Hornissen – Mythos und Wahrheit!

Unser Gartenexperte Jürgen Hahn

„Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd, drei einen Menschen und zwei ein Kind.“
Dieser Angstglaube hat sich leider seit Generationen gehalten. Ihre Größe und ihre Fluggeräusche tun ein Übriges und somit wird der Hornisse gnadenlos der Garaus gemacht und sie ist in vielen Regionen vom Aussterben bedroht.

Hornissennest                                                Living in OWL
Hornissennest

Leider weitgehend unbekannt:

Der Stich einer Hornisse ist nicht gefährlicher als ein Bienenstich.
Hornissen sind nicht aggressiv und greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.
Hornissen interessieren sich nicht für Süßspeisen und Getränke.
Hornissen sind nützlich. Die Nahrung für die Brut besteht zu ca. 90% aus Fliegen.
Nur weibliche Hornissen können stechen.
Die Drohnen (Männchen) haben keinen Stachel.
Lebenserwartung der Drohnen nach der Paarungszeit nur wenige Wochen
Lebenserwartung der Arbeiterinnen 3-4 Wochen.
Lebenserwartung der Königin 1 Jahr.
Anfang November sterben die letzten Arbeiterinnen.
Nur die Jungköniginnen überleben und suchen sich einen Unterschlupf (bleiben nicht im Nest).
Das Nest hat ausgedient und wird im nächsten Jahr nicht wieder besetzt.
Hornissen stehen unter Naturschutz.

Hornisse                                                Living in OWL
Hornisse im Nest

4 Gedanken zu „Hornissen – Mythos und Wahrheit!

  1. FInde ich super, dass Ihr mit den Horrormärchen aufräumt,
    die Hornissen werden es Euch danken, liebes living in OWL Team !
    Liebe Grüße aus Stukenbrock
    Kerstin

  2. Danke für diese interessanten Informationen.
    Ich habe in diesem Jahr zehn Hornissen als Besucher in meinem Wohnzimmer gehabt, alle nacheinander. Ich habe alle einfangen können und wieder nach draußen gebracht, Angst hatte ich keine, aber Respekt, den man vor jedem Tier haben sollte.

    Viele Grüße
    Regina

  3. Ich finder es richtig gut, dass für die Hornissen geworben wird, doch leider werden wichtige Erkenntnisse verschwiegen.
    Der Stich einer Hornisse ist schmerzhafter, da sie einen kräftigeren und längeren Stachel als andere Wespen haben.
    Fühlen sich Hornissen in der Nähe des Nestes bedroht verströmen sie ein Alarmpheromon, welches von und Menschen nicht gerochen werden kann. Dieses alarmiert die anderen Hornissen. Man wird von vielen Hornissen angegriffen und es kommt zu vielen Stechattacken.
    Meist Kopf oder Haare sind betroffen, da sie der Atemluft (Kohlendioxid) Temperatur oder Hautausdünstungen folgen.
    Diese Alarmpheromone müssen nicht unbedingt durch einen Menschen ausgelöst weren.
    Es können auch andere Tiere, z.B. Ameisen, Vögel oder andere Insekten sein. Der Mensch der dann zufällig vorbei kommt, bekommt die Wut über die Störung zu spüren.
    Besonders im September wenn Jungköniginnen und Drohnen schlüpfen sind Hornissen sehr verteidigungsbereit.
    Das Nest wird zwar nicht wieder benutzt, aber 10cm weiter können sie im nächsten Jahr ein neues Nest bauen, wenn die Jungköniginnen vom letzten Jahr sich den Platz gemerkt und für gut befunden haben.
    Weiterhin wird verschwiegen das Stiche für Allergiker tödlich sein können.
    Man sollte keine Panik oder Fobie gegen Hornissen entwickeln, ihnen aber mit dem nötigen Respekt begegnen.

    Ronald Sommer
    ronsum@web.de

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