OWL – Weißer Fleck der verpackungsfreien Supermärkte?

Naja, fast. Gäbe es da nicht in Lage den Bio-Hof Brinkmann. Seine „Speisekammer“ ist eine Mischung aus Café und Bioladen. Zum Sortiment gehören Obst, Gemüse, Antipasti, Brotaufstriche, Milchprodukte und einiges mehr.

Auch in Paderborn werden wir fündig. Im Dörener Weg 72 bietet Kern-Idee biologisch erzeugte Lebensmittel unverpackt an.

Ein wenig über den Tellerrand hinaus geblickt, gibt es in Münster mit „Natürlich unverpackt„, ein sehr modernes Geschäft, das wohl kaum Lebensmittel-Wünsche offen lässt.
In Osnabrück verbindet „Tara – Unverpackt genießen„, den Charme eines Tante-Emma-Ladens mit dem Sortiment eines Supermarktes.

Angesichts des ständig wachsenden Berges an Plastikmüll (der übrigens nur zu einem winzigen Bruchteil von Plastiktüten verursacht wird) stellt sich die Frage nach dem Sinn dieses Trends der verpackungsfreien Supermärkte gar nicht erst.

Aber wie kauft man denn eigentlich ohne Verpackung ein?

Ganz einfach. Der Kunde bringt seine eigenen Behälter mit. Das können Gläser, Dosen oder Stoffbeutel sein. Diese Behältnisse werden vor dem Einkauf abgewogen und mit einem Sticker versehen, der das Eigengewicht angibt.

Wer einmal keine Behälter dabei hat, bekommt wiederverwendbare Papiertüten oder kann sich bei den von anderen Kunden zurückgelassenen Behältern bedienen.

Befüllt wird aus sogenannten Bulk Bins oder aus Säcken mittels einer Schaufel. Obst und Gemüse liegen unverpackt in Körben aus.

Auch flüssige Hygieneprodukte können ganz einfach in eigene Flaschen abgefüllt werden. Interessant ist die Zahnpasta in Tablettenform.

In der Regel sind alle Produkte eines verpackungsfreien Supermarktes bio-zertifiziert. Versteht sich eigentlich von selbst.

Die Vorteile des verpackungsfreien Einkaufs, festgehalten von „Natürlich unverpackt“ aus Münster:

  • Der Konsument kauft bewusster ein.
  • Der Konsument spart Verpackungsmüll und schont die Umwelt.
  • Der Konsument bekommt hochwertige Produkte.
  • Der Konsument kauft nach Bedarf ein und kann die Menge selbst bestimmen.
  • Der Konsument wird nicht wie in anderen Supermärkten von unnützen „Kauf-mich-Angeboten“ verführt und spart unterm Strich Geld.“

Weiße Flecken sind dann wohl noch Bielefeld, Gütersloh, Herford, Höxter und Minden. Wäre schön, wenn das bald anders würde.

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