Wenn die Schulmedizin versagt

Der Bielefelder Heilpraktiker Ralf J. Wigand über Demenz und Alzheimer

 

In Deutschland leben gegenwärtig rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Die meisten von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Jahr für Jahr treten laut statistischem Bundesamt mehr als 300.000 Neuerkrankungen auf. Da es weitaus mehr Neuerkrankungen als Sterbefälle gibt, nimmt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich zu. Nach Vorausberechnung der Bevölkerungsdichte wird sich die Anzahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 auf rund 3 Millionen erhöhen. (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.) Jeder Mensch mit Alzheimer leidet an Demenz, aber wer dement ist, muss nicht unbedingt an Alzheimer erkrankt sein.

livinginowl: Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?

Ralf J. Wigand: Die Bezeichnung Demenz leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet „weg vom Geist“. Demenz steht als Oberbegriff für sämtliche kognitive Störungen des Gehirns, Alzheimer für den kompletten Zusammenbruch der mentalen Leistung. Alzheimer führt im Verlauf der Erkrankung zu extremen strukturellen Veränderungen im Gehirn und kann durch bildgebende Verfahren objektiv nachgewiesen werden. Ca. 60% aller von der Demenz Betroffenen leiden an der Alzheimer-Variante. Im finalen Stadium der Erkrankung leben Alzheimer-Patienten abgeschottet in ihrer eigenen Welt. Die Gefahr, an Demenz/Alzheimer zu erkranken, steigt linear zum erreichten Alter. Die Tatsache, dass Frauen prozentual deutlich höher betroffen sind, liegt an der höheren Lebenserwartung des weiblichen Geschlechts. Die mittlere Prävalenzrate von Demenz betrifft momentan 15 % der über 80jährigen und 40 % der über 90jährigen.

Das Gehirn ist das Opfer der Erkrankung und nicht der Täter!

Demenz ist ein multifaktorielles Problem und nach einem alleinigen „Wundermittel“ zu forschen zeugt meiner Meinung nach von wissenschaftlicher Naivität oder kommerzieller Skrupellosigkeit. Bis zum heutigen Zeitpunkt wird die Erkrankung von der geltenden schulmedizinischen Lehrmeinung zum unheilbaren Schicksal erklärt. Vermeidbare Auslöser anzuerkennen sowie mögliche alternative Therapie-Möglichkeiten werden den Betroffenen vorenthalten. Der volkswirtschaftlich Schaden wird demnächst einen dreistelligen Milliardenbereich erreichen. Eine staatliche Förderung alternativer Studien wäre mehr als überfällig und letztendlich von hohem volkswirtschaftlichen Nutzen.

Auslöser Medikamente

Es gibt weit über 100 Medikamente, von denen man weiß, dass diese demenzähnliche Symptome hervorrufen können und bei langfristiger Einnahme degenerative Veränderungen im Gehirn fördern. Hierzu gehören an erster Stelle Cholesterinsenker, Blutdrucksenker, Beruhigungs- und Schlafmittel, Psychopharmaka, Magensäureblocker und sogenannte Schleifendiuretika. Letztere minimieren vor allem in Kombination mit einem desolaten Trinkverhalten das Flüssigkeitsangebot im Gehirn. Ältere Menschen konsumieren häufig viel zu wenig Flüssigkeit weil das natürliche Durstgefühl im Alter leider nachlässt. Da unser Gehirn für eine einwandfreie Funktion ein flüssiges Milieu benötigt und zudem nur über ausreichend vorhandene Flüssigkeit entgiften kann, entstehen als direkte Folge auf Flüssigkeitsmangel demenzartige Symptome.

Die Entgiftungskapazität des Gehirns lässt im Alter nach

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der allgemein zum Alter linear ansteigende Medikamentenkonsum. Kein Mediziner kennt die Interaktionen verschiedener Wirkstoffe untereinander. Fakt ist zudem, dass ältere Menschen Medikamente schlechter entgiften können. Eine nachlassende Entgiftungskapazität im Gehirn steigt mit jedem Lebensjahrzehnt deutlich an.

