Ralf Wigand: Neurodermitis  – die unheilbare heilbare Krankheit

Der Bielefelder Heilpraktiker über ein weit verbreitetes Hautleiden

Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine chronisch entzündliche, mit starkem Juckreiz einhergehende Hauterkrankung. Der Begriff „Neurodermitis“ leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet übersetzt „Entzündung der Nerven und Haut“. Der Begriff stammt noch aus einer Zeit, als vermutet wurde, dass eine Entzündung der Nerven in kausalem Zusammenhang mit der Erkrankung stehe. Heute bevorzugen wir in der Medizin eher den Begriff „atopisches Ekzem“.

livinginowl: Was genau ist Neurodermitis

Ralf Wigand: Aus Sicht der Schulmedizin ist die Neurodermitis eine nicht heilbare Erkrankung der Haut. Wie bei vielen anderen chronischen Erkrankungen, werden auch hier einmal wieder die Symptome einer Erkrankung zur Ursache erklärt. Die Betroffenen leiden häufig lebenslang an den Symptomen der Erkrankung und stehen als „treue Dauerkunden“ der Industrie und deren Helfer häufig jahrzehntelang zur Verfügung. Als Alibi-Erklärung für die angeblich unheilbare Erkrankung muss wieder einmal die familiäre Genetik herhalten. Klingt wissenschaftlich fundiert und Millionen „unheilbare“ Patienten unterwerfen sich widerstandslos ihrem „genetischen“ Schicksal.

Allein die Historie der Erkrankung schließt eine allein genetisch bedingte Ursache aus. Während 1964 ca. 5% der schulpflichtigen Kinder betroffen waren sprechen wir derzeit von ca. 30% Erkrankungshäufigkeit. Genetik ist das Ergebnis der Evolution und verändert sich niemals in einem derart kurzen Zeitfenster. Die wissenschaftliche Forschung ignoriert die Tatsache, dass der Anstieg der Erkrankung linear mit der Häufigkeit von Mehrfach-Schutzimpfungen einhergeht.

Ein weiterer Grund für die Entstehung und Chronifizierung der Neurodermitis könnte der lapidare Einsatz von Antibiotika sein. Antibiotika zerstören die für ein funktionierendes Immunsystem essentielle Darmflora und lösen dadurch eine Kaskade von chronischen Erkrankungen aus.

Kinderärzte, die beim „kleinsten Hüsteln“ den Säuglingen und Kleinkindern sofort Antibiotika verschreiben, gehen häufig aus Gründen der eigenen Sicherheit den juristisch risikolosen Weg der medizinischen Leitlinien. Gerade im Zeitalter von gerichtlichen Klagen beneide ich Kinderärzte allerdings nicht bei ihrer Entscheidung über Antibiotika-Verschreibungen.

livinginowl: Es besteht also ein Zusammenhang von Impfung und chronischen Erkrankungen?

Ralf Wigand: Die Tatsache, dass ein entscheidender Nutzen von einigen Schutzimpfungen bis Dato in keinerlei unabhängigen Studien erbracht wurde, sollte zumindest nachdenklich machen.

Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der möglichen Auswirkung von Säuglings-Impfungen auf deren zukünftige Gesundheit: Ein Säugling erblickt das Licht unserer Welt ohne vollständig ausgebildetes Immunsystem. Die Natur hat es eigentlich so vorgesehen, dass ein Säugling schrittweise im Laufe der Entwicklung ein perfekt funktionierendes Immunsystem entwickelt. Über die Muttermilch bekommt es ausreichend Immunglobuline, die sogenannten IGG-Immun-Zellen. Durch den natürlichen Kontakt mit harmlosen Bakterien und Viren entwickelt sich dann im Lauf der Zeit ein nahezu perfekt funktionierendes Immunsystem. Durchlebte Infektionen und Fieber sind Geschenke der Natur und für eine immunologisch sorgenfreie Zukunft absolut notwendig.

livinginowl: Wie reagiert ein Säugling auf die Mehrfach-Impfung?

