Geschwisterland ist abgebrannt

Bärbel Schäfer las aus ihrem Buch „Ist da oben jemand?“

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Der Sitzungssaal im Gütersloher Kreishaus war voll besetzt, als Bärbel Schäfer im Rahmen der Veranstaltung „Lesestadt Gütersloh“ aus ihrem bewegenden Buch über den Umgang mit dem plötzlichen Tod ihres Bruders Martin las.

Mit Ist da oben jemand hat sie das Unfassbare, das der Verlust eines geliebten Menschen bedeutet, in Worte gefasst.  Gleichzeitig ist das Buch eine Liebeserklärung. An ihren Bruder, mit dem sie das „Geschwisterland“ teilte, den Teil ihrer Welt, der nur ihnen beiden vorbehalten war. Jetzt ist es unbewohnt.

Bärbel Schäfer musste in der Zeit nicht nur den Tod ihres Bruders verkraften, sondern auch ihr Vater starb wenig später.

buchcover-baerbel-schaefer_ist-da-oben-jemand-guetersloher-verlagshausEs geht um eine sehr schwierige Phase in meinem Leben, um zwei Todesfälle von nahe stehenden Menschen. Mein Bruder wurde durch seinen Autounfall ganz plötzlich mitten aus dem Leben gerissen. Der Tod meines Vaters war ein Abschied auf Raten. Zu sehen, wie jemand immer weniger wird und sich die Frage zu stellen: Nutzt du die Zeit, die dir noch bleibt, alles noch mal anzusprechen, was in der Beziehung schön und vielleicht auch schwierig war? Beides ist schmerzhaft und am Ende bleibt in beiden Fällen Trauer„.

Veranstalterin der Lesung war die Notfallseelsorge Gütersloh, unterstützt von Bertelsmann. Die Notfallseelsorge betreut Menschen in besonderen Notlagen, unterstützt zum Beispiel die Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten, kümmert sich um Betroffene bei unerwarteten, besonders schwerwiegenden Ereignissen.

Die Frage, ob da oben jemand ist, wird in Bärbel Schäfers Buch übrigens nicht beantwortet: „Ich habe mich auf die Suche gemacht nach Trost. Wollte die Leichtigkeit des Glücks wiederfinden. Ich bin an den Herausforderungen gewachsen, aber Gott ist mir auf dieser Reise nicht begegnet. Dennoch glaube ich an die Kraft der Liebe und daran, dass wir immer wieder versuchen müssen, einen Weg zu finden, der uns glücklicher macht, als wir gerade sind.

 

 

Wer liest, dem öffnen sich neue Welten

Heute wird Gütersloh zur Lesestadt

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Zehn Tage Lesevergnügen vom Feinsten. Bärbel Schäfer, Matthias Steiner, Adnan Maral, Ingo Siebner sowie zahlreiche weitere prominente Autoren und Autorinnen stellen ihre Werke vor. Bis zum 6. November wird gelesen was das Zeug hält. In Gütersloher Geschäften und Gaststätten,  im Stadtmuseum, der Weberei, der Skylobby und im Ratssaal. 30 Lesungen und Aktionen an 20 verschiedenen Orten. Die Bandbreite der Bücher reicht von Krimis über Biografien bis hin zu Kinderbüchern.

Ermöglicht wird die Veranstaltungsreihe durch eine Vielzahl von Partnern und Sponsoren, darunter Bertelsmann, TERRITORY und die Stadtbibliothek.

Die gemeinsame Schirmherrschaft über die „Lesestadt Gütersloh“ übernehmen dabei Bürgermeister Henning Schulz und Liz Mohn. „Wer liest, dem öffnen sich neue Welten – in seiner Phantasie, aber auch ganz konkret durch Bildung und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Bei Bertelsmann wissen wir um diese besondere Relevanz des Themas und setzen uns deshalb mit Leidenschaft dafür ein, durch vielfältige Aktionen die Freude am Lesen zu vermitteln“, so Liz Mohn.

Bürgermeister Henning Schulz sagte: „Gütersloh ist Stadt der Medien und des Lesens, dies hat nicht zuletzt der Erfolg der „Lesestadt Gütersloh“ vor zwei Jahren gezeigt. Entsprechend freuen wir uns sehr, den vielen Institutionen und Akteuren, die sich seit Jahren für die Lesekultur in unserer Stadt stark machen, auch in diesem wieder Jahr eine Bühne zu bieten.