Unser täglich Gift

Der schädliche Einfluss unserer mittlerweile desolaten Umwelt auf die Entstehung von Demenz/ Alzheimer gilt wohl als unumstritten. Giftiges Glyphosat in der Landwirtschaft, Quecksilber in Amalgamfüllungen und Grippeschutzimpfungen, Weichmacher in Plastik und Kosmetika, Aluminium in Deodorants, Säurebinder für den Magensäureblocker und Lebensmittel-Verpackungen sowie eine flächendeckende Elektrosmogbelastung spielen zusätzliche Rollen bei Entstehung und Fortschreiten der Erkrankung. Jeder Betroffene sollte an erster Stelle seine persönliche Giftstoffbelastung über einen sogenannte Urin-Provokations-Test in einem Labor überprüfen lassen. Bei nachgewiesener Belastung ist eine initiale Giftstoff-Ausleitung durch Chelatinfusionen obligat. Allerdings erstatten die gesetzlichen Krankenkasse weder den Nachweis noch die Ausleitung von Giftstoffen.

Hilfe durch Kokosöl

Der möglich positive Einfluss von Kokosöl auf den Verlauf der Demenz liegt an der ketogenen Eigenschaft dieser preiswerten Nahrungsergänzung. Die enthaltenden mittelkettigen Fettsäuren werden im Körper sehr schnell zu energiereichen Ketonkörpern verstoffwechselt. Ketonkörper benötigen zur Einschleusung in Zellen kein Insulin und sind hervorragende Energiespender für das Gehirn. Das Kokosöl darf allerdings in der Herstellung nicht erhitzt worden sein, weil nur kaltgepresstes Öl derartig positive Eigenschaften hat. Man sollte allerdings hochwertiges Kokosöl nicht mit wertlosem Kokosfett verwechseln.

Hilfe durch ketogene Diät

Ketogene Diät bedeutet ein völliges Weglassen von Zucker und Kohlenhydraten. Auch gesunde Menschen profitieren von einer ketogenen Diät. Hierfür reicht eine initiale, einwöchige Kohlenhydratkarenz völlig aus. Nach dieser Phase sollte auf Low-Carb-Diät umgeschaltet werden. Low-Carb bedeutet das Vermeiden von Zucker und leeren Kohlenhydraten nach dem glykämischen Index. Der glykämische Index sagt aus, wie schnell Kohlenhydrate zu Glukose verstoffwechselt werden. Grau- und Weißbrot, Nudeln, weißer Reis und weichgekochte Kartoffeln haben einen hohen glykämischen Index und sind bei übermäßigem Verzehr nicht weniger schädlich als reiner Zucker und erschöpfen langfristig die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse.

Glukose, das zweischneidige Schwert

Der Glukosestoffwechsel hat zudem eine Achillesferse. Um in die Zelle zu gelangen benötigt die Glukose Insulin. Zellen besitzen an der äußeren Zellmembran sogenannte Insulinrezeptoren. Bei ständigem Verzehr von Süßwaren und minderwertigen Kohlenhydraten werden diese Rezeptoren dauerhaft mit Glukose überflutet und stumpfen kontinuierlich ab. Dadurch bedingt steigt der Zuckerpegel im Blut, weil die Glukose nicht mehr ausreichend in die Zellen gelangen kann. Die medizinische Bezeichnung für dieses Problem heißt Insulinresistenz. Die Folge einer dauerhaften Insulinresistenz kennen wir als Diabetes Typ 2. Einige Wissenschaftler sehen die Entstehung der Demenz u. a. als Folge einer ausgeprägten Insulinresistenz im Gehirn und bezeichnen die Erkrankung als Diabetes Typ 3.

Rheuma versus Alzheimer

Bereits 1995 wurde das Phänomen beobachtet, dass Rheumapatienten ein signifikant niedrigeres Risiko haben an Alzheimer zu erkranken, beziehungsweise dass die Erkrankung bei ihnen später als bei Nichtrheumatikern ausbricht. Diese Beobachtung führte zu der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Antirheumatika wie z.B. Ibuprofen und Diclofenak durch ihren antientzündlichen Effekt die Bildung von Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn reduzieren. Die erheblichen Nebenwirkungen beider Medikamente bei Langzeitkonsum machen diese für eine Alzheimer-Prophylaxe allerdings indiskutabel.

