsystem wird mit der Infektion fertig und die Gefahr einer möglichen chronischen Borreliose ist gebannt. Hier bewahrheitet sich wieder einmal das weise Zitat:

Nicht der Erreger ist entscheidend, sondern nur das Milieu auf das er trifft“.

Einen ärztlichen Bluttest (Western-Blot-Test) kann man sich im Anfangs-Stadium ersparen, da ein IGM-Blut-Antikörpernachweis erst mehrere Wochen nach erfolgter Infektion möglich ist. Der Nachweis von IGG-Antiköpern ist aussagefähiger, sagt aber nur aus, ob eine Infektion in früheren Zeiten durchgemacht wurde. Ein wohl etwas genauerer Nachweis einer Borrelien-Infektion ist durch den Lymphozyten-Transformation-Test (LTT) möglich. Bei diesem Laborverfahren werden Lymphozyten (weiße Abwehrzellen aus dem Patienten-Blut) mit Borrelien-Bestandteilen im Labor zusammengefügt. Im Anschluss daran wird gemessen, ob sich die Lymphozyten im Reagenzglas langsam oder schnell vermehren. Man geht davon aus falls keine Borrelien-Infektion stattgefunden hat, sich die Lymphozyten nur sehr langsam vermehren, da die Abwehrzellen die Borrelien nicht kennen. Bei einer durchgemachten Infektion sind die Lymphozyten auf Abwehr gedrillt und vermehren sich deutlich schneller. Ist die Infektion vorbei, geht die Anzahl der Lymphozyten stark zurück. Die Schwachstelle an diesem Test ist allerdings die Tatsache, dass die Anzahl der abgekapselten Borrelien nicht nachgewiesen werden kann.

Eine prophylaktische Antibiotika-Behandlung im frühen Stadium 1 ohne körperliche Symptome ist meiner Meinung nach aufgrund der multiplen Nebenwirkungen und der Gefahr einer Chronifizierung der Borreliose indiskutabel. Sollten allerdings Symptome wie z.B. Fieber, Bindehautentzündungen, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten, kann eine zweiwöchige Antibiotika-Behandlung sinnvoll sein. Allerdings werden nur die im Blut zirkulierenden Borrelien abgetötet und die nicht erfassten, resistenten Borrelien können zu einer tickenden Zeitbombe werden. Aus Sicht der Patienten-Sorgfaltspflicht würde ich einem Betroffenen nicht von der zweiwöchigen, initialen Antibiose abraten. Zusätzlich unterstützende Maßnahmen sollten allerdings obligatorisch sein.

Stadium 2 – die Ausbreitung im Organismus

Kommt es Wochen bis Monate nach dem Zeckenbiss zu brennenden, unerträglichen Nervenschmerzen, spricht man von einer Neuro-Borreliose. Da nun das Nervensystem betroffen ist, können sogar Lähmungen im Gesicht und Gefühlsstörungen in Armen und Beinen auftreten. Besonders gefürchtet ist eine Infektion des Gehirns, die eine sofortige Behandlung im Krankenhaus rechtfertigt.

Stadium 3 – die chronische Borreliose

Dieses Stadium tritt erst Monate bis Jahre nach erfolgter Infektion auf. Sporadische oder in Intervallen auftretende Gelenkentzündungen werden häufig fälschlicherweise als rheumatische Erkrankung fehlgedeutet. Die in diesem Stadium von den medizinischen Leitlinien empfohlen Antibiotika-  Dauertherapie zeugt von einer völligen Unkenntnis der Borrelien-Intelligenz. Borrelien sind zwar Bakterien, teilen sich aber im Vergleich zu den meisten anderen Bakterien nur sehr langsam. Unter „normalen“ Bedingungen teilen sie sich alle 12 bis 24 Stunden. Nur während des Teilungsprozesses sind die Borrelien für die Antibiotika erreichbar. Die medizinischen Leitlinien begründen aufgrund der langsamen Teilung eine Antibiotika-Langzeitbehandlung. Leider erkennen Borrelien die Gefahr, wenn der Zeitpunkt einer für sie optimalen Vermehrung nicht gegeben ist. Sie können unbeschadet bis zu 10 Monate einen besseren Zeitpunkt für optimale Vermehrung abwarten.

Wie man Borrelien durch Antibiotika zum Lachen und Ihr Immunsystem zum Weinen bringt.