Der Besuch vieler Lesungen ist kostenlos oder zum kleinen Eintrittspreis möglich. Das komplette Programm finden Sie hier.

 

Ist da oben jemand?

Lesestadt Gütersloh:  Bärbel Schäfer liest aus Ihrem neuen Buch

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Ein zertrümmerter Wagen an der Autobahn, die Habseligkeiten des noch an der Unfallstelle verstorbenen Bruders, die Todesnachricht in der Nacht – Krise, Ausnahmezustand und die eine, die drängende Frage: Was tröstet? Und: Wie kann das Leben weitergehen?

In ihrem Buch „Ist da oben jemand? Weil das Leben kein Spaziergang ist“ erzählt Bärbel Schäfer von ihrer Suche nach Sinn, denn Gott spielte bisher kaum eine Rolle für sie. Mit dem Tod des Bruders kommt sie an eine Grenze, die sie zweifeln und fragen lässt: Wie finden gläubige Menschen Halt in Lebenskrisen? Wie finde ich als Atheistin Trost in dieser traumatischen Lebenssituation?

Sie gibt einen berührenden Einblick in ihre Seele, ihre Wut, ihren Schmerz und ihre Verzweiflung nach dem plötzlichen Schicksalsschlag. Offen und in einem sehr besonderen Ton beschreibt sie das Erlebte, ihre Skepsis und ihre überraschenden Begegnungen mit Menschen und deren Glauben, die ihr Loslassen begleiten.

buchcover-baerbel-schaefer_ist-da-oben-jemand-guetersloher-verlagshausBärbel Schäfer wurde in Bremen geboren. Sie ist bekannt als Moderatorin aus TV und Hörfunk, ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera, Journalistin und Autorin mehrerer erfolgreicher Sachbücher zu gesellschaftlichen Themen. Jeden Sonntag ist sie in hr3 im Gespräch mit einem prominenten Talk-Gast und führt Interviews für die emotion-Serie: „Mann, was fühlst du?“.

Karten für die Lesung von Bärbel Schäfer am 28. Oktober um 19.30 Uhr im Kreishaus an der Herzebrocker Straße 140 sind für 5,- Euro im ServiceCenter der Gütersloh Marketing an der Berliner Straße 63 erhältlich. Veranstalter der Lesung ist die Notfallseelsorge Gütersloh unterstützt von Bertelsmann.

Hier finden Sie alle Termine auf einen Blick

 

Lesestadt Gütersloh und Living in OWL

 

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In den nächsten Wochen wird an dieser Stelle viel über das Lesen geschrieben werden, über Literatur, über Bücher und ihre Autoren und über das wundervolle Versinken in fremde Welten und Schicksale.

Gütersloh wird wieder zur Lesestadt – ein wahres Festival für Literaturjunkies.

Mit Unterstützung von Bertelsmann, der Kommunikationsagentur TERRITORY, der Stadtbibliothek und vielen weiteren Partnern organisiert die Gütersloh Marketing in diesem Herbst zum zweiten Mal die Veranstaltungsreihe rund um das Thema Lesen.

In diesem Rahmen sind vom 28. Oktober bis zum 6. November insgesamt rund 30 Lesungen und Aktionen an 20 unterschiedlichen Orten in der Stadt geplant. Freuen dürfen sich die Gütersloher dabei unter anderem auf den Drache-Kokosnuss-Erfinder Ingo Siegner, die Schauspieler Benno Fürmann und Adnan Maral sowie viele weitere prominente Autorinnen und Autoren wie Bärbel Schäfer und Matthias Steiner. Sie stellen ihre Werke unter anderem in Gütersloher Geschäften und Gaststätten, aber auch im Stadtmuseum, der Weberei, der Skylobby und im Ratssaal vor. 

Die gemeinsame Schirmherrschaft über die „Lesestadt Gütersloh“ übernehmen dabei Bürgermeister Henning Schulz und Liz Mohn.

Living in OWL ist (sehr sehr gerne) Online-Medienpartnerin dieser Veranstaltung.

 

 

Public Viewing

 

Kühe

Die Gütersloher Innenstadt wird sich bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft wieder schwarz-rot-gold präsentieren: Bertelsmann und die Stadt Gütersloh kooperieren erneut, um gemeinsam ein Public Viewing zu organisieren.

Alle Spiele ab dem Viertelfinale werden auf einer modernen LED-Videoleinwand auf dem Berliner Platz übertragen. Voraussetzung ist, dass der deutschen Fußballnationalmannschaft der Einzug in diese Runde des Turniers gelingt.