Ralf Wigand: Mehrfach-Impfungen lösen bei Säuglingen mit brachialer Gewalt eine Immun-Irritation aus. In der Medizin nennt man dieses Problem einen TH2-Switch. Das Immunsystem reagiert von nun an mit überschießender Dominanz der IGG-Antikörper. Als direkte Folge erklärt das fehlgeleitete Immunsystem auch harmlosen Substanzen wie z.B. Lebensmittel oder Blütenpollen den immunologischen Krieg. Die Folgen dieser Fehleinschätzung des Immunsystems kennen wir als Neurodermitis, Rheuma, Asthma und Heuschnupfen und diversen Autoimmunerkrankungen.

livinginowl: Aber nicht jedes geimpfte Kind bekommt Neurodermitis

Ralf Wigand: Eine Antwort auf die Frage nach dem „wieso und warum“? von Krankheiten finden wir u.a. in der embryonalen Entwicklung. Während der Embryogenese (die ersten acht Wochen nach erfolgter Befruchtung der Eizelle) entwickeln sich die drei Keimblätter Entoderm, Mesoderm und Ektoderm. Aus dem Entoderm entstehen unsere Verdauungsorgane, Lunge, Schilddrüse und der Harntrakt. Das Mesoderm ist für die Entwicklung der Knochen, Muskeln, Herz und Blutgefäße, Nieren und Keimdrüsen zuständig. Aus dem Ektoderm entwickeln sich die Haut, Teile der Zähne, die Sinnesorgane und das zentrale Nervensystem. Es ist möglich, dass bei chronisch Kranken zwei Keimblätter dominant angelegt sind und das dritte, also das weniger optimal ausgebildete Keimblatt zum„Locus minoris“ (Ort des schwächsten Widerstandes) des Körpers wird.

Bei der Disposition und Entstehung der Neurodermitis spielt meiner Meinung nach ein „unterbelichtetes“ Ektoderm eine entscheidende Rolle. Wenn wir einmal betrachten, dass aus dem Ektoderm sowohl die Haut als auch das Nervensystem entstehen, ist bei einer Neurodermitis-Erkrankung ein direkter Zusammenhang zwischen Haut und Nerven wahrscheinlich. Ich denke, die Namensgeber der „Neurodermitis“ lagen wohl gar nicht so verkehrt. Viele Neurodermitis-Patienten sind hyperaktiv und nervös. Ein zu hoher Pegel an Histamin löst nicht nur unerträglichen Juckreiz aus, sondern führt zu einer dauerhaften Reizung des vegetativen Nervensystems. Die Patienten stehen „ständig unter Strom“, schlafen wenn überhaupt ohne regenerierende Tiefschlafphase oberflächlich und leiden aus diesen Gründen an extremer Erschöpfung. 

livinginowl: Kann man Neurodermitis heilen?

Ralf Wigand: Bei Säuglingen und Kindern reicht es meiner Erfahrung nach für eine dauerhafte „Heilung“ aus, einen Bluttest auf ungeeignete Lebensmittel zu machen. Streicht man die positiv getesteten Lebensmittel des IGG-Antikörpertests 6 Monate konsequent aus der täglichen Ernährung und unterstützt gleichzeitig die immens wichtige Darmflora mit probiotischen Darmbakterien, verabschieden sich nach meiner Beobachtung eine Neurodermitis, allergisches Asthma und ein bestehender Heuschnupfen dauerhaft.  Säuglingen die gestillt werden, kann man die Prozedur einer Blutabnahme ersparen. In diesen Fällen kann man über das Blut der Mutter Unverträglichkeit des Kindes auf Lebensmittel nachweisen.

Heilung unerwünscht

Die positive Wirkung des IGG-Tests bei Hauterkrankungen im Rahmen einer konsequente Umsetzung  wurde mittlerweile in vielen tausend Anwender-Beobachtungen und dutzenden Studien nachgewiesen, wird aber trotz dieser Fakten von den medizinischen Leitlinien allenfalls müde belächelt.

livinginowl: Kann eine Neurodermitis auch bei Erwachsenen geheilt werden?

Ralf Wigand: Die Basis einer erfolgreichen Therapie ist auch hier ein IGG-Antikörper-Test, dessen konsequente Umsetzung und zeitgleicher oraler Substitution von probiotischen Darmbakterien. Nur ein gesunder Darm kann das Enzym Diaminooxydase in benötigter Menge produzieren. Dieses Enzym ist ein natürlicher Gegenspieler zu dem „Juck-Hormon“ Histamin.