Um sich vor den Antibiotika zu schützen, kapseln Borrelien sich in Zysten und Hohlräumen ab. Häufig bilden sie sogar Kolonien mit vielen tausend anderer Borrelien. Diese Kolonien verteidigen sich mit einem sogenannten „Biofilm“, einer dünnen Schutzfolie aus eigenem Sekret vor feindlichen Angriffen. Die abgekapselten Borrelien schützen sich durch ihre genetisch programmierte Überlebensstrategie nicht nur vor den Antibiotika, sondern werden in diesem Stadium auch von unserem Immunsystem nicht mehr als feindliche Schmarotzer erkannt. Eine Langzeit-Antibiotika-Behandlung ist das Spiegelbild der Leitlinien-Hilflosigkeit und aus meiner Sicht medizinisch nicht vertretbar. Viele Betroffene werden im Laufe der Antibiotika-Langzeitbehandlung ohne jegliche Aussicht auf Heilung oder Verbesserung ihrer Symptome zu körperlichen und seelischen Wracks therapiert.

livinginowl: Kann man die „intelligenten“ Borrelien überlisten?

Ralf Wigand: Ein Licht im Dunkeln der medizinischen Hilflosigkeit bietet uns mal wieder die Natur. In einer präklinischen Studie aus dem Jahr 2016 fand man heraus, dass ein Extrakt des ganzen Blattes! der SteviaPflanze alle verschiedenen morphologische Formen der Borrelien angreifen und zerstören kann, inklusive des gefürchteten „Bio-Films“. Unter Mithilfe des Bio-Films können sich Borrelien tarnen und sind dann vor Antibiotika und unserem Immunsystem geschützt. Der Extrakt aus der Stevia Pflanze (an dieser Stelle ist nicht der isolierte Süßstoff gemeint!) ist völlig unschädlich und zudem recht preiswert. Allerdings sind biologische Stoffe nicht patentierbar und aus diesem Grund uninteressant für die Pharma-Industrie

Dinge, die Borrelien mögen und nicht mögen

Borrelien gedeihen am besten in einem sauerstoffarmen Milieu und einem PH-Wert von 7,6. Demnach wären Therapien, die den Sauerstoff-Gehalt im Körper erhöhen, dankbare Anti-Borrelien Strategien.

Im Inkubator zeigte sich eine Temperatur von 34-37 C. als Optimum für das Borrelien-Wachstum. Eine deutliche Erhöhung der Körperkerntemperatur durch Ganzkörper-Hyperthermie und/oder tägliches saunieren wären demnach möglicher Weise eine sinnvolle zusätzliche Waffe gegen die Borrelien. Patienten, bei denen der Körper als Reaktion auf eine akute Borreliose mit Fieber reagiert, sollten dieses als Geschenk des Immunsystems werten. Fieber unter 39 Grad Celsius  mit Medikamenten senken zu wollen ist ein medizinischer Denkfehler.

Eine weitere Eigenheit der Borrelien ist ihr für Bakterien untypische eisenfreie Stoffwechsel. Der wichtigste Kofaktor für den enzymatischen Stoffwechsel der Borrelien ist das Spurenelement Mangan. Spitzenreiter der manganhaltigen Lebensmittel sind Haferflocken, Sojamehl, Getreide und Nüsse. Ein Meiden dieser Lebensmittel wäre meiner Meinung nach bei akuten Schüben sinnvoll. Eine zusätzliche Möglichkeit bei einem akuten Schub könnte eine sofortige Chelat-Infusion mit dem Wirkstoff Calcium-EDTA sein. Das Calcium-EDTA bindet neben diversen Schwermetalle auch freies, ungebundenes Mangan und könnte den Borrelien hierdurch bedingt einen für ihre Vermehrung essentiellen Baustoff entziehen. Viele erfolgreiche Naturheilpraxen bestätigen zudem die Vermutung, dass eine Belastung mit Schwermetallen eine chronische Borreliose triggert. Die Vermutung, dass eine Borreliose überwiegend in einem durch Schwermetalle belasteten Körper chronisch wird, halte ich persönlich für sehr wahrscheinlich.

livinginowl: Ist eine chronische Borreliose heilbar?