Eine Lösung ohne Nebenwirkung bietet uns mal wieder die Natur. Die Natur kennt dutzende natürliche Stoffe, welche ohne Nebenwirkungen antientzündlich wirken. Hierzu zählen u.a. Curcuma, Weihrauch, Astaxanthin, grüner Tee, Teufelskralle, Phospholipide und Omega-3-Fettsäuren. Neuere Studien haben gezeigt, dass das Polyamin Spermidin der Durchbruch in der Demenz/Alzheimer Behandlung sein könnte. Spermidin „reinigt“ vermüllte Zellen und erhöht den intrazellulären Energiepegel signifikant.Trotz dieser Tatsache werden alternative Erkenntnisse von der Schulmedizin ignoriert, obwohl die regelmäßige Einnahme dieser preiswerten biologischen Stoffe nachweislich das Risiko an Demenz/Alzheimer zu erkranken deutlich verringert. Pflanzliche und biologische Substanzen sind halt nicht patentierbar und können nicht mit phantastischen Gewinnen vermarktet werden.

Übeltäter Vitaminmangel

Eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2013 hat eindeutig belegt, dass durch externe Zufuhr hoher Dosen Vitamin B12 in Verbindung mit Folsäure der Verlauf von Alzheimer signifikant verlangsamt wird. Professor David Smith, Forscher für Pharmakologie an der Universität Oxford beurteilte den Erfolg der Studie mit den Worten: Es ist eine große Wirkung, viel größer, als wir zu träumen gewagt hatten“. Trotz dieser wissenschaftlich belegten positiven Wirkung werden die Erkenntnisse bislang nicht in die medizinischen Leitlinien integriert. Mit Vitaminen lassen sich halt keine lukrativen Gewinne erzielen.

Amyloide Plaques und der Holzweg der Wissenschaft

Die veraltete These, dass Ablagerungen der sogenannten Amyloiden Plaques der Hauptübeltäter der Alzheimer-Entstehung sei, gilt als wissenschaftlich widerlegt. Bei Gehirn-Obduktion Verstorbener wurden häufig massive Plaque-Ablagerungen gefunden, ohne! dass die Obduzierten zu Lebzeiten irgendwelche demenzartigen Symptome gezeigt hatten. Eine Erklärung für dieses symptomlose Phänomen liegt vermutlich in der geistigen Betätigung der Obduzierten zu Lebzeiten. Regelmäßige mentale Beanspruchung trainiert die Nervenzellen und reduziert deutlich das Demenzrisiko. Amyloide Eiweißverbindungen üben eine Schutzfunktion im Gehirn aus und sind auch ein Bestandteil in jedem gesunden Hirnstoffwechsel. Der PharmaGigant Roche stellte 2019 seine Studie mit dem „Anti-Beta-Amyloid-Medikament“ Crenezumab aufgrund völliger Wirkungslosigkeit vorzeitig ein.

Massiv erhöhte Plaque-Ablagerungen im Gehirn sind u.a. die Folge von dauerhaft erhöhtem oxidativen Stress und beileibe nicht! die einzige Ursache der Alzheimer-Entstehung.

30 Jahre Demenz-Forschung für den Eimer

Mal abgesehen von einigen positiven Erkenntnisse der unabhängigen Demenz/Alzheimer-Forschung hat die rein wirtschaftlich orientierte Pharma-Forschung bislang keine wirksamen Medikamente entwickeln können.

Bis zum heutigen Tag gibt es nicht ein einziges, nachweisbar wirksames chemisches Medikament gegen die laut Schulmedizin unheilbare Volkserkrankung.

Der Fokus der pharmazeutischen Forschung ist ausschließlich auf  patentierbare Medikamente gerichtet, die den zeitlich fortschreitenden Verlauf etwas bremsen. Hierdurch stehen Betroffene viele Jahre, bestenfalls Jahrzehnte als Abnehmer der Medikamente zur Verfügung. Unter Mithilfe der Zulassungsbehörden werden unsere Krankenkassen auch in der Zukunft  jedes noch so teure und minimal wirksame Medikament erstatten.

Demenz/Alzheimer in der naturheilkundlichen Praxis

Wie bei vielen anderen chronischen Erkrankungen gilt auch bei Demenz/Alzheimer meine Devise: „die Prophylaxe ist die beste Therapie“. Meiner Meinung nach ist eine Erkrankung unter Berücksichtigung wichtiger auslösender Faktoren vermeidbar und eine schon bestehende Erkrankung durch fundierte Therapie vermutlich reversible. Alzheimer im finalen Stadium ist selbstverständlich nicht mehr umkehrbar.

