Wieso heißt er denn Nasibärchen?

Hach ja… Wie oft wurde ich das schon gefragt? Und wie oft habe ich darauf schon geantwortet? Ich denke, ich bin nicht die einzige Tierbesitzerin, die ihrem Freund/in mehrere Namen gibt. Letzte Woche bin ich ja bereits kurz darauf eingegangen. Nun denn. Nasibärchen heißt laut Papiere Nick, Nick von Nordlicht. Tja, is jetzt nix Weltbewegendes und schon gar nich hat es mein Pony bewegt, wenn ich es so gerufen hab. Irgendwie fehlte ihm der Bezug zu diesem Namen. Was hab ich also getan? Räusper… Von Hause aus war er nich unbedingt der Schlankste; halt Urtyp Haflinger: quadratisch, praktisch, gut und zarte 1,40 groß. Naja und ähm… eher moppeliger veranlagt. Somit nannte ich ihn zärtlich Möppeli, Möppel, Dicker und so. Ja. So ging das ne Zeit.

Bis ich dann ihm Rahmen einer ergotherapeutischen Fortbildung für Kinder lernte, dass Worte große Macht haben und wir uns (besonders Eltern, aber auch Angehörige, Lehrer etc.), also quasi jeder, Gedanken darüber machen sollten, wie wir mit unserem Gegenüber reden, aber halt auch, wie wir jemanden anreden, betiteln… Und ob wir das umgekehrt auch entsprechend hören würden wollen oder nicht.

Fazit: wir sollten uns bewusst machen, WAS wir wem sagen, aber auch WIE wir es sagen… Und reiche das nich aus, sollten wir mal in uns hinein fühlen, was Worte oder „Anredungen“ mit uns machen und ob wir das toll finden oder lieber was anderes hören würden wollen. Klar soweit, woll? 😉

Ähm ja… So stand ich nachmittags vor meinem Möppi… hmmmmm…

Nu heißt es ja meist, wie der Herr so’s Gescher…Und naja äääääähhh… Zumindest bezüglich Körperpölsterchen sind wir uns schon sehr ähnlich…Wir haben halt so unsere Schwankungen…seufz…
Und wie ich da so stand… Und mir überlegte, wie es wäre wenn mich jemand lauthals Möppi rufen würde …also neeeeee… fand ich das nicht mehr sooooo lustig, weisse?

Zumal mir dabei siedendheiß einfiel, wie mein damaliger PonytreckingChef stets Dicke zu mir sagte… oder Paula… Aber das is uninteressant. Na klar, Arnsberg wusste, dass er zu jedem weiblichen Individuum Dicke oder Paula sagte, aber … Dicke… neeeeeeeee, da fühlte mich dennoch immer persönlich betroffen, aber egal.

Ich stand jetz auf der Wiese und dachte, alles klar, wir müssen was ändern. Möppi war gestern (darauf hörte er auch nich, geschweige denn, dass er sich in meine Richtung bewegte, aber irgendwie muss Frau ja ihr Tierchen ja nennen, ne?)… … … Aber was is heute?

Also überlegte ich… grübel… So direkt Namen fielen mir nich ein und ich begann darüber nachzudenken, was denn so typisch für mein Pony is, aber sich dennoch nich allzu doof anhört. … … …
Da kam ich auf Nasenbär. Denn ich mag besonders seine dicke Nase…krieg direkt Herzkes auffe Pupille… Die is nämlich so hübsch grau und weich…schwärm… Und ausserdem is er mit der immer und überall… So ’n Staubsauger halt, ne? Brauch ich nich weiter erklären, glaub ich…

Ich steh also nix ahnend an der Wiese und rufe Nasenbär… ZACK… gehn seine Öhrchen hoch! Ich so: HÖÖÖ? NA-SIIII??? NASE??? NASENBÄR????
Und das ERSTE MAL in unserem gemeinsamen Leben kommt mir mein Pony AUF DER WIESE … E.N.T.G.E.G.E.N.!!!!
Jawohl!!!! Das war erstmal nen Tagebucheintrag wert HAHAHA 😊😊😊

Jaaaaaaa… Und seitdem heißt er so und wir fühlen uns beide sehr wohl damit!!!! Vor allem weil er mir seitdem (meistens) entgegen kommt! FREUFREU

FAZIT: Es kann Frau definitiv das Leben erleichtern, wenn es bei einigen Entscheidungen ihr Tierchen mit einbezieht!

Das wars für heute und ich freue mich schon wieder auf nächste Woche!

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