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, erklärte dazu: „Wir freuen uns auf einige Tage voller begeisterter und friedlicher Fußball-Stimmung in der Stadt. Bei den vergangenen Public-Viewing-Veranstaltungen sind jeweils tausende Fans in der Innenstadt zusammengekommen – eine großartige Atmosphäre. Ich hoffe, dass sich die deutsche Nationalmannschaft bei diesem Turnier ganz nach vorn spielt.“

Quelle: www.guetersloh.de

 

 

Miele investiert in Logistikstandort Gütersloh

Miele

Sie gelten als der „Mercedes“ unter den Haushaltsgeräten, die Produkte des Gütersloher Miele-Konzerns. Mehr als 12.000 Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler und Herde schlägt der Hausgerätekonzern in seinem Gütersloher Warenverteilzentrum (WVZ) täglich um. Jetzt baut Miele das Herzstück seiner Fertigwarenlogistik von 108.000 auf 188.000 Stellplätze weiter aus. Die Investitionssumme beträgt 23 Millionen Euro.

Laut einem Ranking des Wirtschaftsmagazins Focus Money ist der Kreis Gütersloh zur wirtschaftsstärksten Region in NRW aufgestiegen. Ballen sich dort doch Global Player wie Bertelsmann, Gerry Weber, Miele, Claas und Beckhoff sowie die Schlachtfabrik.

Im bundesweiten Ranking belegte der Kreis Gütersloh im Jahre 2012 Platz 36 und überflügelte damit Münster.

Foto: Miele

In Gütersloh schaukelt Schlafmohn im Wind

Hat nichts mit einem Medienkonzern und deren Besitzer zu tun: Schlafmohn in Gütersloh

Der Kreis Gütersloh ziert ja bekanntlich den Westen von OWL und ist nach eigenem Selbstverständnis „Der Erfolgskreis“. Mittendrin liegt die drittgrößte Stadt der Region, Gütersloh. Eine etwas spröde „Provinzstadt“ nahe der Autobahn  A2, die aber durchaus einen zweiten und dritten Blick lohnt. Das „grüne Wohnzimmer“ der Stadt ist der 1912 am nordöstlichen Rand des Stadtparks angelegte Botanische Garten.

Ein Blütenmeer wie in Bildern von Emil Nolde

Ein Blütenmeer zwischen raffiniert angelegten hohen Buchenhecken empfängt die fast 200.000 Besucher jährlich…..

Da ist er ja, der Schlafmohn

… wobei sehr viele wegen des berühmten Apothekergartens kommen. Alles, was darin wächst, dient der gesundheitlichen Stärkung und Heilung. Geordnet ist der Garten in 30 Stationen, die Krankheitsbilder nachstellen und die dazugehörigen Heilpflanzen in Natura zeigen. Eben auch unser Schlafmohn. So führt der Gartenweg den Besucher anatomisch korrekt von den Arzneipflanzen für den Kopf, Bronchien und Lunge über Verdauungstrakt (Salbei und Artischoke sind hier gut) Sexualorgane und Venen. Überall Infotafeln, überall verständliche Erklärungen. Wem danach der Kopf schwirrt und Baldrian guten Schlaf suggeriert, kann ja im gemütlichen Palmenhaus-Café einen Kaffee trinken oder eine Kleinigkeit essen.

Das Palmenhaus-Café im Stadtgarten

Offensichtlich hat der heimischen Wirtschaft die heilende, belebende und Ideen fördernde Pflanzenwelt gutgetan, sind doch mit dem Bertelsmann-Konzern und Miele hier weltweit bekannte Unternehmen zuhause.

Warum ist OWL angeblich „hinterwäldlerisch“?

Wer auffallen will, muß das Ballern lernen

Die größte Tageszeitung der Region Ostwestfalen-Lippe jammert gerne. Vor allem, wenn es um den angeblich „hinterwäldlerischen“ Anstrich von OWL geht. Dabei ist sie ebenso wie ihre demnächst von Münster aus gesteuerte kleinere Konkurrenz seit dem 1946 von den britischen Besatzern aus dem ehemaligen preußischen Westen und dem Nordteil der preußischen Rheinprovinz gezimmerten Gebilde ganz vorne mit dabei. Erzählt unermüdlich „Geschichten von den Leuten“, den Schützenvereinen, den Heimatvereinen, der Arminia Bielefeld, deren Image so ganz und gar nicht positiv sein kann und der wunderbaren Welt der „Weltkonzerne“, die in Ostwestfalen-Lippe zuhause sind. Was fast immer untergeht, ist das „Warum?“. Ist es nicht vielmehr journalistische Kleinkariertheit und das angesagte Kokettieren mit „Bielefeld. Das gibt es doch gar nicht“?

