Arteriosklerose – das Märchen vom Cholesterin, Teil II

Heilpraktiker Ralf Wigand: Kein Zusammenhang zwischen erhöhtem Cholesterin und Arteriosklerose.

Teil I können Sie hier lesen.

livinginowl: Wie entstand der Mythos vom gefährlichen Cholesterin?

Ralf Wigand: Meiner Recherche nach stammt die erste „wissenschaftliche Erkenntnis“ des Cholesterin-Mythos aus dem Jahr 1908. Der russische Gelehrte Alexander Ignatovski suchte vor mehr als 100 Jahren die Erklärung für Herzinfarkte. Irgendwann kann ihm die Idee, den Zusammenhang von Herzinfarkt und konsumierten Fetten zu untersuchen. Über Magensonden wurden Kaninchen mit zerstampften Schweinehirn (Schweinehirn enthält ca. 30% Cholesterin) gemästet. Im Laufe der Studie erlitten alle Kaninchen durch Organverfettung einen tödlichen Herzinfarkt. Das Herzinfarkt-Rätsel war (zumindest für ihn) endlich gelöst. Bis zum heutigen Tag wird unter anderem diese unsinnige Studie als Argument für die Cholesterin-These herangezogen. Die Tatsache, dass pflanzenfressende Kaninchen in freier Wildbahn höchst selten Schweinehirn fressen, geschweige denn zugeführtes Cholesterin verstoffwechseln können, war zweitrangig. Ein weiterer Indikator wissenschaftlicher Diarrhö für einen derartigen Tierversuch ist zudem die Tatsache, dass Arteriosklerose als schleichender Faktor über einen längeren Zeitraum entsteht. Allein die kurze Lebenserwartung von Nagetieren schließt „Versuchskaninchen“ als Probanden für eine derartige Studie aus. Der Cholesterin-Blutwert der Kaninchen befand sich bei ca. 7.000 mg/dl. Die Kaninchen verstarben selbstverständlich nicht an Arteriosklerose, sondern an mechanischer Herzverstopfung durch Fettansammlungen in den Herzkranzgefäßen.

Warum verhärten nur ca. 0,0000001 Prozent unserer Arterien?

Interessant ist die Tatsache, dass das arterielle Gefäßsystem eines erwachsenden Menschen eine Gesamtlänge von mindestens 200.000 km! hat.

Warum verhärten immer nur bestimmte Bereiche (Aorta, Herzkranzgefäße und Halsschlagader) von wenigen Zentimetern Länge? Laut gängiger Lehrmeinung müssten folgerichtig alle Arterien betroffen sein.

Eine plausible Antwort auf diese medizinische Ungereimtheit gab Professor Haverich in dem renommierten Fachmagazin „Circulation“. Nur Arterien mit einer Wanddichte von mehr als 0,5 Millimeter besitzen Vasa-Vasorum-Versorgungsgefäße.  Ausschließlich aufgrund dieser anatomische Gegebenheit können „Mini-Infarkte“ an den Wänden der Arterien-Muskulatur entstehen und als Folge eine lokale Arteriosklerose. Arterien mit einer geringeren Wanddichte als 0,5 Millimeter besitzen keine Versorgungsgefäße und können demnach keine Arteriosklerose entwickeln.

Danke lieber Professor Hartenbach

Der Arzt und Chirurg Professor Hartenbach hat in seinem Buch „Die Cholesterin-Lüge“ schon 1998 auf die kriminellen Lügengeschichten über das angeblich „gefährliche Cholesterin“ hingewiesen. In seinem Bestseller-Buch hat er deutsche Ärzte und Kliniken, welche nach seiner Aussage gewünschte Cholesterin-Betrugsstudien gegen fürstliche Honorierung angefertigt und unterschrieben hatten, namentlich erwähnt. Kein Arzt oder Klinikleiter, der in Professor Hartenbachs Buch des mutmaßlichen Betrugs bezichtigt wurde, hat juristische Schritte gegen den Autor eingeleitet. Warum wohl nicht??