Bei langjährigen und vor allem schweren Verläufen ist aus meiner Erfahrung eine begleitende Therapie notwendig. Zwar reduzieren sich allein durch strikte Nahrungs-Karenz die Symptome und vor allem der unerträgliche Juckreiz, aber die über viele Jahre geschädigte Haut benötigt weitere Hilfe. Sie benötigt zur eigenen Regeneration wichtige Baustoffe. Diese Baustoffe müssen über das Unterhautgewebe in die äußere Hautschicht gelangen. Eine dauerhaft entzündete Haut kann aber nicht mehr aus eigener Kraft die zur Regeneration notwendigen Vitalstoffe resorbieren. Aus diesem Grund entsteht ohne fundierte Unterstützung häufig ein lebenslanger Teufelskreis.

Cortison – Segen und Fluch zugleich

Es gilt als medizinisch unbestritten, dass ein dauerhafter Konsum (als Tabletten und/oder Injektionen) von synthetischem Cortison die Nebennieren-Rinde schrumpfen lässt. Ein gesunder Erwachsene produziert täglich ca. 60mg körpereigenes Cortisol.

Eine regelmäßige lokale Anwendung von cortisonhaltigen Salben führt zwar nicht zu einer direkten Atrophie (Schrumpfung) der Nebennieren-Rinde, sorgt aber dafür, dass die entzündete Haut immer dünner und anfälliger wird. Dieser Effekt erklärt sich aus dem Wirkungs-Prinzip des Cortisons. Über die Glukoneogenese werden entzündliche Eiweiße in Zucker umgewandelt. Dieses geniale Konzept unseres Körpers hat nur leider eine Schwachstelle. Als Kollateral-Schaden fördert eine langfristige Cortison-Therapie auch die Umwandlung von kollagenem Bindegewebe in Zucker. Dieses erklärt die Entstehung einer pergamentartigen Haut und die schweren Nebenwirkungen auf das Bindegewebe und die Knochen. Der häufig unerträgliche Juckreiz verleitet die Betroffenen zum ständigen Kratzen. Die geschädigte Haut verliert ihre physiologische Schutzfunktion und als Folge gelangen Bakterien in und unter die Haut. Bakterielle Entzündungen führen im Laufe der Jahre zu einer sogenannten Panzerhaut.

Linderung durch die me2.vie-Systemtherapie

Bei der Behandlung Neurodermitis erklären sich die Erfolge der me2.vie-Systemtherapie aus der Symbiose von Natur und Technik. Der gesamte Körper wird während der 50minütigen Behandlung mit Hochfrequenzen durchflutet und die zeitgleich gegebenen Naturstoffe einer in eigener Praxis entwickelten Infusion gelangen unter Mithilfe der Wechselstrom- Frequenzen leichter unter und anschließend in die geschädigte Haut. Die Inhaltsstoffe der Infusion bauen entzündliche Prozesse ab, reduzieren den Histaminspiegel im Blut (erhöhtes Histamin löst u.a. starken Juckreiz aus), regenerieren die geschädigte Haut und stimulieren die Nebenniere wieder ausreichend körpereigenes Cortison zu produzieren. Viele Patienten spüren schon ab der ersten Behandlung eine deutliche Linderung ihrer Symptome.

Ein wichtiger zusätzlicher Bestandteil der speziellen Infusion ist der biologische Baustoff Cholincitrat. Dieser Wunderstoff der Natur sorgt für ein vegetatives Gleichgewicht, senkt den Stresspegel und verbessert den Schlaf. Eine langfristige Einnahme von Vitamin D3 in moderater Dosierung, Omega3 Fettsäuren und pflanzliche, entzündungshemmende Stoffen wie z.B. mikroverkapseltes Curcuma ist begleitend zur Therapie empfehlenswert.

 

Foto: Florian Freimuth www.FotoFreimuth.deNaturheilpraxis Ralf J. Wigand
Vilsendorfer Straße 4
33739 Bielefeld (Jöllenbeck)
Telefon 05206-4484
http://www.heilpraktiker-wigand-bielefeld.de

 

 

Foto:  Marko Hankkila on Unsplash

 

 

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