Also. Warum? sitzen hier Weltkonzerne und europäische Größen wie Oetker, Miele, Gildemeister, Melitta, Bertelsmann, Harting, Storck, Gauselmann, Phoenix, Böllhoff, Beckhoff, Wago, usw.? Weil sie es angeblich so chic finden, den „Westfälischen Pelz“ nur nach innen zu tragen, damit es bloß niemand merkt? Wenn dem so wäre, würden Top-Fachkräfte in dieser Gegend arbeiten, wo sich Fuchs und Hase das „Westfälische Nachtlied“ singen?

Einer der Weltmarktführer bei Werkzeugmaschinen: Gildemeister

Diese angebliche Provinz ist eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen Europas. Hat über 140.000 Unternehmen mit mehr als 1 Million Beschäftigten. Das Bruttoinlandsprodukt beläuft sich auf rund 60 Millarden Euro. Die Wirtschaftskraft dieser Region ist größer als in sechs Bundesländern und neuen EU-Mitgliedsstaaten. Der Tourismus zählte 6,4 Millionen Übernachtungen in einer landschaftlich attraktiven Region, die von 2,1 Millionen Menschen bewohnt wird. Mehr als das Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern an Einwohnern haben.

„Living in OWL“ möchte ein anderes Bild dieser Region vermitteln. Schönes bewahren und darüber schreiben. Modernes zeigen und die Macher porträtieren. Dies OWL-Bild ist alles andere als „provinzlerisch“.

Love Story

Am 16. Juni 1907 wurde Erich Segal, Autor des Buches „Love Story“, geboren

Bei „Amazon“ kann man das Buch von Erich Segal „Love Story“ antiquarisch ab 1 Cent kaufen. Damals 1972 konnte Bertelsmann kaum so viele drucken, wie gekauft wurden….

Verl. Die „jüngste Stadt“ Ostwestfalen-Lippes

Paderborner/Bielefelder Straße. Eine Allee

Wer sich Ostwestfalen-Lippes „jüngster Stadt“ Verl (das ist nicht demographisch gemeint, denn die Widukindstadt Enger hat einen Altersdurchnitt von grade mal 40 Jahren)  mit ihren rund 25.000 Einwohnern in fünf Ortsteilen nähert, wird sich auf eine Mecklen- burger Allee versetzt fühlen. Schnurgerade führt die Paderborner, dann Bielefelder Straße durch Wiesen und Weiden unter der Autobahn A2 Dortmund-Bielefeld-Hannover hindurch in den Ort nahe Gütersloh. Eine Umgehungsstraße fängt zwar seit noch nicht langer Zeit einen Teil des ziemlich starken Verkehrs Richtung Paderborn und Gütersloh ab, aber es geht immer noch lebhaft zu rund um die katholische Kirche St. Anna.

Altes Verl: St. Anna

Verl hat eine lebhafte Industrie zu bieten (Beckhoff-Automation, Bertelsmann arvato, Teckentrup, Kleinemas, heroal, Alulux). Die historische Altstadt mit ihren vielen guterhaltenen oder in Renovierung befindlichen Fachwerkhäusern lädt zum Bummeln ein. Die Infrastruktur der Geschäfte reicht vom Einkaufszentrum „Minipreis-Markt“ am alten Bahnhof bis zum modernen „Technik und Design Beckhoff“.

Einkaufszentrum nahe dem alten Bahnhof in Verl
Das moderne "Technik und Design" Beckhoff

Natürlich gibt es auch hier die einen oder anderen Geschäftsräume, die aufgegeben werden oder auf neue Mieter warten. Insgesamt aber stimmt der Branchenmix. Auch das angesagte Thema „Hochzeit“ wird im Schatten von St. Anna von Moden Kleinemas mit exquisiter Mode abgedeckt.

Hochzeitliche Spiegelungen in den Fenstern von Moden Kleinemas in der Sender Straße

Müde Beine, Lust auf Kaffee und ein Stück Kuchen? Dann einfach das Café Klüter in der  Bürmannstraße 10 ansteuern.

Café Klüter, Bürmannstraße 10 in Verl

Hermann Oetker?

Hermann. Früher konnte er sich wehren.....