An dieser Stelle posthum meinen aufrichtigen Dank an einen der wertvollsten Querdenker der deutschen Medizin-Geschichte. Sein Buch prägte meinen häufig zitierten Praxis-Spruch: „Es gibt keinen gesunden Menschen mit einem niedrigen Cholesterin-Spiegel“. 2012 verstarb Professor Hartenbach mit einem wohl hohen Cholesterin-Spiegel im gesegneten Alter von 98! Jahren.

Gut und Böse

Die meisten Ärzte und Kardiologen sind immer noch der Meinung, Arterien verkalken von innen wie z.B. eine alte Badezimmer-Armatur. In der Realität verkalken die betroffenen Arterien überwiegend in der medialen Muskulatur, also an Stellen ohne arteriellen Blutfluss. Wie schon eingangs erwähnt, benötigen Arterien eine eigene, sauerstoffreiche Blut- und Nährstoff-Versorgung. Verschließen sich im Laufe der Jahre diese mikroskopisch kleinen Versorgungswege, kommt es zu einem Infarkt der Arterien-Außenwand und als direkte Folge wird die Media (die Muskulatur der Arterie) stofflich minder versorgt. Das körpereigene Immunsystem versucht nun, das abgestorbene Gewebe über Entzündungs-Kaskaden abzubauen. Hierbei entstehen Plaques, die zu einer Verdickung der Arterienwand führen oder schlimmstenfalls die Arterien komplett verschließen.

Die Entstehung der Arteriosklerose ist ein sehr komplexer Vorgang. Die Leitlinien-Medizin benötigt allerdings keine komplexe Erklärung. Eine mit an kindlicher Naivität grenzende Erklärungs-Hypothese liefert einen alleinigen Übeltäter an den Pranger, das „böse Cholesterin“.

Eine Ausnahme dieser Regel ist wie Eingangs schon erwähnt ein erhöhter Lipoprotein (a) Wert. Patienten die unter dieser wohl genetisch bedingten Belastung leiden, sollten tunlichst alles für einen gesunden Lebenswandel tun.

livinginowl: Ab welcher Höhe wird der Cholesterin-Wert gefährlich?

Ralf Wigand: Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde auf Empfehlung der pharmazeutischen Freunde die „Alarmgrenze“ vom Cholesterin-Blutwert von 260mg/dl auf 200mg/dl gesenkt. (Eine weitere Absenkung der Obergrenze wird in den medizinischen Leitlinien emsig diskutiert.) Nahezu jeder Bürger hat demnach gegenwärtig einen angeblich zu hohen Cholesterinwert. Das Absenken der Cholesterin-Obergrenze bringt nicht nur viele neue Verschreibungs-Kunden, sondern bestätigt zugleich eine weitere Pippi Langstrumpf Statistik (ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt): Menschen mit Arteriosklerose haben haben manchmal einen erhöhten Cholesterinwert und manchmal halt nicht. So einfach kann Wissenschaft sein!

Wie sagte schon der großartige Albert Einstein:

„Es ist schwieriger, eine vorgefertigte Meinung zu zertrümmern als ein Atom“

livinginowl: Wie entstand der Cholesterin-Mythos

Ralf Wigand: Der 70minütige französische Dokumentarfilm „Der Cholesterin Bluff“ enttarnt seriös recherchiert die weltweit von der Margarine- und Pharma-Industrie ins Leben gerufene Volksverdummung. Mit geschönten und gefälschten Studien wird dieser Wissenschaftsbetrug bis zum heutigen Tag aufrechterhalten. Initiator dieses 70jährigen Feldzuges gegen das Cholesterin war vor 70 Jahren die Margarine-Industrie der USA. Butter wurde verteufelt und ungesunde Margarine (Margarine ist ein pflanzliches Statin) weltweit als neuer Segen der Menschheit vermarktet.