Die unabhängige, menschenfreundliche Demenz/Alzheimer Forschung zeigt einige lobenswerte therapeutische Ansätze. Kombiniert man verschiedene Erkenntnisse im Rahmen einer Therapie, könnte sich ein Therapieeffekt multiplizieren.

Das aufklärende Erstgespräch

Vor jeder Therapie steht in meiner Praxis an erster Stelle eine ausführliche Anamnese und umfassende Diagnose. Eine Begutachtung verordneter Medikamente auf Vertretbarkeit und medizinischer Notwendigkeit ist unabdingbar. Die Anfertigung eines ganzheitlichen Blutbildes, bestehend aus ca. 60 verschiedenen Parametern, steht vor Therapiebeginn an erster Stelle. Hierdurch können Demenz-Risikofaktoren wie z.B. Vitamin D3-Mangel, Argininmangel, erniedrigter Vitamin B12-Langzeitwert und erhöhter Homocystein-Wert aufgedeckt und die Erkenntnisse in ein schlüssiges Therapiekonzept integriert werden.

Infusionen können hilfreich sein

Bei beginnender Demenz führe ich in eigener Praxis eine Infusions-Serie von insgesamt10 Behandlungen 2x pro Woche durch. Die 20 biologischen Inhaltsstoffe der Infusion wirken entgiftend, antioxidativ und bieten dem Gehirn notwendige Baustoffe zur mentalen Stärkung. Ein wichtiger Bestandteil der Infusion ist der Wirkstoff Cholincitrat. Schon während der Infusion wird dieser biologische Baustein zu Acetylcholin umgewandelt. Acetylcholin ist im Gehirn der bedeutendste Neurotransmitter für einwandfreie kognitive Leistung. Diese Tatsache ist der Pharmaforschung bekannt und führte zur Entwicklung der sogenannten Acetylcholinesterasehemmer, welche den Abbau von Acetylcholin hemmen. Obwohl dieses Medikament nachweislich bis auf schwere Nebenwirkungen keinerlei positiven Nutzen hat wird dieses Medikament  nach dem beliebten Motto „hilft zwar nicht, aber ansonsten gibt es ja nichts“ weiterhin verschrieben. Was nützt die Hemmung des Abbaus von Acetylcholin wenn dieser Baustoff  im Gehirn fehlt. Ein Drittklässler würde diese Tatsache verstehen.

Nach meinen Erfahrungen lassen sich die Ergebnisse der Infusionen in Kombination mit der me2.vie Systemtherapie deutlich verstärken. Über das Computer gesteuerte Gerät werden hochfrequente elektrische Impulse mittels am Kopf angelegter Elektroden durch das Gehirn geleitet. Der Patient spürt während der 50minütigen ein angenehmes, entspannenden Kribbeln. Der positive Nutzen von Wechselstrom-Frequenzen auf das Gehirn wurde in multiplen Studien nachgewiesen.

Nach erfolgter Infusionskur/Gerätebehandlung ist eine monatliche Erhaltungsinfusion empfehlenswert. Eine Verordnung von speziellen Nahrungsergänzungsmitteln erfolgt nach Notwendigkeit und Absprache mit dem Patienten. Leider werden sämtliche alternativen Therapien bislang von der Schulmedizin nicht anerkannt.

Geiz ist geil?

Abgesehen davon, dass für die Angehörigen der Betroffenen die Erkrankung im fortgeschrittenem Stadium eine riesige psychische Belastung darstellt, bedeutet eine langjährige Pflege nicht selten ein finanzielles Desaster. Da häufig die finanziellen Zuschüsse der Kranken-und Pflegeversicherungen eine professionelle Pflege nicht decken, werden die Ersparnisse und Besitztümer der Betroffenen aufgebraucht. Sind keine finanziellen Werte vorhanden oder irgendwann aufgebraucht, werden die Kinder der Betroffenen im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten zur Kasse gebeten.

Eine rechtzeitige Investition in die Gesundheit zahlt sich manchmal nicht nur körperlich, sondern auch wirtschaftlich aus.

 

Foto: Florian Freimuth www.FotoFreimuth.deNaturheilpraxis Ralf J. Wigand
Vilsendorfer Straße 4
33739 Bielefeld (Jöllenbeck)
Telefon 05206-4484
www.naturheilpraxis-wigand.de

 

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