Ralf Wigand: Oberste Priorität sollten die Maßnahmen sein welche eine chronische Borreliose erst gar nicht entstehen lassen. Die Leitlinien der Schulmedizin gleichem dem russischen Roulett. Nach zweiwöchiger Antibiotika-Behandlung wird nur abgewartet, anstatt dem Immunsystem zu helfen die restlichen nicht abgetöteten Borrelien zu eliminieren. Der durch die Antibiotika entstandene Kollateralschaden der Darmflora sollte umgehend durch die Einnahme hochdosierter probiotischer Darmpräparate ausgeglichen werden. Eine gesunde Darmflora ist für ein funktionierendes Immunsystem unabdingbar. Meiner Meinung nach sollte sowohl während als auch nach einer Antibiotika-Therapie begleitend eine Infusions-Therapie mit immunstärkenden Vitalstoffen durchgeführt werden. Hierdurch könnte eine Chronifizierung zumindest erschwert werden. Hauptbestandteil meiner Anti-Borrelien-Infusion sind u.a. 25 Gramm Vitamin C. In dieser Dosierung bewirkt das Vitamin C eine massive Freisetzung von Wasserstoffperoxid. Dieses körpereigene „Kampfmolekül“ ist in der Lage Viren und Bakterien abzutöten. Dieser Effekt ist nur durch Infusion zu erreichen da Vitamin C  ab einem Gramm oral eingenommen allenfalls ein prächtiges Abführmittel ist. Weitere Bestandteile der Infusion sind u.a. die Aminosäuren Arginin, Lysin und Prolin in einer Dosierung von mehreren Gramm.

Eine chronische Borreliose lässt sich naturheilkundlich hervorragend therapieren. Vor Beginn der Therapie sollte ein ausführliches Blutbild angefertigt werden. Ein äußerst wichtiger Parameter ist das körpereigene Cortisol. Patienten, die jahrelang unter chronischer Borreliose leiden, haben häufig  aufgrund des permanenten Stresses eine erworbene Nebennieren-Schwäche. In diesen Fällen kann eine kurzfristige Substitution mit niedrig dosiertem Cortison sinnvoll sein.

In Kombination mit Infusionen und der me2.vie-Systemtherapie lassen sich aus meiner Praxiserfahrung die Beschwerden häufig schon nach wenigen Behandlungen deutlich verbessern. Die Wechselstrom-Hochfrequenzen derme2.vie- Systemtherapie scheinen die Borrelien nicht zu mögen. Eine mögliche Erklärung wäre, dass die elektrischen Frequenzen die Borrelien lähmen und diese aus diesem Grund zeitgleich durch das Vitamin C in Zusammenarbeit mit dem körpereigenen Immunsystem eliminiert werden können.

Auf der Suche nach zusätzlichen Lösungsmöglichkeiten sollten wir der Natur über die Schulter schauen und die wohl berechtigte Frage stellen:

Gibt es in der freien Natur eine chronische Borreliose?

Ralf Wigand: Alle freilebenden Tiere beherbergen permanent mehrere Dutzend Zecken. Aufgrund der vermutlich täglichen Borrelien-Übertragung müssten eigentlich alle Tiere in der freien Natur jammernd in der Ecke liegen oder mit schmerzverzerrtem Gesicht durch die Wildnis humpeln.

Tiere in freier Wildbahn ernähren sich natürlich und artgerecht, tragen keine Amalgam-Füllungen, fressen keine chemischen Tabletten und Antibiotika, bekommen keine unsinnigen Schutzimpfungen, leiden unter deutlich weniger Elektrosmog-Belastung und können bei Bedarf körpereigenes Vitamin C im zweistelligen Grammbereich produzieren.

Heilen verboten?

Die chronische Borreliose bereitet in Deutschland jährlich den Krankenkassen und der Volkswirtschaft einen zweistelligen Milliardenschaden. Eine staatlich finanzierte Forschung nach alternativen Therapieansätzen wäre mehr als überfällig. Allerdings wird dieses in naher Zukunft nicht geschehen, da unser derzeitiger Gesundheitsminister ein bekennender Gegner der Naturheilkunde ist. Herr Spahn war 12 Jahre lang als Lobbyist für die Pharma-Industrie tätig und möchte die Naturheilkunde möglichst verbieten lassen. In der Justiz nennt man eine derartige berufliche Konstellation Befangenheit, in der Politik kann ein medizinischer Laie ohne Nachweis und Bewertung medizinischer Kenntnisse die höchste Amtsmacht in unserem Gesundheitssystem bekleiden.

 

Foto: Florian Freimuth www.FotoFreimuth.deNaturheilpraxis Ralf J. Wigand
Vilsendorfer Straße 4
33739 Bielefeld (Jöllenbeck)
Telefon 05206-4484
http://www.heilpraktiker-wigand-bielefeld.de

 

 

Foto 1: clipdealer

 

 

 

 

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