Peggy Pfaff, Sprecherin des Landesverbandes Lippe zu Detmold, hat schon „mit potentiellen Werbepartnern gesprochen“, heißt es. Denn in diesem Jahr findet in der Bezirkshauptstadt Detmold der NRW-Tag 2012 statt. Da soll dem tapferen Kerl Hermann, der die Germanen vor den Römern rettete, wieder ein Hemdchen mit – von großen Unternehmen bezahlten – Firmenlogos aus OWL übergestreift werden. So wie man das 1999 mit dem Trikot eines damaligen Fußballbundesligisten machte, der heute in der 3. Liga spielt.Über 500.000 Menschen  besuchen jährlich das neben der Porta Westfalica zweite überregionale Symbol Ostwestfalen-Lippes. Ob sie das wirklich im Trikot mit den Namen Gildemeister, Schüco, Oetker, Tönnies, Gauselmann, Harting, NW, Claas, Melitta, Schüco, Goldbeck, bugatti, Alcina, Ehlebracht, Gerry Weber, LZ, itelligence. Bertelsmann sehen wollen? Zu Christos Verhüllung des Berliner Reichstages kamen rund 1 Million. Und der trug nicht ein einziges Firmenlabel auf seinem Silberkleid.

Was meinen Sie?

Liegen dem Hermannsdenkmal zu Füßen: Detmolds alte Gassen

Neues vom „Kraftpaket in NRW““

Im Umriss: Der Kreis Gütersloh
Grundriss eines (noch) eher stilleren Helden in OWL

Wenn es einen Kreis in Ostwestfalen-Lippe gibt, der einen sehr gewichtigen Part in OWL und darüber hinaus in Nordrhein-Westfalen spielt, dann ist das der Kreis Gütersloh:

GT

Was oft mit „Grand Tourismo“ verwechselt wird, von der Bedeutung her aber „nur“ für das KfZ-Kennzeichen dieses Kreises mit 360.000 Einwohnern in 13 Städten und Gemeinden (Borgholzhausen, Gütersloh, Halle/Westfalen, Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg, Schloß-Holte-Stukenbrock, Steinhagen, Verl, Versmold und Werther) steht, bezeichnet sich selbst als „Kraftpaket in NRW“. Sagen wir mal so: GT gehört zu der Sorte Kraftpakete, die zwar ziemlich stark sind, aber den Pelz gerne nach innen tragen.  Heimlicher Held, geprägt von der durch und durch westfälischen Mentalität „bloß nicht zuviel von sich reden“. Das gilt sogar für Global Player wie Bertelsmann in Gütersloh oder Claas in Harsewinkel.

„Wir sind dabei, daran zu schrauben“, sagt Albrecht Pförtner, Geschäftsführer  der pro Wirtschaft GT GmbH. Der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Gütersloh. Was  sich natürlich nicht alleine auf die Förderung der Wirtschaft im „klassischen Sinne“ beschränkt sondern auch die sogenannten „weichen“ Faktoren im Gesamtkonzept hat wie: Tourismus, Lebensqualität, Stärken des Kreises und seiner Städte und Gemeinden.

Angesprochen auf die „tickende Zeitbombe“ auf der Webseite der pro GT, lacht Julia Peschke, Referentin für Stadtortmarketing schelmisch: „Lassen Sie sich überraschen. Da lassen wir eine positive Bombe platzen“.

Eine GT-Bombe tickt im Internet

Natürlich wissen wir schon ein wenig mehr davon, was hinter der tickenden Web-Bombe steckt. Verraten es aber nicht. Nur so viel: Wir freuen uns über Jeden und jede Institution, die die Möglichkeiten des Internets nutzt, diese Region mit ihren Kreisen und der kreisfreien Stadt Bielefeld voran zu bringen.

Unser iPad2 mit dem darauf so wunderbar laufenden online-Magazin „Living in OWL“ (auf iPhone natürlich auch) haben wir aber dennoch nicht bei dem sympathischen Team im Gütersloher Kreishaus gelassen…

Ralph A. bringt „interia“

JAB bringt eigenes Wohnmagazin

Eines der bekanntesten Unternehmergesichter der Region OWL, Ralph Anstoetz von JAB Anstoetz,  ist jetzt auch der „Anchorman“ eines neuen Wohnmagazins der Bielefelder. Dazu gibt es diesen Pressetext:

„Interia“ ist der Name eines neuen Wohn- und Lifestylemagazins, das Jab Anstoetz in Kooperation mit der Medienfabrik in Gütersloh auf den Markt gebracht hat – als Marketing-Instrument für seine Händler. So haben diese die Möglichkeit, das Editorial individuell zu gestalten und das Magazin anschließend an ihre Kunden zu verteilen. Daneben bietet Der Textilverlag aus Bielefeld seinen Kunden aber auch an, die Hefte an deren Endverbraucher zu verschicken.