Einige Jahre später wurde unter tosendem Applaus der medizinisch unterbelichteten oder zumindest leichtgläubigen amerikanischen Ärzte pharmazeutische Cholesterin-Senker entwickelt. Die Geburtsstunde der mächtigen und vor allem skrupellosen Pharma-Industrie war eingeläutet. Diejenigen Ärzte und Wissenschaftler, die sich gegen diesen Wissenschaftsbetrug auflehnten und sogar wissenschaftlich widerlegen konnten, wurden gemobbt, diskriminiert und bekämpft.

Allein 2016 wurden mit Statinen weltweit über 25 Milliarden Dollar umgesetzt. Der weltweit jährliche Umsatz der Margarine-Industrie dürfte wohl deutlich höher liegen.

Der hoch informative, sehr unterhaltsame und auch für medizinische Laien verständliche Fernsehfilm „Der Cholesterin-Bluff“ kann auf YouTube im Internet heruntergeladen werden.

livinginowl: Wozu benötigt unser Körper Cholesterin

Ralf Wigand: Vorab bemerkt ist das Cholesterin überhaupt kein Fett, sondern ein Lipo-Protein. Biochemisch gesehen handelt es sich um eine Fett-Eiweiß-Verbindung. Unser Körper benötigt diesen wunderbaren Stoff als Baustoff unserer Zellmembranen, Nervenzellen und zur Hormonsynthese. Mit Hilfe des Sonnenlichts bildet unsere Haut aus dem Cholesterin das lebensnotwendige Vitamin D3. Des Weiteren bildet unser Körper aus dem Cholesterin sämtliche lebenswichtige Steroid-Hormone wie z.B. Pregnenolon, Östrogen, Progesteron, Cortisol und DHEA und das Nieren-Hormon Aldosteron.

Reduziert man in unserem Körper den Baustoff zur Hormon-Synthese durch chemische Senkung des Cholesterins, entstehen logischerweise Hormon- und Vitamin D3 Defizite. So wird z.B. das körpereigene Cortisol, welches in der Neben-Nieren-Rinde aus Cholesterin gebildet wird, unter anderem zur Regulation überschießender Entzündungen benötigt. Eine chemische Cholesterin-Senkung induziert Cortisolmangel. Eine dauernde Entzündung bedingt durch Cortisolmangel fördert die Entstehung der Arteriosklerose.

Wunderstoff Ubiquinon

Leider ist nur wenigen Medizinern bekannt, dass Cholesterin-Senker als zusätzliche fatale Nebenwirkung die körpereigene Synthese von Q10 in der Leber drastisch drosseln. Der lateinische Name von Q10 ist „Ubiquinon“ und bedeutet übersetzt, „überall vorkommend“. Jede! Ihrer Billionen Zellen, vor allem die Herz- und Nervenzellen benötigen zur Energie-Gewinnung in den Mitochondrien Q10. Besonders der Herzmuskel ist für seine Funktion auf ein ausreichendes Angebot von Q10 angewiesen. Ein statininduziertes Defizit dieses elementaren Energiefaktors kann zu einem plötzlichen, tödlichen Herzstillstand führen. Diese nicht seltene (und der Pharma-Industrie bekannte Nebenwirkung) Körperverletzung mit Todesfolge wird fälschlicherweise als Herzinfarkt verkannt und bleibt juristisch ungesühnt.

Aufgrund der biologischen Wertigkeit von Q10 für jede Körperzelle erklären sich die zusätzlichen, multiplen Nebenwirkungen einer chemischen Cholesterin-Senkung. Die häufigsten Nebenwirkungen eines durch Statine erniedrigten Cholesterin/Q10-Werts im Körper sind Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Alpträume, Muskelschmerzen und Muskelabbau, Nierenversagen, grauer Star, Impotenz, Polyneuropathie, Demenz, Depressionen, Morbus Parkinson, Diabetes, plötzlicher Herzstillstand und ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko.

 

Foto: Florian Freimuth www.FotoFreimuth.deNaturheilpraxis Ralf J. Wigand
Vilsendorfer Straße 4
33739 Bielefeld (Jöllenbeck)
Telefon 05206-4484
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