Wertvolle letzte Momente

„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“, sagte einst Albert Schweitzer. Ein Satz, der vor allem im Trauerfall an Bedeutung gewinnt, und dem das Jöllenbecker Bestattungshaus Küstermann nur beipflichten kann.

Susanne Plaß-Schwarze, Raimar und Mareike Küstermann
Susanne Plaß-Schwarze, Remco Wittenberg, Martina Pollhans, Reimar und Mareike Küstermann (v. li. n. re.)

„In früheren Generationen – besonders auf dem Land – war es üblich, verstorbene Angehörige selbst zu versorgen, im Haus aufzubahren und die Familie Abschied nehmen zu lassen“, erzählt uns Mareike Küstermann. „Heute hat der Tod sich mehr und mehr in die Krankenhäuser und Pflegeheime zurückgezogen. Die Menschen scheuen die Berührung mit ihm. Dadurch bekommt er etwas Abstraktes, Furchteinflößendes.“
Engel Küstermann Living in OWL
Reimar und Mareike Küstermann möchten diese Berührungsangst gern ein wenig mildern. „Gerade die Zeit zwischen Tod und Bestattung eines Angehörigen ist eine besondere Zeit, eine kostbare Zeit. Unbezahlbare letzte Begegnungen, die dabei helfen, den Verlust zu begreifen.“
Susanne Plaß-Schwarze, langjährige Mitarbeiterin im Haus Küstermann, macht den Hinterbliebenen Mut, sich an der Versorgung der Verstorbenen zu beteiligen. „Schon das Aussuchen der Lieblingskleidung und das Einkleiden ist ein Stück Trauerarbeit. Bei uns dürfen die Angehörigen bei jedem Schritt dabei sein. Anschließend bekommen sie den Schlüssel zum Aufbahrungsraum und können jederzeit hingehen und vielleicht noch Erinnerungsstücke, wie Fotos oder Briefe mit in den Sarg geben.“
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Wichtig sei es auch, Kinder mit einzubeziehen, sie Abschied nehmen zu lassen. Sie können für den Verstorbenen etwas malen oder basteln, den Blumenschmuck aussuchen oder sogar selbst einen Strauß pflücken. Mit farbigen Stiften dürfen sie die Schleife des Kranzes selbst bemalen. Es ist ein Trost, wenn sie ihre bemalte Schleife später auf der Trauerfeier sehen können.
Auch der Blumenschmuck darf anders sein. Susanne Plaß-Schwarze ist gelernte Floristin und bietet neben konventionellem Trauerschmuck auch individuelle Lösungen an: „Wer einen eigenen Garten hat, mit dem suche ich gern passende Blumen aus, die ich in die Kränze und Gestecke einarbeite.“
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So persönlich, wie jeder sein Leben lebt, so persönlich darf auch die Trauerfeier sein. Bestattungen Küstermann bietet selbstverständlich traditionelle Zeremonien an, möchte aber auch Alternativen aufzeigen. „Es gibt da kein Richtig und kein Falsch, aber es ist gut, die Auswahl zu haben, und es muss zur Familie passen“
So wurde vor einigen Wochen bei der Trauerfeier für einen verstorbenen Juristen ein Gedenktisch aufgebaut, mit Dingen die ihm etwas bedeutet haben. In diesem Fall war es das BGB, die ZEIT, seine Brille, Zigarren und ein Glas Rotwein. Der Anblick dieses Tisches zauberte vielen Gästen bei aller Trauer doch ein Lächeln ins Gesicht.
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Welche Bestattungsformen sind heute möglich?
Familiengräber werden seltener, Urnengräber dagegen nehmen zu. Es gibt die anonyme Bestattung, wo niemand der Angehörigen weiß, wo die Urne beigesetzt ist. „Das führt im Nachhinein manchmal zu Problemen bei den Hinterbliebenen, die dann keinen Ort zum Trauern finden“, erklärt Mareike Küstermann. In Kalletal gibt es einen Friedwald. Dort wird die Urne an den Wurzeln eines Baumes begraben. Der Baum bekommt eine Plakette mit dem Namen des Verstorbenen. Da Kalletal indes weit entfernt ist, bietet auch der Sennefriedhof eine solche Baumbestattung an. „Das ist eine gute Alternative zur anonymen Bestattung. Natürlich ist auch eine Seebestattung möglich, wird aber in dieser Region nicht allzu oft verlangt.“
Ob es nun christlich oder weltlich gewünscht wird, die Mitarbeiter des Bestattungshauses Küstermann stehen den Angehörigen die ganze Zeit über persönlich zur Seite. Das gibt Halt und Sicherheit in diesen schweren Stunden. Sie denken an alles, gestalten die Trauerfeier so, wie es den Wünschen der Familie entspricht, erledigen Behördengänge, stimmen Termine ab, kümmern sich um das Beisammensein nach der Trauerfeier. Auch die Trauerpost und die Zeitungsanzeigen werden im eigenen Hause gestaltet und gedruckt. Das Bestattungshaus Küstermann hat seinen Sitz in Jöllenbeck, ist indes im ganzen Großraum Bielefeld sowie Werther tätig.
Einzelne Rose auf Eisentisch
Über die tägliche anfallende Arbeit hinaus, bietet das Trauerhaus Küstermann schon seit Jahren eine rege Vortragsarbeit an. Jedes Jahr gibt es verschiedenste Veranstaltungen rund um das Thema Tod. Fachliche Vorträge darüber, was im Trauerfall zu bedenken ist, Bestattungsmöglichkeiten und Grabarten, aber auch Treffen für Trauernde und Kulturveranstaltungen mit Musik und Lesungen sind dabei. Es geht dem Ehepaar Küstermann darum, Menschen in guten Zeiten behutsam dazu anzuregen, über das Ende des Lebens nachzudenken und darauf vorbereitet zu sein.
Ein besonderes Highlight im Oktober ist die Lesung mit Musik: „Das rothaarige Mädchen“, eine Liebesgeschichte zwischen Leben und Tod.
Was am Ende bleibt, sind die Erinnerungen. Auf Wunsch werden Fotos von der Trauerfeier gemacht, die später der Familie als schön gestaltetes Fotobuch ausgehändigt werden.
Bestattungen Küstermann
Leben – Sterben – Hoffen
Vilsendorfer Straße 7
33739 Bielefeld-Jöllenbeck
Telefon: 05206-91 87 40
Fax: 05206-91 87 41
E-Mail: info@bestattungen-kuestermann.de
Homepage: www.bestattungen-kuestermann.de
Foto: © Marina Lohrbach – Fotolia.com

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