„Interia“ beschränkt sich bei seinen Produktvorstellungen und Artikeln zu den Themen Wohnen und Design nicht nur auf Möbel, Stoffe und Accessoires der Jab Anstoetz-Gruppe, sondern berichtet auch über Neuheiten anderer Firmen. Zudem umfasst das Magazin Homestories und Reiseberichte. Aus diesem Grund ist das Magazin zusätzlich auch in Buchhandlungen an Bahnhöfen und Flughäfen erhältlich.

Weit spannt sich der Bogen der Gütersloher Medienfabrik. Von Mercedes-Benz über Schlecker, den „Garten Eden“, über Billigdiscounter  wie ALDI Nord bis jetzt eben zum Edel-Innenausstatter JAB…

30 Jahre Pendragon – Verlag in Bielefeld

20 Jahre Pendragon-Verlag in Bielefeld

Man könnte ja meinen, neben dem Gütersloher Branchenriesen Bertelsmann mit seinen vielen Verlagen gäbe es keinen Platz mehr für einen kleinen Verlag wie Pendragon in der Bielefelder Stapenhorster Straße 15. Aber Verleger Günther Butkus, der den Verlag 1981 gründete, hat es immer verstanden, sich in einer kleinen feinen Lücke einzurichten. Ein großes Thema  ist und war Gut Böckel, wo die große alte Dame Hertha Koenig Spuren hinterlassen hat, die bis heute wirken. Zur Frankfurter Buchmesse, die am Mittwoch beginnt, findet man den Verlag aus dem Oberzentrum hier: 4.1 F143

Im Mittelpunkt werden sicher die in einem neuen Buch zusammengefassten 50 Briefe  aus dem Sommer 1917 stehen, die Rainer Maria Rilke in seinen zwei Monaten auf Gut Böckel schrieb.

80 Jahre Michaeliswoche Gütersloh

Ein Gütersloher Wahrzeichen: Die Stadthalle

80 Jahre Michaeliswoche Gütersloh. Vom 24. September bis 2. Oktober wird auf dieser Traditionsveranstaltung gefeiert. Kirmes, Laternenfest, Chöre und verkaufsoffener Sonntag wechseln sich in der Stadt der Bertelsmänner und Mieles ab. Das ganze Programm und mehr informationen gibt es hier.

Gütersloh hat auch schöne Ecken

Am alten Kirchplatz Gütersloh

Viel alte Substanz gibt es in der Kreisstadt Gütersloh nicht zu sehen. Der Kirch- ring „Am alten Kirchplatz“ rund um die Apostelkirche ist mit seinem Mix aus Fachwerkhäusern und klassistischen Bauten aber durchaus sehenswert und fast vollständig restauriert.

Am Kirchring Gütersloh
Alt trifft Nachkriegsbauten

Es ist eben wie in vielen Städten und Orten in der Region: Ein Mix aus alten, meist restaurierten Fachwerkbauten und gleich daneben relativ seelenlose Nachkriegs-architektur. Dennoch ist Gütersloh bei weitem nicht „so häßlich“, wie es viele behaupten. Es gibt viel Grün und ganz viele Kirchtürme. Sicher halten sich zu anderen Zeiten mehr Leute in der „Ducktailbar“ des renommierten Parkhotels auf und genießen den Blick auf einen angelegten Garten mit Teich und dessen Ruhe.

Ducktailbar im Parkhotel Gütersloh
"Die Bohne" ist auch im Urlaub

Cafés und Restaurants machen den gleichen verwaisten Eindruck wie die gesamte Innenstadt. Es ist eben Urlaubszeit. In Städten mit viel Industrie wie Gütersloh und einem der großen Medienkonzerne der Welt bleiben die Bürgersteige dann eben noch länger hochgeklappt als sonst schon. Da locken auch die reduziertesten Karstadt-Angebote im Anblick von Martin-Luther-Kirche und Berliner Straße wenig.

Wir hatten es ja schon geschrieben: Gütersloh hat auch schöne Ecken. Man muß sie vielleicht nur  etwas länger suchen als in anderen Orten der Region.